Profiling

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In der strategischen Marketingplanung werden Konsumentenprofile, also homogene Teilgruppen einer Zielgruppe, genutzt, um die Kundenansprache effizienter zu gestalten und die Streuverluste zu reduzieren. Es wird ein Gesamtbild einer Persönlichkeit geschaffen, was der der Identifikation, Überwachung und zur Verhaltensvorhersage dient. Für die individuelle Ansprache werden kaufrelevante und personenbezogene Informationen, sowie Bedürfnisse und Motive der Nutzer erhoben und später zum genauen Targeting genutzt. 

Wie entsteht Profiling?

Durch die Digitalisierung werden auch Kauf- und Entscheidungsprozess ins Internet verlagert. Dies erleichtert es für Marketer, das Nutzungsverhalten von Konsumenten genau nachvollziehen zu können, somit können Marketingaktivitäten an die genaue Phase im Kaufprozess ausgesteuert werden. Eine individuelle Ansprache erhöht also die Performance durch die zielgerichtete Platzierung von Cross- und Up-Selling-Angeboten. Es lassen sich unter anderem diese kaufrelevanten Informationen erheben und später für eine individuelle Ansprache nutzen:

  • Demografische Informationen wie Name, Geschlecht, Alter, Geburtstag oder Adresse
  • Konsumverhalten, also Art und Häufigkeit der Einkäufe, Höhe und Inhalt der Warenkörbe, Länge der Kundenbeziehung, sowie Kaufabbrüche
  • Soziale Kontakte
  • Politische Einstellungen
  • Geografische und finanzielle Lage
  • Surf- und Klickverhalten, also die angeklickten Themen im Zeitverlauf, die Häufigkeit der Klicks, Reaktionsdaten, die Verweildauer auf verschiedenen Seiten und das Leseverhalten
  • Technische Informationen wie der verwendete Browser, die Browsersprache und -einstellungen oder die Art der verwendeten Endgeräte

Werden diese Informationen richtig genutzt, so kann aus einer herkömmlichen One-to-Many-Kommunikation eine individuelle One-to-One-Kommunikation werden und Inhalte einer Website oder eines Newsletters können gezielt an das Interessenprofil des Nutzers angepasst werden.

Profiling und Datenschutz

Spätestens seit dem Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018, wurde das Thema Datenschutz auch im Online-Marketing verschärft. Es ist nach wie vor völlig legal, anonymisierte Nutzungsdaten zur Messung der allgemeinen Performance zu erheben. Problematisch wird es erst bei der Nutzung personenbezogener Daten, denn hier muss der Nutzer vorher im Rahmen einer Datennutzungserklärung explizit zugestimmt haben. Eine solche rechtssichere Einwilligung muss bewusst und eindeutig erfolgen, der Nutzer muss sich im Klaren darüber sein, dass seine personenbezogenen Daten im Rahmen des Profiling erhoben und verwendet werden.

Auf dieser Seite findet ihr immer die aktuellsten News, Trends und Entwicklungen im Bereich Marketing und zu Profiling.