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Airtags: Alles, was wir über Apples Tracking-Gadget zu wissen glauben

Apple arbeitet an einer neuen Produktkategorie, die schon seit Monaten erwartet wird: die Airtags. Was sind Airtags und was soll man damit anfangen? Wir erklären.

Lesezeit: 3 Min.

So sollen die Apple Airtags aussehen. (Mockup: Macrumors)

Gerüchte und Hinweise über Apples Airtags, die unter dem Codenamen „B389“ entwickelt werden, kursieren schon mindestens seit August 2019. Vermutlich versehentlich offiziell bestätigt hat Apple seine Airtags im April 2020 durch ein Support-Video, das jedoch rasch wieder offline genommen wurde. Mittlerweile ist schon viel über das kleine Gadget mit Ortungsfunktion bekannt.

Apple Airtags sollen bei der Suche nach Alltagsgegenständen helfen

Apple will uns künftig nicht nur dabei helfen, unsere iPhones, iPads, Watches und Macbooks wiederzufinden, sondern auch andere Nicht-Apple-Produkte wie Taschen, Geldbörsen und mehr. Hierfür hat der  Konzern ein Tracking-Produkt in der Mache, das nicht größer als ein Zwei-Euro-Stück sein wird.

Apples Tracking Airtags. (Bild: Macrumors)

Erste Hinweise zu Apples Tracking-Gadgets Airtags sind 2019 in den Assets von iOS 13 entdeckt worden. (Bild: Macrumors)

Mit den Airtags könnte Apple dem alteingesessenen Hersteller Tile gehörig Konkurrenz machen. Über die kleinen viereckigen Tile-Pucks ist es mittels Bluetooth möglich, sie und das damit verbundene Objekt per korrespondierender App zu orten. Apples runde Airtags sollen – so munkelt man – präziser als die Tile-Produkte funktionieren.

Die präzisere Lokalisierung erfolge letzten Informationen zufolge per U1-Ultrabreitband-Chip. Diesen Chip hatte Apple 2019 mit seinen iPhone-11-Modellen angekündigt, er ist auch in der iPhone-12-Reihe zu finden. Dank des Chips sei nicht nur der ungefähre Ort des verlorenen Gegenstands feststellbar, sondern die genaue Position – selbst hinter dem Schrank oder in der Sofaritze.

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So sollen die Apple Airtags aussehen. (Bild: John Prosser)

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Airtags: Apples „Wo-ist“-App als Anlaufstelle

Die Airtags sollen mit der Wo-ist-App lokalisiert werden können. (Screenshot: Apple/t3n)

Zentrale Anlaufstelle zur Ortung der Airtags wird wohl die im letzten Jahr angekündigte „Wo ist“-App sein. Sie ist schon jetzt dazu in der Lage, iPhones, iPads, iPod Touch, Apple Watch, Macs und Airpods zu lokalisieren. Seit April 2021 lassen sich auch Produkte von Drittanbietern per Wo-ist?-Suche orten. Für eine bessere räumliche Ortung könnte sich Apple auch Augmented-Reality zunutze machen und den Airtag auf eurem iPhone-Display per Kamera im Raum anzeigen. Mithilfe von 3D-Ballons auf dem Display sollt ihr in die richtige Richtung geleitet werden.

Schon in den Assets von iOS 13 konnten weitere Features aufgespürt werden, die mit recht hoher Wahrscheinlichkeit Teil des finalen Produkts werden: Wie die Airpods können die Tags dazu gebracht werden, einen Signalton abzugeben, um einfacher gefunden zu werden. Mit der iCloud werden sie mittels Annäherungssensor gekoppelt: Ihr müsst den Tag also lediglich in die Nähe eures iPhones bringen, ähnlich wie bei den Airpods.

Ferner können Besitzer alarmiert werden, wenn sie sich zu weit von einem mit Airtags bestückten Objekt entfernen, damit sie es nicht vergessen. Diese Funktion könne an „sicheren“ Orten wie zu Hause oder dem Büro deaktiviert werden, heißt es. Nutzer sollen einen Airtag zudem in einen „Verloren-Modus“ versetzen können. Damit soll die Person, die das abhanden gekommene Objekt in Besitz genommen hat, eine Benachrichtigung erhalten, um es dem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Voraussetzung ist, dass die Person ebenfalls ein iPhone besitzt und das verlorene Objekt auch zurückgeben will, berichtet 9to5 Mac.

Airtags: Apple-Patente zeigen weitere mögliche Einsatzzwecke

Abgesehen von der Lokalisierung verlorener Objekte hat Apple womöglich weitere Pläne für seine Tracking-Platten, wie aus Patentskizzen hervorgeht, die Patently-Apple aufgetan hat.

Apple könnte Zubehör wie Schlüsselanhänger für seine Airtags in petto haben. (Skizze: Patently-Apple, USPTO)

Laut Apples Patenten könnten die Tags etwa dazu genutzt werden, Aktionen auf anderen Geräten auszulösen, sofern sie sich in der Nähe des Tags oder in einer bestimmten Position zu ihm befinden. Als Beispiel beschreibt das Patent einen Airtag, der in einer Lobby eines Gebäudes positioniert wird: Wenn eine Personen die Lobby betritt, soll der Airtag erkennen, dass sich das Smartphone innerhalb eines bestimmten Abstands zu ihm befinde. Auf dem Smartphone werde dann automatisch eine Karte des Gebäudes angezeigt.

Die Patente beschreiben weiter, dass die Airtags in verschiedenen Modi genutzt werden können: Im „normalen Betriebsmodus“ könne der Tag Strom sparen und kurzzeitig mit einem oder mehreren anderen Geräten kommunizieren, um den Standort zu bestätigen und Informationen über den Zustand oder den Standort des Tags zu übermitteln. Auf diesem Wege könnten sich die Airtags mit anderen Geräten regelmäßig austauschen. Außerdem soll ein „Verloren Modus“ als Reaktion auf einen unerwarteten Kommunikationsverlust zwischen Tag und einem oder mehreren anderen Geräten erfolgen. Diese Funktion könne es dem Airtag ermöglichen, eine verschlüsselte Übertragung privat durch die Geräte Dritter zu leiten, um Informationen an das Gerät des Besitzers zu senden.

Laut Apples Patentskizze können die Airtags am Körper angebracht werden, um einen Avatar zu steuern. (Skizze: Patently-Apple, USPTO)

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Apples Patentskizzen zeigen außerdem, wie Tags am Körper eines Benutzers positioniert werden könnten, um die Körperhaltung zu überwachen, die Bewegungen des kompletten Körpers zu verfolgen, um ein Spiel oder einen Avatar zu steuern oder die Körperbewegungen beim Training zu beobachten.

Die Patente beschreiben erst einmal nur Ideen, wie Apple seine Airtags noch einsetzen könnte. Wann oder ob diese Szenarien jemals Realität werden, bleibt abzuwarten. Es zeigt allerdings, dass die Airtags mehr sein können als Tracking-Chips für verlorene Objekte.

Mehr zum Thema: Apple-Event wohl im April: Das könnte vorgestellt werden

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