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Android-Updates: Nokia liefert am schnellsten und zuverlässigsten

Nokia 9 Pureview. (Bild: HMD Global)

Welcher Hersteller liefert am schnellsten und zuverlässigsten Android-Updates für seine Geräte aus? Der Untersuchung von Counterpoint Research zufolge sind das weder Samsung noch Huawei, sondern der Nokia-Smartphone-Hersteller HMD Global.

Die Marktforscher von Counterpoint Research sind der Frage nachgegangen, welcher Smartphone-Hersteller am zuverlässigsten Betriebssystem- und Sicherheitsupdates für seine Geräte verteilt. Das Resultat sieht recht deutlich aus: Der Sieger ist keiner der ganz großen Player, sondern ein Startup aus Finnland – HMD Global mit seinen Nokia-Geräten.

Nokia-Smartphones machen bei Android-Updates die beste Figur

Wie Counterpoint feststellen konnte, laufen fast 96 Prozent aller Nokia-Smartphones, die seit dem dritten Quartal 2018 in den Handel gelangt sind, schon auf Android 9 Pie respektive wurden mit dem Pie-Update versehen. Damit sei HMD Global die Marke mit der schnellsten Pie-Verteilung auf dem Markt. Vergessen in der Übersicht hat Counterpoint indes Google selbst, die ihre Geräte als erstes jeweils mit der aktuellen OS-Version versehen.

Laut der Analyse von Counterpoint erhalten Nokia-Smartphones am schnellsten und zuverlässigsten Android-Updates. (Grafik: Counterpoint)

Laut der Analyse von Counterpoint erhalten Nokia-Smartphones am schnellsten und zuverlässigsten Android-Updates. (Grafik: Counterpoint)

Google gehört jedoch nicht zu den Top-Ten-Herstellern hinsichtlich des Absatzes, weshalb das Unternehmen in der Übersicht von Counterpoint nicht explizit erwähnt wird.

Dass HMD Global mit der Verteilung so schnell ist und selbst seine günstigsten Smartphone-Modelle schnell mit aktueller Software versehen kann, liegt an der engen Partnerschaft mit Google. HMD Global setzt als Betriebssystem auf Googles Android-One-Plattform, bei der ein pures Android ohne Anpassungen der Nutzer-Oberfläche zum Einsatz kommt. Das bedeutet, HMD Global muss kaum etwas an der Google-Software ändern und spart somit Entwickler-Ressourcen und Zeit. Andere Mitbewerber passen die Nutzeroberfläche für ihre Smartphones oftmals umfassend an, weshalb sie nicht selten erst Monate nach dem offiziellen Release seitens Google ihre Updates verteilen.

Die weiteren Plätze belegen Samsung mit 89 Prozent und Xiaomi, die fortan auch in Deutschland agieren, mit einer Quote von 84 Prozent. Besonders Xiaomi sei gut darin, auch die Modelle im mittleren Preissegment mit der neuesten Android-Version zu versorgen, erklärt Counterpoint. Mit immerhin 82 Prozent liegt Huawei auf dem vierten Platz des Rankings.

Smartphone-Updates sind wichtig in jeder Preisklasse

Nokia 8.1. (Foto: t3n.de)

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Laut Counterpoint-Analyst Abhilash Kumar erhalten hochpreisige Geräte oft zuerst Updates, jedoch sei die neueste Softwareversion genauso wichtig für mittel- und niedrigpreisige Smartphones. Mit neuer Software ziehen schließlich nicht nur neue Funktionen in Geräte ein, sondern es werden auch Sicherheitslücken gestopft – ohne entsprechende Aktualisierungen sind Smartphones tendenziell unsicher, falls kriminelle Hacker die Lücken ausnutzen.

Counterpoint hat deshalb auch untersucht, welche Hersteller Updates über verschiedene Preisstufen hinweg ausliefern. Auch hier sticht Nokia-Hersteller HMD Global erneut aus der Masse hervor, da sie ihr gesamtes Portfolio verhältnismäßig schnell aktualisieren. Auch Xiaomi und Lenovo machen den Analysten zufolge in diesem Bereich eine ähnlich gute Figur. Wenig überzeugen konnten indes Marken wie Alcatel und Tecno.

Android Updates – Nokia punktet auch mit einer schnellen Verteilung über das Portfolio hinweg. (Grafik: Counterpoint)

Android-Updates – Nokia punktet auch mit einer schnellen Verteilung über das Portfolio hinweg. (Grafik: Counterpoint)

Dass HMD Global einen großen Wert auf zeitnahe Aktualisierungen legt, hat nicht nur mit dem „Recht auf Updates“ zu tun, das 2017 ein ranghoher HMD-Global-Manager gegeben hat. Das Unternehmen legt mit seinen Geräten einen großen Fokus auf Enterprise-Kunden – es bietet eigenen Angaben zufolge mit 14 Geräten (Stand: Mai, mittlerweile über 20) die meisten Geräte in Googles „Android-Enterprise-Recommended“-Programm. Mit dem Programm will Google Unternehmen mehr Durchblick im Android-Smartphone-Dschungel verschaffen. Um Teil des Programm zu werden, müssen Smartphones bestimmte Anforderungen erfüllen. Unter anderem gehören regelmäßige (Sicherheits-)Updates dazu.

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