Ratgeber

Zeichnen auf dem iPad: Die besten Apps fürs mobile Grafikdesign

Aus dem Hause Adobe stammt Illustrator Draw. (Foto. YouTube)

Seit Apple das iPad Pro mit Stylus vorstellte, ist das mobile Grafikdesign wieder angesagt. Doch welche Apps eignen sich am besten für das professionelle Zeichnen auf dem iPad? Ein Überblick.

2015 sorgte Apple noch einmal für eine Überraschung: Im Rahmen seiner jährlichen September-Keynote hatte der iKonzern ein größeres iPad vorgestellt, das exklusiv mit einem Stylus daherkommt. Damals ein Novum. Schließlich hatte sich Apple-Gründer Steve Jobs jahrelang gegen einen physischen Eingabestift ausgesprochen.

Inzwischen zeigt sich: Mit der Entscheidung für einen Eingabestift lag die Konzernriege um CEO Tim Cook goldrichtig. Für viele iPad-Käufer gehört der Pencil heute zur Grundausstattung, was auch Anbieter von mobiler Grafiksoftware zu spüren bekommen: Laut einem Bericht der dpa dominieren vor allem Foto- und Zeichenapps die Downloadcharts im App-Store. Doch welche Zeichen-Apps sind für Einsteiger und Profis auf dem iPad empfehlenswert? Die Übersicht bietet erste Orientierung.

Zeichnen auf dem iPad – mit diesen Apps klappt’s

Pigment

(Screenshot: t3n)

(Screenshot: t3n)

Ein Malbuch für Erwachsene: So lässt sich die iPad-App von Pigment am besten beschreiben. Nutzer finden in der App mehr als 1.000 vorgefertigte Illustrationen, die per Hand oder Pencils coloriert werden können. So kommen auch Anfänger ohne Zeichenkenntnisse schnell zu sehenswerten Ergebnissen. Je nachdem, wie viel Druck mit dem Pencil ausgeübt wird, werden zum Beispiel auch die Farben unterschiedlich tief dargestellt. In der Grundversion kostenlos, müssen Nutzer für die Pro-Version je nach gewünschtem Funktionsumfang zwischen 2,99 Euro oder 39,99 Euro berappen.

Pigment
Preis: Kostenlos+

Astropad

Von zwei ehemaligen Apple-Entwicklern stammt die Zeichen-App AstroPad. (Foto: AstroPad)

Von zwei ehemaligen Apple-Entwicklern stammt die Zeichen-App Astropad. (Foto: Astropad)

Von zwei ehemaligen Apple-Mitarbeitern wurde die Zeichner-Suite Astropad entwickelt. Eine eigens entwickelte Technologie namens Liquid sorgt der Webseite zufolge dafür, dass die Latenzzeit bei der Übertragung von Daten mit 16 Millisekunden vergleichsweise gering ausfällt. Die Bearbeitung von Zeichnungen in der App erfolgt mit 60 Bildern in der Sekunde und auch eine automatische Farbkorrektur steht Nutzern von Astropad zur Verfügung. Unterstützt werden alle drucksensitiven und speziell für das iPad konzipierten Stylus-Modelle. Bislang zum Beispiel von Adonit, Wacom sowie die Pencils von Fiftythree und Apple.

Neben einer auf Standardfunktionen reduzierten Einsteiger-Variante (einmalig 29,99 Dollar) bietet Astropad auch eine Profi-Studiolösung (79,99 Dollar pro Jahr) an.

Astropad Standard
Preis: 32,99 €
Astropad Studio
Preis: Kostenlos+

Paper

Paper von FiftyThree ist das Urgestein unter den Zeichen-Apps fürs iPad. (Bild: FiftyThree)

Paper von Fiftythree ist das Urgestein unter den Zeichen-Apps fürs iPad. (Bild: FiftyThree)

Die Paper-App von Wetransfer (ehemals Fiftythree) ist mit ihren sieben Jahren ein Urgestein auf dem iPad. Bekannt ist die App neben ihrem großen Funktionsumfang vor allem für den hauseigenen und kapazitiven Stylus „Pencil“, der allerdings nicht mehr erhältlich ist. Das schmälert den Funktionsumfang der App jedoch nicht, schließlich wird der Apple Pencil unterstützt. In der kostenlosen Version der Paper-App können Nutzer auf sechs Grundwerkzeuge zum Zeichnen oder Annotieren zurückgreifen. Wer sich hingegen für die Pro-Version entscheidet (zwölf Dollar jährlich) bekommt Zusatzfunktionen wie etwa Diagramme, Collagen und eine Cut-and-Fill-Option.

Paper
Preis: Kostenlos+

Adobe Illustrator Draw

Aus dem Hause Adobe stammt Illustrator Draw. (Foto. YouTube)

Aus dem Hause Adobe stammt Illustrator Draw. (Foto. YouTube)

Auch Adobe bietet eine speziell für das iPad konzipierte Zeichen-App an. Diese hört auf den Namen Adobe Illustrator Draw und erlaubt vektorbasierte Freihandzeichnungen. Die App ist eng mit dem Ökosystem des Photoshop-Konzerns verzahnt und versteht sich deshalb ausgesprochen gut mit Diensten wie beispielsweise Creative-Cloud-Libraries oder Adobe Shape CC.

Adobe Illustrator Draw unterstützt die hauseigene Zeichen-Hardware Adobe Slide und Adobe Ink, kann aber auch mit dem Adonit Jot Touch umgehen. Zwar ist die App im Download kostenlos, allerdings ist die vollwertige Nutzung von Draw an eine kostenpflichtige Creative-Cloud-Mitgliedschaft gekoppelt.

Adobe Illustrator Draw
Preis: Kostenlos+

Autodesk Sketchbook

Sketchbook von Autodesk richtet sich an Profis. (Bild: Autodesk)

Aus dem Hause Autodesk stammt die beliebte Zeichen-App Sketchbook. Die Anwendung bietet Zugriff auf ein Toolset von circa 100 voreingestellten Blei-, Markier- und anderen Stiften und Pinseln, die ein „natürliches Zeichenerlebnis“ auf dem iPad ermöglichen sollen. Herzstück von Sketchbook ist die sogenannte Mal-Engine, die besonders flüssige Stiftbewegungen ermöglichen soll. Außerdem bietet die App einen Zoom in angefertigte Zeichnungen von bis zu 2.500 Prozent.

Auf dem iPad 4, iPad mini 2 und 3 sowie iPad Air und Pro unterstützt Autodesk Sketchbook unter anderem folgende Stylus-Modelle: Ten One Design Pogo, Wacom Creative Stylus 2, Adonit Jot Touch und Hex3 Jaja sowie Apple Pencil (nur auf iPad Pro). Ein großer Pluspunkt: Die App ist seit 2018 komplett kostenlos, auch in der Vollversion.

Autodesk SketchBook
Preis: Kostenlos
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4 Kommentare
Siri@Phone
Siri@Phone

Die Geräte fingen als kleine iPhone1-Handies an und wurden immer größer. Jetzt sind die BigPads ein Ersatz für hundert-tausende Rechner in Versicherungen, Banken, Behörden, Firmen, Verwaltungen,… d.h. man macht auch normalen Bürokrams damit oder geht seiner Arbeit nach.

Dazu zählen dann Spezial-Anwendungen wie Stifte, aber evtl auch Discotheken (früher MIDI)-Ansteuerung oder Ton-Studios oder Lichtanlagen für Events oder halt bald auch Tastaturen und vermutlich Mäuse oder Touchpads und natürlich Kreditkarten-, QR- und Barcode-Scanner z.b. für POS oder Laden-Kassen und natürlich Waren-Eingang, Paket-Erfassung usw.. in der Versandabteilung.
Je mehr die Geräte die klassischen Wintel-Anwendungen ablösen, desdo mehr herrscht Nachfrage nach den klassischen bzw. etablierten (Barcode-Scanner) Eingabemethoden.

Besser wären natürlich Siri@Phone wo der Callcenter-Mitarbeiter die Worte sieht und gleich die Kunden gelistet kriegt und drauf-touchen kann. Oder man sagt seine Zimmernummer oder Namen und im Hotell-BigPad erscheint dank Siri oder Cortana(seit neuestem auch für Android verfügbar) die Worte zum drauftouchen und Checkout oder was der Gast halt will… Aktuell braucht man aber die Tastaturen noch weil die extrem viel schneller sind.

Wer so tut als ob alternative Eingabemethoden etwas exotisches wären, surfed, netflixt und twittert damit vermutlich statt es im produktiven Arbeits-Prozess einzubinden. BigPads sind nicht für die Handtasche oder oft auch nicht für den Rucksack sondern meist statisch in Firmen befestigt.

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Minga83
Minga83

Ich nutze selbst einige der oben genannten Zeichen Apps und kann mir das Zeichnen auf Papier schon fast nicht mehr vorstellen, so gut klappt es mit den Apps auf dem iPad. Ein bzw. mehrere guter Eingabestifte sind allerdings wichtig http://www.ipadzapp.de/welcher-ipad-stift-zum-zeichnen/ zu den Apps. Bin mal gespannt wie das dann mit dem iPad Pro und seinem Eingabestift wird…

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Joolean.io

Als Designer habe mit Tayasui die beste Erfahrung gemacht, allerdings ist es ziemlich schwierig, auf einem iPhone mit Fingern präzise Illustrationen anzufertigen, mit einem Eingabestift und auf einem iPad klappt das schon wesentlich besser – auch wenn das noch kein Ersatz für ein am Mac und PS angeschlossenes Wacom ist.
_
Ich habe selber in den letzten Monaten eine Illustrations-app programmiert, die einen während des Zeichnens unterstützt und das Illustrieren erleichtert – wer interessiert ist, kann sich diese unter http://Myvinchy.com ansehen und herunterladen – ich freue mich über jeden Download. Viel Spaß und Erfolg beim Zeichnen! ✍️

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JanSoy
JanSoy

Mein haupt-Tipp für die, die auf dem iPad zeichnen: PaperLike! Eine Schutzfolie, die papier simmuliert, und dabei das ganze Erlebnis durch bessere Kontrolle berbessert!

http://www.getpaperlike.com

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