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Xiaomi ruft „Kampf auf Leben und Tod“ gegen Apple im High-End-Sektor aus

Xiaomi hat sich vorgenommen, Apple und Samsung hinter sich zu lassen. Der chinesische Technikkonzern will innerhalb von drei Jahren die weltweite Nummer 1 im Smartphonegeschäft werden – und setzt dabei auf High-End.

2 Min. Lesezeit
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Xiaomi-Store. (Foto: Shutterstock; CookieWei)

Vor allem mit günstigen Smartphones groß geworden, plant Xiaomi nun einen Großangriff auf die beiden langjährigen Top-Player im Smartphone-Business. Auf Apple, das Gründer und CEO Lei Jun in seiner Ankündigung konkret benennt, scheint der Konzern es nun besonders abgesehen zu haben.

Gegen Apple: Xiaomi will verstärkt auf High-End-Smartphones und Nutzererfahrung setzen

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Xiaomi will laut Lei Jun auf Angriff schalten: Er erklärte auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo, dass sich das Unternehmen speziell auf das High-End-Segment des globalen Smartphone-Marktes konzentrieren werde, um direkt mit Apple zu konkurrieren und die von Huawei hinterlassene Lücke zu füllen. Huawei war Chinas größter Smartphone-Hersteller, bevor der Konzern durch US-Sanktionen aus dem globalen Business geworfen wurde.

Xiaomi-Gründer Lei Jun. (Foto: dpa)

„Wir wollen uns mit Apple in Sachen Produkt und Erfahrung messen und in den nächsten drei Jahren Chinas größte High-End-Marke werden“, erklärte Lei auf Weibo. Er bezeichnet den Wettbewerb im Bereich der High-End-Smartphones als einen „Krieg auf Leben und Tod“. Diesen müsse Xiaomi gewinnen, um weiter wachsen zu können. Er wiederholte zudem den Plan des Unternehmens, in den nächsten fünf Jahren 100 Milliarden Yuan (15,71 Milliarden US-Dollar) in Forschung und Entwicklung zu investieren, um diese Ambitionen zu realisieren.

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Xiaomi hatte Apple schon kurz überholt

Dass der Xiaomi-Chef vor allem Apple im Visier hat, dürfte damit zusammenhängen, dass der iPhone-Bauer das vierte Quartal 2021 in China dominiert hat und in dem Zeitraum auch weltweit die Nummer 1 geworden ist.

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Xiaomi 12. (Bild: Xiaomi)

Apples Wachstum dürfte Xiaomi durchaus wurmen, da der chinesische Hersteller Apple im zweiten Quartal 2021 kurzzeitig überholt hatte. Wie die South China Morning Post berichtet, erlebte Xiaomi ab dem dritten Quartal 2021 einen Dämpfer, der mit der weltweiten Halbleiterknappheit und der schwachen Nachfrage auf dem hart umkämpften chinesischen Markt zusammenhing.

Bei der Nachfrage sehe Xiaomis Präsident Wang Xiang nicht die Herausforderung: „Für Xiaomi sind die Probleme auf der Angebotsseite relativ größer als die schwächere Nachfrage [in China]“, so Xian in einer Telefonkonferenz mit Analysten im November. Er erklärte weiter, dass die „instabile Versorgung mit Komponenten eine Herausforderung für die Produktionsplanung“ darstelle.

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Xiaomi stehe laut Will Wong, Forschungsleiter bei der IDC, zunehmend vor der Herausforderung, mehr Verbraucher anzuziehen, da sich die Geräte des Herstellers wenig von den anderen großen chinesischen Android-Smartphone-Anbietern im High-End-Segment abgrenzen würden. Wong erklärt weiter, dass Xiaomis Plan, sich verstärkt auf das Kundenerlebnis zu konzentrieren, der richtige Weg sei, um stärker zu wachsen.

Dass Xiaomi sich nun direkt gegen Apple positionieren will, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Denn der Hersteller, der sich weltweit vor allem durch Smartphones mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis einen Namen gemacht hatte, wurde lange Zeit als Chinas Apple bezeichnet. Xiaomi hatte sich nicht selten bei Apple bedient, wenn es um Funktionen oder Design ging. Mittlerweile hat Xiaomi sich zwar weitgehend beim Hardwaredesign emanzipiert, auf der Softwareseite erinnern einige Aspekte aber immer noch an Apples iOS.

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Kantenhuber

„Krieg auf Leben und Tod“

Aha.
Vielleicht sollte man dem Herrn mal sagen, dass das auf seine Abnehmer in den westlichen Märkten eher wie ein Abturner wirkt.

Wie überhaupt dieses kriegerische Geschrei der Chinesen auf vielen Gebieten, mit einem radikalen Anspruch auf maximale Machtausweitung nicht gerade der wirtschaftlichen Entwicklung in der westlich geprägten Welt besonders gut ankommt. Oder eher so: es wird gefährlich, chinesische Produkte zu kaufen.

Wenn der Westen erst sich entschlossen hat, seine Fertigung, seine gesamte Lieferkette und auch die Abnehmermärkte umzustellen, weil es einfach zu gefährlich wird, weiter mit China Handel zu treiben, dann spätestens hat China und seine Produzenten ein lang anhaltendes Problem.

Und der Heimatmarkt wird das auch nur bedingt kompensieren, auch wenn chinesische Politiker nicht müde werden, das zu propagieren. Noch ist China in weiten Teilen ein von massiver wirtschaftlicher Ungleichheit betroffener Staat und man kann nicht erkennen, dass die chinesische Regierung das wirklich effektiv korrigieren kann oder will.

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Seppl

Solange Android im Bereich Multimedia Applikationen und Hardware Integration nur Standardkost liefert, liegt Apple Welten vorn.
Der Xiaomi CEO verkennt, dass er es, im Gegensatz zu Apple, nicht allein rocken kann.

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