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Yep: Ahrefs baut eine eigene Suchmaschine

SEO-Expert:innen kennen Ahrefs als Tool, um Backlinks zu prüfen. Nun bringt das Unternehmen eine eigene Suchmaschine namens Yep auf den Markt.

3 Min. Lesezeit

Dmytro Gerasymenko, Gründer und CEO von Ahrefs, hat das Projekt der Suchmaschine ins Rollen gebracht. (Foto: Ahrefs)

Ahrefs hat, so Haje Jan Kamps von Techchrunch, 60 Millionen US-Dollar in die Entwicklung einer eigenen Suchmaschine gesteckt. Diese heißt Yep und soll einen eigenen Suchindex erhalten – und damit unabhängig von Google sein. Zudem wurde mit eigenen Servern eine eigene Infrastruktur für die Suchmaschine eingerichtet, anstatt eine Cloud-Lösung zu nutzen. Auch die Finanzierung erfolgte ohne externe Hilfe, stattdessen wurden Einnahmen der Abonnements reinvestiert. Für das Kernprodukt, das SEO-Tool, wird seit zwölf Jahren mit dem hauseigenen Crawler Ahrefsbot das Web gecrawlt. Damit gab es bereits eine gute Basis für die Entwicklung von Yep. Die Suchmaschine sei aber noch nicht offiziell releast – das Ahrefs-Team arbeite noch an der Relevanz der Suchergebnisse.

Eine Suchmaschine für Creator:innen

90 Prozent der Werbeeinnahmen will die Suchmaschine dabei an Content-Creator:innen verteilen. Damit sollen beispielsweise Community-Projekte wie Wikipedia in der Lage sein, weniger auf Spenden angewiesen zu sein. Kleine Websites und Blogs sollen auf Werbung oder Merchandise verzichten können. Das wiederum erhöhe die Unabhängigkeit von Creator:innen. Gegenüber Techchrunch sagt Ahrefs-CEO Dmytro Gerasymenko, dass Creator:innen Suchergebnisse überhaupt erst möglich machen würden und daher einen Lohn dafür bekommen würden. Youtubes Modell der Gewinnbeteiligung habe die ganze Videobranche zum Blühen gebracht.

Screenshot einer yep-Suche

So sieht die Yep-Suche bisher aus. Noch gibt es keine Werbung, außerdem wird bisher auf andere Suchmaschinen hingewiesen. (Screenshot: Yep/t3n)

Keine Werbeprofile, kein Tracking

Datenschutz soll ebenfalls ein Fokus sein. Zwar würden Daten erhoben, allerdings keine, die auf Personen zurückzuführen sind. Beispielsweise soll erfasst werden, wie oft ein Begriff gesucht werde und welche Links die meisten Klicks erhalten und auf welcher Position sie sich befinden – eine klassische Werbe-ID oder ein Werbeprofil für Targeted Ads werde für User:innen nicht angelegt.

Ernsthafte Konkurrenz für Google?

Googles 90 Prozent Marktanteil wird Yep wahrscheinlich nicht gefährlich. Allerdings gibt es einige Suchmaschinen mit bestimmtem Fokus, die sich seit Jahren profitabel halten – darunter Datenschutz-Suchmaschinen wie Startpage oder die Klimaschutz-Suchmaschine Ecosia. Da der Ansatz, Creator:innen an den Gewinnen zu beteiligen, eine neue Nische besetzt, könnte sie zumindest unter Creator:innen selbst beliebt werden – es bleibt aber das genaue Verteilungssystem abzuwarten und wie viel bei den Content-Ersteller:innen am Ende wirklich ankommt.

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