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Continental: Neuer Roboter lädt Elektroautos ohne Stecker

Der Laderoboter soll Elektroautos zunächst mit 22 Kilowatt laden und 2024 in Serie gehen. Später folgt eine Version mit 50 Kilowatt Gleichstrom. Es gibt allerdings Einschränkungen.

2 Min.
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Der Laderoboter arbeitet zunächst mit 22 Kilowatt Wechselstrom. Eine Gleichstrom-Variante ist in Planung. (Bild: Continental)

Die Conti-Tochter Continental Engineering Services (CES) will mit dem Startup Volterio einen Roboter mit drahtloser Ladetechnologie auf den Markt bringen. Bis Mitte des Jahres sollen bereits seriennahe Prototypen bereitstehen, schreibt das Unternehmen. Dabei hat das Konsortium einige Stolpersteine bei dem Vorhaben aus dem Weg geräumt, andere bleiben bestehen.

Ineffektives Laden verbessert

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Um auf das manchmal umständliche Kabel-Handling verzichten zu können, setzt die Lösung auf das Laden ohne Stecker. Das Problem: Zwischen 10 und 20 Prozent der Energie gehen dabei mindestens verloren. Besonders wichtig ist daher die genaue Positionierung der Spule im Auto und im Ladegerät. Sie sollten exakt übereinander und möglichst nah aneinander liegen. Um die Effizienz zu steigern, verwendet der Laderoboter einen kegelförmigen Stempel, der in eine entsprechende Vertiefung am Fahrzeug einrasten soll. Diese Verbindung kommt einer Steckerverbindung näher. Das geht freilich nur, weil die zu ladenden Autos eine spezielle Bodenplatte haben, die das erlaubt. Conti spricht von einer Zwei-Komponenten-Lösung.

Einheit am Fahrzeug-Unterboden nötig

Der Maschine haben die Ingenieure zudem ins Lastenheft geschrieben, dass sie bis zu 30 Zentimeter Abweichung von der optimalen Parkposition ausgleichen können muss. Um das zu erreichen und die Verbindung zu etablieren, kommunizieren Kegel und Vertiefung über Ultrabreitbandfunk miteinander. Die korrespondierende Fahrzeugeinheit gibt dem Roboter ihre genaue Position an und der richtet sich entsprechend unter dem Auto aus. Die Entwickler haben sich dabei hohen Sicherheitsstandards verschrieben, schreibt Conti in der Pressemitteilung.

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CES Laderoboter samt Fahrzeugeinheit

Die Ladelösung von Conti sieht zwei Komponenten vor: eine Drohne und eine Platte fürs Fahrzeug. (Bild: Continental)

Keine Kompatibilität: Jedem Roboter seine Bodenplatte

Der Vorstoß des Konsortiums reiht sich in eine Reihe kabelloser Ladelösungen ein, die praktisch alle eines gemeinsam haben: Sie setzen auf proprietäre Kommunikation zwischen Auto und mobiler Ladestation. BMW startete als erster Hersteller mit induktivem Laden für Elektroautos und bietet eine entsprechende Platte für den 530e an. Bei dem nun vorgestellten CES-Roboter ist die Sache noch klarer: Ohne die spezielle Fahrzeugeinheit kann er überhaupt nicht laden. Alle anderen Autos sind damit ausgeschlossen. Das spricht dafür, dass diese Lösung in erster Linie für Flotten mit festen Firmenparkplätzen gedacht ist.

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Update vom 31. Januar 2022: Fälschlicherweise hatten wir angegeben, dass die Ladelösung über Induktion funktioniert. Der Hersteller hat darauf hingewiesen, man habe mit Induktion nichts am Hut. Wir haben die entsprechenden Passagen verbessert.

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Kommentare (1)

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David Göhler

50 Kilowatt mit Gleichstrom? Induktion verlangt meiner nach zwingend Wechselstrom, weil sonst kein Strom induziert werden kann. Induktion basiert sozusagen prinzipbedingt auf Wechselstrom. Das wäre spannend gewesen, dass im Artikel einmal zu erläutern, wie das funktionieren soll …

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