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Apple: Die ersten Macbook-Modelle mit eigenem ARM-Prozessor sind für 2020 geplant

(Bild: Apple)

Apple könnte seine Mac- und Macbook-Modelle schon ab 2020 ohne Intel-Prozessoren anbieten. Stattdessen sollen macOS-Geräte künftig mit eigens entwickelten ARM-Chips betrieben werden. 

Schon im April vermeldete Bloomberg die Hiobsbotschaft für Intel, dass Apple an eigenen Prozessoren auf ARM-Basis für seine Macs arbeite und sie anstelle von Intel-Chips einsetzen werde. Mit einer neuen Prognose von Ming-Chi Kuo, einem renommierten Branchenanalysten für TF-Securities mit Fokus auf Apple, werden diese Pläne erneut angefacht.

ARM-Chips für Macs und Macbooks sollen von TSMC gefertigt werden

Ming-Chi Kuo ist bekannt für seine guten Kontakte in Apples Zuliefererkreise, mit denen er schon des Öfteren korrekte Prognosen zu iPhones und Macs treffen konnte, Monate bevor sie angekündigt wurden. Seinem Bericht zufolge, der 9to5Mac vorliegt, werde Apple seine ersten ARM-basierten Macs zwischen 2020 und 2021 ankündigen. Wie die Prozessoren der A-Serie für iPhones werden die Mac-Chips von Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), gefertigt.

Das neue Macbook Pro 2018. (Bild: Apple)
Das neue Macbook Pro 2018 besitzt schon einen ARM-Chip – dabei handelt es sich aber nur um einen Co-Prozessor. (Bild: Apple)

Die ersten Geräte mit ARM-Chip werden laut Kuo die Macbooks sein, bevor Apples eigene Chips mit der Performance von Intels Prozessoren für High-End-Macs gleichziehen oder sie gar übertreffen könnten.

Apple: Eigene ARM-Chips in Macs für nahtlose Entwicklung von Hard- und Software

Für Apple bedeute die eigene Chip-Produktion Unabhängigkeit von Intels Prozessor-Roadmap. Außerdem wären höhere Gewinnmargen und womöglich steigende Marktanteile denkbar, sofern Apple sich dafür entscheidet, Macs künftig zu niedrigen Preisen anzubieten, so Kuo. Durch den Wechsel zu ARM-Chips könnte Apple zudem die vollständige Kontrolle über die Produktion aller Mac-Komponenten und das Betriebssystem wie eigene Software besser auf die Hardware abstimmen.

Apples ARM-Chip A12 Bionic wird von TSMC gefertigt. (Bild: Apple)
Apples ARM-Chip A12 Bionic wird von TSMC gefertigt. (Bild: Apple)

Apple verbaut übrigens schon ARM-Chips in seinen Macs und Macbooks – diese fungieren derzeit allerdings nur als Co-Prozessoren: Der T2-Chip, der zuerst im iMac Pro und nachfolgend im Macbook Pro verwendet wurde, dient zur Steuerung bislang eigenständiger Komponenten wie dem System-Management-Controller (SMC), Bildsignalprozessor (ISP), Audio- und SSD-Controller. Zudem verfügte er über eine Secure-Enclave für die verschlüsselte Speicherung von Daten.

Apple könnte ARM-Chip auch für autonomes Fahren nutzen

VW-T6-Busse sollen mit Apple zu elektrischen und autonomen Fahrzeugen umgewandelt werden. (Foto: VW)

Kuo geht außerdem davon aus, dass Apple die eigenen ARM-Prozessoren langfristig in Assistenzsysteme für autonome Autos einbauen könnte. Er prognostiziert zudem, dass Apples Autopläne über autonomes Fahren nach Level 4 oder Level 5 zwischen 2023 und 2025 für Konsumenten verfügbar sein werden. Er ist ferner der Meinung, dass nur TSMC-Chips, die im Drei- oder Fünf-Nanometer-Verfahren gefertigt werden, ausreichend Leistung für autonomes Fahren liefern könnten.

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