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Analyse

Apple: Das musst du über die Alternativen zum App-Store wissen

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Apple-Nutzer:innen Apps auch aus alternativen App-Stores herunterladen können. Wir erklären euch, was ihr darüber wissen müsst.

3 Min.
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Apple muss sich öffnen – und neben dem eigenen auch andere App-Stores zulassen. (Foto: Big Tuna Online / Shutterstock)

Die Hinweise mehren sich, dass Apple noch in der ersten Jahreshälfte 2024 – vielleicht sogar schon im März – das sogenannte Sideloading umsetzen wird. Nutzer:innen können Apps dann auch aus alternativen App-Stores herunterladen und sind nicht mehr an Apple gebunden.

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Ganz freiwillig nimmt Apple diese Änderung allerdings nicht vor; dahinter steht der europäische Digital Markets Act (DMA). Er soll große Konzerne – die Gatekeeper – in die Schranken weisen und zwingt sie, ihre Systeme ein Stück weit zu öffnen. Im Fall von Apple heißt das unter anderem, Sideloading innerhalb der Europäischen Union zuzulassen.

Wann öffnet sich Apple für alternative App-Stores?

Ein offizielles Datum, ab dem Apple Sideloading zulassen wird, gibt es noch nicht. In der Betaversion für iOS 17.2 hat 9 to 5 Mac Hinweise auf ein entsprechendes Framework gefunden; eine Regionalsperre deutet zudem darauf hin, dass Sideloading nur in Europa möglich sein wird. Der März kursiert als Zeitpunkt, weil Unternehmen ihre Geschäfte bis zum 6. März 2024 mit dem DMA in Einklang gebracht haben müssen – sonst drohen empfindliche Strafen.

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Was bedeutet die App-Store-Öffnung für Nutzer:innen?

Nutzer:innen dürften von den alternativen App-Stores profitieren. Sie erhalten Zugang zu Apps, die bisher nicht Apples Vorgaben für den App-Store entsprochen haben – und das bezieht sich keineswegs (nur) auf nicht jugendfreie Inhalte, sondern auch auf Videogame-Emulatoren, Virtual Machines, Cloud-Gaming-Services und Browser, die Webkit nicht nutzen.

Allerdings steigt mit alternativen App-Stores auch das Risiko, dass Nutzer:innen ungewollt Malware oder Spyware herunterladen. Expert:innen gehen jedoch davon aus, dass Apple Entwickler:innen und Store-Anbietern nicht einfach Tür und Tor öffnen wird, sondern weiterhin eine Form von Zertifizierung oder Genehmigung vornehmen wird.

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Es kann außerdem passieren, dass Apple versuchen wird, Nutzer:innen von alternativen App-Stores fernzuhalten, beispielsweise durch Pop-up-Warnungen. Fraglich ist zudem, wie viele Apple-User:innen überhaupt Interesse an Sideloading haben. Viele setzen ja gerade auf Apple, weil sie ein Ökosystem wollen, das funktioniert und in dem sie sich nicht um allzu viel kümmern müssen.

Wie sicher ist Sideloading?

Durch Sideloading wird das Risiko, Malware, Trojaner oder Fake-Apps herunterzuladen, sicherlich steigen. Gleichzeitig könnten alternative App-Stores auch Hacking-Tools zur Verfügung stellen, die Apple in seinem Store nicht toleriert.

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So dürfte sich die Frage nach der Sicherheit als Knackpunkt erweisen: Updates für viele verschiedene Apps aus vielen verschiedenen Stores auf einem Gerät wollen gemanagt werden – von Nutzer:innen genauso wie von Entwickler:innen.

Wie wird sich diese Änderung auf Apple auswirken?

Wie sich die Öffnung des Systems auf Apple auswirken wird, ist schwer vorherzusagen. Ein großer Aspekt sind sicherlich die Provisionen, die Entwickler:innen für App- und In-App-Käufe abtreten müssen. Die betragen bis zu 30 Prozent – für Unternehmen wie Epic ein echter Dorn im Auge, für Apple recht leicht verdientes Geld.

Für Apples finanziellen Ruin werden alternative App-Stores eher nicht sorgen – zumindest, solange nicht andere Länder der EU folgen und Gesetze ähnlich dem DMA erlassen. Doch auch dann hat Apple die Macht der Gewohnheit auf seiner Seite: Der App-Store wird weiterhin auf allen Geräten vorinstalliert sein; wer auf andere Anbieter setzen möchte, muss sich aktiv darum bemühen – und hoffen, dass alle gewünschten Apps dort verfügbar sind.

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Wer wird alternative App-Stores anbieten?

Bisher ist nicht bekannt, welche Unternehmen sich in das App-Store-Business auf iOS stürzen werden. Bei einigen liegt es nahe – zum Beispiel Epic Games, das sich bereits vor Gericht mit Apple wegen der hohen Store-Gebühren streitet. Wir können damit rechnen, dass der Games-Anbieter seine Spiele – darunter auch der beliebte Klassiker Fortnite – in einen eigenen Store verlegen wird.

Für andere ergibt es weniger Sinn – auch wenn sie bereits eigene App-Stores betreiben. Amazon ist ein Beispiel: Natürlich könnte der Versandhändler seine Software-Produkte aus dem Apple-Store in einen eigenen verschieben. Die große Frage wäre jedoch, wie viele Nutzer:innen den Wechsel mitmachen würden. Auch hier spielt die Macht der Gewohnheit eine große Rolle.

Das sind Apples größte Flops

Schau dir jetzt Apples größte Produktflops in unserer Bildergalerie an Quelle: (Foto: Shutterstock/Drop of Light)
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