
Seit Februar 2018 rast ein Tesla Roadster mit einer Puppe namens Starman auf dem Fahrersitz durchs All. Nach sieben Jahren und mehreren Orbits um die Sonne bewegt sich der E-Flitzer mit 11.665 Kilometern pro Stunde voran und ist 385 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.
Amateurastronom hielt Roadster für Asteroiden
Offenbar ist der Tesla Roadster damit zu weit entfernt, um ihn von der Erde aus ganz sicher als künstliches Objekt zu erkennen. Entsprechend wurde das E-Auto Anfang Januar 2025 für einen Asteroiden gehalten.
Ein Amateurastronom hatte den vermeintlichen Himmelskörper entdeckt und ihn in die Datenbank des Minor Planet Center (MPC) eingetragen, wie Golem berichtet. Das MPC ist für die Sammlung, Auswertung und Veröffentlichung von Daten über Kleinplaneten und Kometen zuständig.
Datenbankeintrag wurde wieder gelöscht
Jetzt musste der Eintrag wieder aus der Datenbank entfernt werden, weil sich bei einer Überprüfung zeigte, dass das Objekt kein Asteroid aus Gestein oder Eis ist, sondern Teslas E-Flitzer. Die Löschung des Eintrags erfolgte aber nicht nur wegen der falschen Klassifizierung, sondern auch, weil der Roadster schon einen Datenbankeintrag als künstliches Objekt hat.
Wo der Tesla Roadster sich befindet, zeigt übrigens die Website whereisroadster.com. Dort finden sich neben der aktuellen Position und der zurückgelegten Distanz auch Informationen wie der Musikkonsum.
Starman-Puppe hört David Bowie und Douglas Adams
Sollte der Roadster-Akku noch genügend Energie liefern, hat der Starman mittlerweile schon rund 700.000 Mal den Song Space Oddity und über 900.000 Mal den Song Is there Life On Mars? von David Bowie gehört. Außerdem müsste über 10.000 Mal ein Hörbuch von Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams abgespielt worden sein.
Der rote Tesla Roadster gehört übrigens Elon Musk und war – inklusive Starman-Puppe – an Bord der ersten Falcon-Heavy-Rakete. Mit der Rakete und dem Roadster wollte Musks Raumfahrtfirma SpaceX zeigen, dass das Unternehmen in der Lage ist, etwa schwere (Spionage-)Satelliten im geostationären Orbit auszusetzen.