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Call of Duty: Die Verkaufszahlen gehen runter – das sind die Gründe

Eine Umfrage unter Gamern zeigt, wieso sich „Call of Duty: Vanguard“ dieses Jahr deutlich weniger verkauft hat. Besonders interessant ist, welcher Grund mit am wenigsten genannt wurde.

3 Min.
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„Call of Duty: Vanguard“ ist weniger erfolgreich als die Vorgänger. (Screenshot: Activision)

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Es schien in Stein gemeißelt: Wenn ein neues „Call of Duty“ erscheint, wird es zum Erfolg. Seit dem ersten Teil gehört die Shooter-Reihe zu den meistverkauften Videospielen überhaupt. Für viele sind die Spiele der Inbegriff des Shooters – der Inbegriff des Videospiels überhaupt. Doch dieses Jahr scheint diese Regel mit „Call of Duty: Vanguard“* ihre Ausnahme gefunden zu haben – und dafür gibt es einige Gründe.

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Zumindest die Verkaufszahlen aus dem Vereinigten Königreich, die durchaus ein Indikator für weltweite Zahlen sein können, zeichnen ein recht deutliches Bild. Im Vergleich zum Vorgänger „Call of Duty: Cold War“* hat sich der neueste Teil „Vanguard“ 40 Prozent weniger verkauft. 26 Prozent weniger physische Exemplare und ganze 44 Prozent weniger digitale Versionen. Das sind die schlechtesten Verkaufszahlen für ein „Call of Duty“ seit 14 Jahren. Nur „Modern Warfare“ aus dem Jahr 2007 hat sich schlechter verkauft. In Relation gesetzt bedeutet das allerdings, dass „Vanguard“ dennoch das bisher zweit meistverkaufte Spiel ist. Dennoch stellt sich die Frage: Wieso haben dieses Jahr so viel weniger zugegriffen?

Eine Umfrage bringt Licht ins Dunkel

Diese Frage haben sich die Kolleg:innen von gamesindustry.biz auch gestellt und kurzum zusammen mit EGX und PAX jene Gamer befragt, die die letzten Jahre ein „Call of Duty“ gekauft haben, dieses Jahr aber nicht. Die Datenlage ist freilich nicht repräsentativ, gibt aber doch einen Einblick in die Beweggründe einiger Gamer, die eigentlich Fans von „Call of Duty“ waren – die Hauptzielgruppe von Activision also.

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Die Gründe, wieso Gamer „Call of Duty: Vanguard“ nicht gekauft haben, sind vielschichtig. (Grafik: gamesindustry.biz)

Über 55 Prozent sagen, dass sie derzeit beschäftigt damit sind, andere Spiele zu spielen. Das ist insofern interessant, als dass dieses Jahr deutlich weniger Blockbuster-Spiele veröffentlicht wurden als sonst üblich. Durch Corona haben sich viele Produktionen verschoben. Für diese 55 Prozent scheint „Call of Duty“ dieses Jahr dennoch nicht wichtig genug zu sein, um ihre anderen Spiele zur Seite zu legen. Das kann auch daran liegen, dass viele Spiele zum „Games as a service“ werden und damit über Monate wenn nicht Jahre hinweg mit neuem Content versorgt werden.

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34 Prozent geben an, dass sie zu viel „Call of Duty“ gespielt hätten. Tatsächlich erscheint nicht nur jedes Jahr ein neues „Call of Duty“, inzwischen hat die Reihe auch Konkurrenz aus dem eigenen Haus, denn „Call of Duty: Warzone“, das 2020 erschien und „free 2 play“ ist, erfreut sich noch immer großer Beliebtheit. 24 Prozent gaben an, dass sie das Thema, der Zweite Weltkrieg, nicht (mehr) interessiert, und 20 Prozent gaben an, dass negative Reviews sie abgeschreckt hätten.

Missbrauch spielt kaum eine Rolle

Es scheint also eine gewisse „Call of Duty“-Müdigkeit zu herrschen, die durch schlechte Reviews noch weiter befeuert wird. Vielleicht ist es an der Zeit, dass Activision den jährlichen Veröffentlichungsrhythmus aufgibt. Zumindest der „Assassin’s Creed“-Reihe hat das mit „Origins“ gutgetan – sowohl bezüglich der Qualität als auch bezüglich der Verkaufszahlen.

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Interessant ist, dass lediglich sechs Prozent der Befragten angaben, dass sie „Vanguard“ wegen der Probleme bei Activision nicht gekauft haben. In den letzten Monaten gab es immer wieder Schlagzeilen bezüglich der Arbeitsbedingungen bei dem Unternehmen. Missbrauch, Mobbing und eine toxische Männer-Kultur sorgten dafür, dass selbst Sony, Microsoft und Nintendo sich von dem Publisher distanzierten. Nur für die Wenigsten scheint das jedoch der Hauptgrund gewesen zu sein, das neueste „Call of Duty“ zu meiden.

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Kommentare (1)

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Krust 28

Ehm, ich weiß ja nicht wie’s euch geht, aber ich hab Call of Duty wegen SBMM aufgegeben. KB jedes Spiel zu sweaten. Immer ein 3er KD-Spieler gewesen. Ist halt nicht mehr möglich. Entweder wollen meine Freunde nicht mit mir spielen, weil die Lobbies dann zu schwierig sind oder ich zock alleine und habe 0 Spaß weil ich jede runde 15-10 oder 15-12 gehe (das stimmt ja nicht mal, durch diese bescheuerten Eliminierungen werden die echten Kills ja gar nicht mehr richtig aufgezählt).

Ich bereue den Kauf von Vanguard, Cold War und auch Modern Warfare zutiefst. Ich werde erst wieder CoD kaufen, wenn SBMM abgeschwächt oder entfernt wird. Oder wenn es zumindest einen Rangmodus gibt. Und da bin ich nicht der einzige… Hoffe, die gehen mit ihrer scheiß Schweige-Politik komtplett den runter. Dass die endlich mal merken, was für ne Scheiße die da verzapfen. Es geht ja einfach nur um fucking Cosmetics und Spieler möglichst lange zu halten, mit Spielspaß und auf die Community hören hat das ganze lange nicht mehr zu tun.

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