Kanban

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Kanban (japanisch für „Signalkarte”) ist eine agile Methode, die im Rahmen der Produktionsprozesssteuerung bereits in den 1950er Jahren von Toyota entwickelt wurde. Seit 2007 findet die Methode auch in der IT-Branche Anklang.

So funktioniert ein Kanban-Board

Konkret muss zuerst der bestehende Workflow mitsamt vorhandenen Problemen in Form von Karten auf einem Kanban-Board in Spalten visualisiert werden. Das Board kann ein Whiteboard, Plakat oder auch ein Online-Tool sein. Ein klassisches Kanban-Board besteht aus drei Spalten:

  • To Do: Linke Spalte mit Aufgaben, die noch nicht begonnen wurden.
  • In Progress: Alle begonnen Aufgaben wandern in die mittlere Spalte.
  • Done: Hierhin werden alle erledigten Aufgaben verschoben.

Diese drei Spalten können beliebig erweitert werden, zum Beispiel um Spalten wie „Pending“ für Aufgaben, die noch nicht erledigt sind, aber noch von einer anderen Abteilung bearbeitet werden müssen. Weiterhin kann die Anzahl der sich in den Spalten befindenden Aufgaben limitiert werden, sodass ein Pull-System entsteht – Mitarbeiter müssen sich aktiv aus dem Ideenpool oder der To-Do-Spalte neue Aufgaben ziehen. Stauen sich die Aufgaben an einer Stelle, so muss dort der Workflow optimiert und Ressourcen gegebenenfalls umgeschichtet werden. 

Was ist der Unterschied zu Scrum?

Die Scrum-Methode stammt ursprünglich aus der Softwareentwicklung und weist Ähnlichkeiten zur Kanban-Methode auf. Ein Unterschied ist aber, dass es bei Scrum verschiedene Rollen gibt. Pro Entwicklerteam soll es einen Scrum-Master geben, der dann den Fachmann für den Entwicklungsprozess darstellt und dafür sorgt, dass dieser nicht zerbricht. Bei Kanban soll das Team möglichst ohne Projektleiter auskommen. Der Scrum-Master ist zudem die Schnittstelle zu den Product-Ownern. Ein weiterer Unterschied sind die Sprintphasen, die es bei Scrum gibt und während denen das Board im Gegensatz zu Kanban nicht weiter gepflegt werden darf. Ein Scrum-Board wird nach jedem Sprint gelöscht und neu aufgesetzt. Eine Priorisierung der Aufgaben ist bei Kanban eher optional, bei Scrum allerdings vorgeschrieben. Außerdem können Aufgaben eines Kanban-Boards von mehreren Teams und/oder Einzelpersonen gleichzeitig genutzt werden, während ein Scrum-Board lediglich von einem Team genutzt werden darf. In der Scrum-Methode sind crossfunktionale Teams vorgeschrieben, bei Kanban hingegen sind sie optional und Experten-Teams sind erlaubt.

Auf t3n.de findest du immer die aktuellsten News, Tipps und Tricks in der Umsetzung agiler Methoden und zum Arbeiten mit Kanban.