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30-Milliarden-Offerte: Betreiber der New Yorker Börse bietet für Ebay

Intercontinental Exchange, Betreiber der New Yorker Börse, soll an einer Übernahme von Ebay interessiert sein. Der Konzern habe ein Angebot im Wert von 30 Milliarden US-Dollar abgegeben, so das WSJ.

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Ebay im Visier des New Yorker Börsenbetreibers ICE. (Bild: Ebay)

Erst im November hatte sich der E-Commerce-Pionier Ebay auf Druck von Großaktionären von seiner Ticketplattform Stubhub getrennt. Der Verkauf an Viagogo brachte immerhin gut vier Milliarden Dollar ein. Jetzt steht Ebay selbst vor einem Verkauf. Der Betreiber der New Yorker Börse, Intercontinental Exchange (ICE), hat einen Bericht des Wall Street Journals (WSJ) bestätigt, wonach der Konzern eine Übernahme von Ebay anpeilt. Ein entsprechendes Gebot soll einen Wert von 30 Milliarden Dollar haben.

ICE: Aufpreis für Ebay-Offerte

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Damit würde ICE einen deutlichen Aufpreis zahlen, belief sich doch die Marktkapitalisierung von Ebay zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des WSJ-Berichts auf gut 28 Milliarden Dollar. Während die Ebay-Aktie nach Bekanntwerden des Kaufinteresses seitens ICE am Dienstag um neun Prozent nach oben sprang, gaben die ICE-Papiere um 7,5 Prozent nach. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Anteilseigner nicht sonderlich begeistert von dem Deal wären – zumindest nicht vom Kaufpreis.

Denn Ebay ist in den vergangenen Jahren ins Straucheln geraten. Vor allem die Konkurrenz von Amazon macht dem Online-Marktplatz zu schaffen. Für das abgelaufene Schlussquartal 2019 musste Ebay zuletzt Gewinnrückgänge melden. Auch der Ausblick auf das laufende erste Quartal 2020 fiel schwächer aus als von Marktbeobachtern erwartet. Dazu kommt, dass Ebay seit September ohne echten CEO dasteht und Großaktionäre wie die Hedgefonds-Betreiber Elliott Management und Starboard Value den Konzern unter Druck setzen.

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Ebay Kleinanzeigen vor dem Verkauf?

Sie fordern, dass Ebay sich nach Stubhub von weiteren Konzernteilen wie dem Kleinanzeigen-Geschäft trennt und sich ganz auf seinen Marktplatz konzentriert. An letzterem ist auch ICE am meisten interessiert, wenn man den vom WSJ zitierten Firmeninsidern glauben darf. Demnach erwägt auch ICE einen Verkauf von Ebay Kleinanzeigen, was rund zehn Milliarden Dollar einbringen könnte.

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Dass ICE, das sich bisher vor allem mit dem Management von Börsen und Finanzangeboten beschäftigt, an Ebay interessiert ist, ist mindestens ungewöhnlich. Möglich, dass der Regulierungsdruck eine weitere Expansion in den Börsensektor erschwert. In der Kryptobranche wird zudem vermutet, dass die 183 Millionen Ebay-Nutzer auch eine gute Zielgruppe für die von ICE entwickelten Kryptowährungsdienste wären. ICE soll an einer App arbeiten, die das Bezahlen mit Bitcoin und Co. enorm erleichtern soll. Ob ein solcher Deal überhaupt über die Bühne gehen wird, ist bisher fraglich. Offizielle Verhandlungen gibt es laut WSJ noch nicht.

Ebenfalls interessant: Ebay: Diese Neuerung bereitet Händlern in den USA Kopfzerbrechen

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Kleinanzeigen

Ebay ist in den vergangenen Jahren ziemlich ins Straucheln geraten. Sie schreiben „Vor allem die Konkurrenz von Amazon macht dem Online-Marktplatz zu schaffen.“ – Was ist mit dem Facebook Marketplace? Steckt da nicht noch mehr Power bzw. Konkurrenz dahinter? Ich hatte gespräche mit verschiedenen Kleinanzeigen-Portalen und die meisten fürchten sich am meisten vor Zuckerberg.

Roman Borer

Das Facebook Marketplace immer beliebter wird (Weltweit) sehe es genauso.
Ebay hat den Nachteil , das die Kommunikation nicht über den beliebten Facebookmsg läuft.

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