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Jeff Bezos will Tausende Satelliten ins All schicken – so reagiert Elon Musk

Amazon-Chef Jeff Bezos. (Foto: dpa)

Gibt es Satelliten-Internet bald auch von Amazon? Ein entsprechender Antrag bei der Internationalen Fernmeldeunion spricht dafür. Ein Seitenhieb kommt ausgerechnet von Elon Musk.

Es sieht ganz so aus, als schicke Amazon bald nicht nur Pakete um den Globus. Wie das Tech-Portal Geekwire zuerst berichtete, will der weltweit größte Versandhändler offenbar Tausende Satelliten ins All entsenden, um Menschen weltweit mit Internet zu versorgen. Der Medienbericht beruft sich auf einen entsprechenden Antrag, den Amazon bei der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) eingereicht hat. Die Organisation regelt und überwacht den Betrieb von Telekommunikationssatelliten.

Amazon-Internet für fast alle Erdlinge

Aus den Papieren gehen erstaunlich viele Details zur geplanten Satellitenflotte hervor: So will Amazon nicht weniger als 3.236 Satelliten in unterschiedlicher Höhe um die Erde kreisen lassen. 784 Satelliten auf 590 Kilometern Höhe, 1.269 Exemplare bei 609 Kilometern und weitere 1.156 Raumsonden auf 629 Kilometern Entfernung zur Erde. Nach eigenen Angaben deckt der Versandhändler so 95 Prozent der Weltbevölkerung ab. Amazon-intern wird das Vorhaben unter dem Arbeitstitel Project Kuiper geführt – eine Anspielung auf den amerikanischen Astronomen Gerard Peter Kuiper, der auch Namensgeber für den Gesteinsgürtel am Rande des Sonnensystems ist.

Unklar sind hingegen noch der Starttermin und technische Ablauf des Projekts. Um Satelliten ins All schicken zu können, benötigt Amazon noch eine Genehmigung der US-Behörde Federal Communications Commission. Ihr gegenüber muss der Konzern glaubhaft erklären, wie die Satelliten sicher entsorgt und Weltraumschrott vermieden werden soll. Fraglich ist außerdem, ob Amazon die Satelliten selbst baut oder lediglich von anderen Herstellern lizenziert. Immerhin: Mit Blue Origin hat Amazon-Chef Jeff Bezos eine eigene Raumfahrtfirma in der Hinterhand.

Elon Musk reagiert mit Tweet

Mit dem Vorhaben, weltweiten Internetzugang per Satellit zu gewähren, ist Amazon vergleichsweise spät dran. Seit Jahren arbeitet zum Beispiel das US-Unternehmen Oneweb in Kooperation mit Airbus am Aufbau einer entsprechenden Flotte. Das kanadische Unternehmen Telesat will mit seinem Projekt Telesat-Leo ab 2022 weltweiten Service anbieten, ebenfalls mithilfe von Airbus.

Im Februar kündigte auch Elon Musk ein ähnliches Vorhaben an. Der SpaceX-Chef und mithin größte Rivale von Jeff Bezos will mit Starlink ab 2023 sogar 12.000 Internet-Satelliten im All installieren. Als Reaktion auf den Bericht zu den Amazon-Plänen reagierte Musk lakonisch auf Twitter: „Copycat“ schrieb er an Bezos gerichtet.

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