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Crunch bei „Elden Ring“? Das sagen (Ex)-Mitarbeitende von From Software

Die Überstunden häufen sich, auf dem Lohnzettel tauchen sie aber nicht auf – für Entwickler:innen in der Gaming-Branche können „Crunch“-Phasen vor dem Release eines großen Titels zum Belastungs-Albtraum werden. Ist genau das auch beim Blockbuster-Game „Elden Ring“ passiert?

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Die Kämpfe in "Elden Ring" sind sehr schwer - das Arbeiten bei From Software auch? (Screenshot: From Software)

Wenn in der Gaming-Industrie von „Crunch“-Phasen die Rede ist, sind damit prekäre Arbeitsbedingungen gemeint, die sich kurz vor dem Release eines neuen Spiels weiter verschärfen. Unter einem Deckmantel aus Passion und vermeintlichem Teamspirit sammeln sich dann Überstunden, Leistungsdruck und schlechte Bezahlung.

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Genau das soll auch beim „Elden Ring„-Produzenten From Software passiert sein – jetzt haben sich Beschäftigte und ehemalige Mitabeiter:innen zu den Vorwürfen geäußert.

„Elden Ring“: Studio muss nach Spiel-Release Kritik einstecken

Kurz nach dem Release von „Elden Ring“ im Frühjahr 2022 war auf Twitter und Reddit eine Diskussion über die Arbeitsbedingungen im japanischen Entwicklungsstudio entbrannt. Auslöser für die Kritikwelle waren mehrere Einträge auf Career Connection, einem Portal, auf dem Arbeitnehmer:innen ihr Unternehmen bewerten können.

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Schlechte Bezahlung, viele Überstunden und keinerlei Unterstützung für (werdende) Mütter – all das wurde From Software in den Reviews vorgeworfen. Ein deutlicher Unterschied zwischen sehr alten und neueren Kommentaren, der auf eine Verbesserung im Laufe der Zeit hätte hindeuten können, war dabei nicht sichtbar.

Um das Thema weiter zu beleuchten, hat das Onlinemagazin Gamesindustry.biz mit verschiedenen aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter:innen von From Software gesprochen. Weil die sich eigentlich nicht zum Unternehmen äußern dürfen, hat Journalist Geoffrey Bunting seine Quellen anonymisiert. Das Studio selbst wollte kein Statement zum Thema abgeben.

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From Software: Wie sind die Arbeitsbedingungen im japanischen Studio wirklich?

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Befragten bewerten die Situation im Unternehmen gemischt – gerade was die Überstunden angeht. Während eine Person berichtet, sie habe in kritischen Phasen „zwei bis drei Monate lang frühmorgens arbeiten und Überstunden machen“ müssen, heißt es von einer anderen: „Für mich gab es nicht viele Überstunden.“

Dass es ein „gewisses Maß an Crunching“ gebe, bestätigen mehrere Quellen. Das komme allerdings eben nicht täglich vor, erklärt eine:r der Befragten, sondern eher „während der ROM-Prüfung für den Herausgeber oder zwei bis drei Monate vor der Veröffentlichung“.

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Vergleichsweise einstimmig fällt die Kritik in puncto Bezahlung aus: Das monatliche Gehalt für Spieleentwickler:innen bei From Software liege unter dem japanischen Branchendurchschnitt, sei „nicht angemessen“, so eine:r der Befragten.

Überstunden seien im Gehalt inbegriffen. Wenn sie allerdings nach Mitternacht stattfinden, würden sie zumindest mit der Hälfte des gewöhnlichen Stundensatzes entlohnt – eine ungewöhnliche Kürzung, da nächtliche Überstunden in Japan normalerweise mit einem höheren Stundenlohn kompensiert werden.

Insgesamt gab es auch lobende Worte für die „Elden Ring„-Schmiede: „Man muss viel kämpfen, um die Dinge richtig zu machen, aber wenn man es geschafft hat, ist es sehr befriedigend“, heißt es von einer Person; von einer „großartige[n] Erfahrung“ spricht ein:e andere:r – und beschwört dabei den Teamzusammenhalt.

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Gaming-PR – Absurde Videospiel-Werbung, die nach hinten losging:

Gaming-PR: Absurde Videospiel-Werbung, die nach hinten losging Quelle: Bethesda Softworks

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