Ratgeber

Mit diesen Tipps, Tricks und Tools wird euer Brainstorming besser

Brainstorming ist für viele mehr Last als Lust – und oft nicht so effektiv, wie sich Chefs das wünschen. Aber man kann mehr aus den Kreativ-Sessions rausholen. Man muss sich nur an ein paar Regeln halten. (Bild: Shutterstuck)

Lesezeit: 5 Min. Gerade keine Zeit? Jetzt speichern und später lesen

Hinweis: Wir haben in diesem Artikel Provisions-Links verwendet und sie durch "*" gekennzeichnet. Erfolgt über diese Links eine Bestellung, erhält t3n.de eine Provision.

Brainstorming ist ein Klassiker der kreativen Schöpfung. Viele von euch finden so sicher regelmäßig Ideen, oft bleiben die Kreativsitzungen aber fruchtlos. Wir zeigen euch ein paar Tipps, Tricks und Hilfen, mit denen ihr effizienter und spaßiger brainstormt.

„Wir müssen dringend ein Konzept für eine zielgruppengerechte Werbekampagne erarbeiten! Fällt euch irgendwas ein?“ Das hört man auch heute noch regelmäßig in Meetingräumen oder Videokonferenzen – wenn die Chefetage mal wieder ein Brainstorming auf die Agenda gesetzt hat. Empirische Studien wollen den Nutzen von Brainstorming zwar bereits seit einer Weile widerlegt haben, trotzdem gehört die kollektive Denkstunde weiterhin zu den beliebtesten Arbeitsritualen in Unternehmen. Das ist kein großes Wunder. Es glauben nämlich noch immer rund 80 Prozent aller Menschen, dass Brainstorming gut funktioniert.

Nix mehr verpassen: Die t3n Newsletter zu deinen Lieblingsthemen! Jetzt anmelden

So geht besseres Brainstorming

Das kann es auch, vorausgesetzt man schafft die richtige Atmosphäre und die richtigen Umstände. Leider machen die meisten Brainstormings Mitarbeitern häufig eher weniger als mehr Spaß – und die erhofften schnellen Erfolge bleiben dann oft aus.

Gründe dafür können von fehlender Vorbereitung über eine zu straffen Zeitvorgabe und Befangenheiten bis hin zur Angst vor Kritik reichen. Wo schon einer dieser Gründe im Weg stehen kann, ist eine Kombination aus ihnen tödlich für gute Ideen. Das kann aber auch anders und vor allem besser laufen, und zwar mit der richtigen Strategie, ein paar Grundregeln, Tipps, Tricks und Hilfen. Diesen hier zum Beispiel:

Chefs kommen erst zum Schluss zu Wort

Chefs lieben Brainstormings und leiern sie oft an – zurecht, will man doch gerne die Kreativität der Belegschaft anzapfen und in Bahnen lenken. Unglücklicherweise sind es dann aber oft genau sie, die den Ideenfluss im Keim ersticken – indem sie nämlich selbst am Kreativ-Meeting teilnehmen und im Eifer des Gefechts sofort die erste Idee in den Raum trällern. Das Dumme: Mitarbeiter widersprechen ihren Chefs in der Regel nur ungern und halten eigene Ideen dann ungewollt lieber zurück. Daher ist eine gute Richtlinie: Wenn Chefs schon bei der Session dabei sein müssen, dann sollten sie erst am Ende zu Wort kommen.

Lego-Steine eignen sich auch für das Brainstorming. (Foto: Lego)

1 von 8

Statt Kugelschreiber: Karten, Knete, Legosteine

Wenn man nicht gerade hauptberuflich Bücher schreibt oder Bilder malt, fließen die Geistesblitze nur selten einfach so aus Kugelschreibern aufs Papier. Um euch hier selbst zu helfen, könnt ihr gut und gerne Mut zum Spiel zeigen. Wie wäre es beispielsweise mit Knetmasse, Scheren oder Bauklötzen als Mittel zur Visualisierung von Ideen? Lego bietet unter dem Namen „Serious Play“ ein speziell für den Einsatz im Geschäftsumfeld konzipiertes Bausteinset* an. Mit dem könnt ihr eure Ideen nicht nur spielerisch visualisieren – ihr könnt euch auch von euren Lego-Kreationen zu neuen Ideen inspirieren lassen.

Für diesen Bottom-Up-Ansatz könnt ihr euch auch kreativen Support von verschiedenen Spielkarten-Sets holen. Das Creative Sessions Kartendeck* von Mario Pricken bietet euch beispielsweise 96 Fragen, die ihr als Basis für euer Brainstorming nutzen könnt. Ähnlich tut es das Thinkpak*, jedoch auf Englisch. Die Myndset-Karten sind hingegen speziell darauf ausgelegt, euch selbst Fragen zur Emotionalität eurer Produkte zu stellen. Darüber hinaus sorgen solche Utensilien – ob nun Klötze, Knete oder Karten – während des Brainstormings auch für mehr Spaß und eine entspanntere Atmosphäre im Team.

Was wäre Brainstorming ohne Mindmaps?

Wahrscheinlich kein klassisches Brainstorming kommt ohne Mindmaps aus. Auch wenn sie etwas angestaubt sind, eignen sich Mindmaps prima zur Visualisierung. Besonders in größeren Gruppen kann die Methode helfen, um im Wust von Ideen den Überblick zu behalten. Wer dabei nicht auf den typischen Flipchart und Filzstift setzen möchte – Digitalisierung, anyone? – greift alternativ zu digitalen Mindmapping-Tools. Besonders in Homeoffice-lastigen Zeiten ist das natürlich das Mittel der Wahl. Neben zum Beispiel dem Realtime Board von Miro*, mit dem kleinere Teams schon kostenlos sinnvoll arbeiten können, haben wir euch eine Auswahl an zehn webbasierten Lösungen zusammengefasst.

Meistgelesen

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

2 Kommentare
kiste34
kiste34

Interessanter Artikel. Es gibt noch viele weitere Kreativitätstechniken. Eine Abwandlung der Kopfstandtechnik ist z.B. die Provokationstechnik, bei der Annahmen zu einer vorhandenen Lösung umgekehrt werden, um auf neue Lösungen zu kommen. Hier gibt es eine gute Übersicht über Kreativitätstechniken: https://www.ideaclouds.net/kreativit%C3%A4tstechniken

Antworten
Henry

Neben den Live-Gruppentechniken gibt es immer auch schriftliche Varianten wie das
Collective-Notebook, ein gemeinsam ergänztes Dokument im Intranet oder eine
einfache Mailingliste. Damit können alle zu Wort kommen. Im einfachsten Fall
genügt auch schon eine Etherpad-Variante. Damit kommen auch weniger spontane Mitdenker zu Wort. Die oben erwähnte 6-3-5 Methode ist auch dafür ein geeigneter Ansatz.

Wenn es nicht um große Firmengeheimnisse geht, gerade kein ausdauernder Brainstormer verfügbar ist und sich das Anliegen auch für Außenstehende gut beschreiben lässt, dann sind online-Brainstorming-Seiten im Web eine Option. Die Seite BrainR mit mittlerweile rund 35000 Fragen ist seit dieser Woche nun 10 Jahre online ( http://wwww.Brainr.de ) .
Weitere Seiten für Ideenfindung sind Atizo, Neurovation und Innovationskraftwerk.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 70 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Luca Caracciolo (Chefredakteur t3n) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung