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Bloomwell-CEO zur Cannabislegalisierung: „Wir brauchen einen Plan B“

Nach ersten Spekulationen hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach diese Woche das offizielle Eckpunktepapier für die geplante Cannabislegalisierung vorgelegt. Im t3n-Podcast spricht Niklas Kouparanis, CEO der Bloomwell Group, über die Konsequenzen für Deutschland und Europa.

Von Insa Schniedermeier
2 Min.
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Niklas Kouparanis, Co-Founder und CEO der Bloomwell Group. (Bild: t3n - mit Foto von Bloomwell Group)

Niklas Kouparanis ist bereits seit 2017 im Cannabisgeschäft und zählt hierzulande zu den Pionieren der Cannabisindustrie. t3n hat mit dem CEO der Bloomwell Group über die Konsequenzen des diese Woche vorgelegten Eckpunktepapiers zur Cannabislegalisierung gesprochen.

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Das Eckpunktepapier von Gesundheitsminister Karl Lauterbach kommt knapp ein Jahr nach dem Beschluss des Koalitionsvertrags der Ampelparteien, die „kontrollierten Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken“ zu erlauben und den Anbau, Konsum und Vertrieb von Cannabis in einem kontrollierten Rahmen zu entkriminalisieren.

„Die Drogenpolitik muss erneuert werden“

„Die Drogenpolitik muss erneuert werden. Wir wollen den Cannabis-Konsum unter Gesundheitsaspekten reformieren“, sagt Karl Lauterbach dazu am Mittwoch. Cannabis und THC sollen künftig nicht mehr als Betäubungsmittel (BtM) eingestuft werden.

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Konkret bedeutet das:

  • In Deutschland soll künftig der Kauf und Besitz von 20 Gramm Cannabis ab dem Alter von 18 Jahren grundsätzlich straffrei sein.
  • Der Eigenanbau soll „in begrenztem Umfang“ erlaubt werden.
  • Eine Obergrenze für den erlaubten THC-Gehalt für junge Erwachsene zwischen und 18 und 21 Jahren steht zur Diskussion.
  • Trotz der Legalisierung soll für Cannabisprodukte ein generelles Werbeverbot gelten.
  • Der Verkauf soll in lizenzierten Geschäften sowie gegebenenfalls in Apotheken erfolgen.
  • Es soll eine „Cannabissteuer“ geben, die sich nach dem THC-Gehalt richtet. Im Jahr 2021 schätzte der Medizin-Professor und FDP-Politiker Andrew Ullmann die Steuereinnahmen durch Cannabis auf circa 1,3 Milliarden Euro pro Jahr.

Eine generelle THC-Höchstgrenze, wie sie noch im geleakten Entwurf vorgesehen war, ist im finalen Entwurf nicht mehr enthalten.

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Doch bis es zur Cannabislegalisierung in Deutschland kommt, gibt es noch einige Hürden zu überwinden. „Das größte Fragezeichen beim vorliegenden Eckpunktepapier ist und bleibt die Interpretation durch die Europäische Kommission“, sagt Kouparanis. Er fordert von der Bundesregierung einen Plan B – und hat auch direkt Vorschläge in petto.

Über Niklas Kouparanis

Nachdem Kouparanis 2018 zusammen mit Sebastian Diemer das Cannabis-Startup Farmako aufgebaut und erfolgreich verkauft hat, gründete er im Juni 2020 mit seiner Schwester Anna-Sophia Kouparanis und zwei weiteren Co-Gründern die Bloomwell Group, die inzwischen mit 250 Mitarbeitenden zu den größten Cannabisunternehmen Deutschlands gehört.

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Zu Bloomwell gehören die Lifestyle-Marke Breezy, der Cannabisgroßhändler Ilios Santé und die Telemedizin-Marke Algea Care, die die Therapie mit medizinischem Cannabis oder reinem Cannabidiol (CBD) anbietet.

Im Oktober 2021 erhielt Bloomwell ein Investment in Höhe von zehn Millionen US-Dollar von einem US-amerikanischen Investor. Die bevorstehende Cannabislegalisierung in Deutschland könnte für die Bloomwell Group einen weiteren Push bedeuten.

Sponsorhinweis: Dieser Podcast wird gesponsert von Personio.

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