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Aktie 10 Prozent im Minus: Trading-App Robinhood enttäuscht bei Börsendebüt

Statt einem deutlichen Plus verbuchte die Aktie der Trading-App Robinhood beim Börsendebüt ein Minus von bis zu zehn Prozent. An der Börse rechnet man mit einem hohen Volatilitätsrisiko.

2 Min. Lesezeit
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Robinhood-CEO Vlad Tenev beim IPO an der Nasdaq. (Screenshot: Youtube/Robinhood, t3n)

Mit einer Bewertung von 35 Milliarden US-Dollar wollte Robinhood an der Tech-Börse Nasdaq reüssieren. Die Börsianer:innen waren dann aber nicht ganz so begeistert wie erhofft. Im Vorfeld war eine Preisspanne zwischen 38 und 42 Dollar angepeilt worden, letztlich ging es mit 38 Dollar aufs Börsenparkett. Damit startete Robinhood mit einer Gesamtbewertung von 32 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Im Herbst 2020, bei der letzten Finanzierungsrunde, waren es noch 11,7 Milliarden Dollar.

Robinhood-Aktie am ersten Handelstag unter Druck

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Im Laufe des ersten Börsentages ging es mit der Aktie derweil noch um zwischenzeitlich zehn Prozent auf unter 34 Dollar bergab. Kurz vor Börsenschluss am Donnerstagnachmittag New Yorker Zeit bewegt sich das Papier knapp unter der 35-Dollar-Marke. Das ist insofern erstaunlich, als dass in den vergangenen Monaten Aktien an ihrem ersten Handelstag meist kräftig zulegten, wie das Handelsblatt schreibt. Was also war passiert?

Eine mögliche Erklärung für den enttäuschenden Börsenstart liegt in der erwarteten hohen Volatilität der neuen Aktie – etwas, das Investor:innen nicht gefällt. Robinhood hat einen vergleichsweise hohen Anteil der Aktien an Kleinanleger:innen ausgegeben. Möglich, dass diese schnell Kasse machen wollen. Ein weiterer Dämpfer könnte einer erneuten Untersuchung der Finanzaufsicht Finra geschuldet sein, die Robinhood erst am Dienstag bekannt gegeben hat.

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Analyst: Robinhood „heißestes Eisen an der Börse“

Ende Juni hatte Robinhood der Finra im Rahmen eines Vergleichs 70 Millionen Dollar zahlen müssen – die höchste Zahlung der Geschichte der Behörde. Außerdem sind noch verschiedene weitere Untersuchungen wegen möglicher Verstöße anhängig. Kein Wunder also, dass etwa Analyst Konstantin Oldenburger vom Online-Broker CMC Markets Robinhood gegenüber dem Handelsblatt als „wohl eines der heißesten Eisen an der Börse“ bezeichnete, „an dem sich Anleger die Finger verbrennen könnten“.

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Robinhood darf sich trotz möglicher Enttäuschung über rund 2,1 Milliarden Dollar freuen, die der Börsengang der Trading-App in die Kassen spülte. Damit soll unter anderem die geplante internationale Expansion finanziert werden. Darüber hinaus, so Robinhood-CEO Vlad Tenev gegenüber CNBC, wolle das Unternehmen sich künftig weniger abhängig von Handelsumsätzen machen. Robinhood solle vielmehr zu einer App werden, bei der es sich um alle Aspekte des Geldes drehe, nicht nur ums Investieren.

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