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Fundstück

Lange vor ChatGPT: Wie Sega schon in den 80ern mit künstlicher Intelligenz punkten wollte

Als viele ChatGPT-Nutzer:innen von heute noch in den Windeln steckten oder gar nicht geboren waren, brachte Sega schon einen „KI-Computer“ auf den Markt. Aber steckte im Sega AI tatsächlich schon künstliche Intelligenz?

2 Min.
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Sega-Werbung für den KI-Computer. (Bild: Sega/smspower)

Der Begriff künstliche Intelligenz (KI) stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1955. Geprägt hat ihn der US-Informatiker John McCarthy. Gemeint ist mit KI im Allgemeinen, Maschinen so intelligent zu machen wie den Menschen. Die Definitionen sind entsprechend vielfältig.

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KI-Computer von Sega: Künstliche Intelligenz?

Eher wenig mit künstlicher Intelligenz, so wie wir sie heute verstehen, zu tun hatte wohl der „KI-Computer“, den Sega im Jahr 1986 auf den Markt brachte. An KI-Chatbots wie ChatGPT war damals freilich noch nicht zu denken.

Entsprechend anmaßend erscheint daher aus heutiger Sicht der Slogan, mit dem Sega für das Gerät warb: „Sega Prolog – Wir entführen Sie in die Welt der künstlichen Intelligenz“. So ganz falsch war die Sega-Behauptung aber nicht.

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Unerschlossen: Rudimentäre KI-Möglichkeiten

Immerhin dürfte das System die Programmiersprache Lisp beherrscht haben, die für KI-Anwendungen geeignet ist. Auch scheint es möglich gewesen zu sein, natürliche Sprache für Befehle zu verwenden. Normale Nutzer:innen dürften aber keinen Zugang dazu gehabt haben.

Zuallererst scheint der Sega AI ein außerhalb Japans kaum beachteter und nur über drei Jahre verfügbarer Lerncomputer gewesen zu sein, der aber mit einer für die 1980er-Jahre sehr leistungsstarken Hardware ausgestattet war. Das erscheint vor allem deshalb seltsam, weil sich das System vor allem an Kinder richtete.

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Insgesamt dürften gerade einmal 30 Titel für das System erschienen sein, vor allem Spiele und Lernsoftware. Die Hardware-Kapazitäten dürften damit nicht annähernd ausgereizt worden sein.

Potente Hardware nicht ausgereizt

An Bord hatte der Sega AI etwa einen 16-Bit-Prozessor, der mit fünf Megahertz taktete, sowie 512 Kilobyte Rom- und 128 Kilobyte Ram-Speicher. Zusätzlich gab es einen Sprachsynthesizer und einen Mikroanschluss. Neben Audio konnte auch Video ausgegeben werden.

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Tech-Nostalgie aus den 90ern Quelle: Shutterstock/Vladimir Sukhachev

Bedient wurde das Gerät über ein Grafik-Tablet, es konnte aber auch eine externe Tastatur angeschlossen werden. Auch Lautsprecherboxen und ein Kassettenrekorder waren im Angebot.

Mehr Informationen zu dem seltsamen Gerät findet ihr auf dieser Seite.

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