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Pixelmode auf Decentraland: virtuelle NFT-Klamotten für echtes Geld

Es klingt zunächst erstaunlich, aber es scheint tatsächlich einen Markt für Avatar-Bekleidung zu geben. Klamotten als NFT liegen im Trend.

3 Min. Lesezeit
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NFT-Wearables erfreuen sich größter Beliebtheit. (Bild: Decentraland)

Decentraland ist ein Spiel auf der Blockchain und man darf es wohl als eine moderne Version des seinerzeit viel zu früh gelaunchten Second Life bezeichnen. Wie in einer Online-Version von The Sims bewegen sich echte Menschen als virtuelle Avatare durch eine virtuelle Welt, die nur bedingt Ähnlichkeiten mit der Realität hat. Heutzutage nennt man so etwas Metaverse.

Pixelmodeschöpfer ist in Decentraland ein veritabler Beruf, von dem manche leben können

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Seit Juni können Spielerinnen und Spieler in Decentraland ihre Avatare mit eigener Kleidung versehen, wie Reuters berichtet. Zulässig ist auch die Herstellung und der Verkauf der Pixelmode. Das hat über Nacht den neuen Beruf des NFT-Modeschöpfers hervorgebracht. Einer davon ist Noah aus dem US-Bundesstaat New Hampshire, der in Decentraland Hirito Kai heißt und seither seine Tage und Nächte damit zubringt, japanisch inspirierte Kleidungsstücke zu entwerfen und zu verkaufen.

Für einen Kimono nimmt der Pixelschneider rund 140 US-Dollar. Auf diese Weise hat er nach eigenen Angaben in nur drei Wochen zwischen 15.000 und 20.000 Dollar verdient. Dabei ist der Verkauf virtueller Kleidung in Decentraland nur ein kleiner Teil eines boomenden Ökosystems der verschiedensten virtuellen Besitztümer. Im Februar hatte ein solventer Käufer im Sammelmonster-Spiel Axie Infinity ein virtuelles Grundstück für Ether im Gegenwert von 1,5 Millionen Dollar gekauft.

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Für Noah aka Hirito Kai ist die Sache klar: Nachdem er in diesen drei Wochen so viel verdient hatte wie in einem ganzen Jahr in seinem Job in einem Musikgeschäft, kündigte er, um Vollzeit als Designer zu arbeiten.

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NFT-Klamotte aus dem Decentraland-Marketplace. (Screenshot: t3n)

In Decentraland können Kleidungsstücke für Avatare – sogenannte „Wearables“ – auf der Blockchain in Form von Non-Fungible-Token (NFT) gekauft und verkauft werden. Nach einem Riesenhype um NFT im Frühjahr ist es wieder ruhiger geworden um das digitale Eigentumszertifikat. Lediglich unter Sammlern haben NFT nie an Popularität verloren. Das ist nachvollziehbar, denn etwa bei Sammelkarten geht es um die Gewissheit, eine bestimmte Karte als einziger zu besitzen. Das lässt sich im Digitalen nur mit NFT erreichen.

Modeunternehmen entdecken den NFT-Markt

Ganz ähnlich verhält es sich mit Mode. Niemand möchte aussehen wie der Nachbar. Und so verwundert es nicht, dass sich einige der größten Modeunternehmen der Welt verstärkt für virtuelle Assets als NFT interessieren. Das zu LVMH gehörende Unternehmen Louis Vuitton hat ein Metaverse-Spiel gestartet, in dem Spieler NFT sammeln können. Burberry liefert NFT-Accessoires für Blankos Block Party und Gucci verkauft digitale Artikel – wenn auch nicht als NFT – im Klötzchenspiel Roblox.

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Erwähnt werden sollte auch noch die Vogue, die eine virtuelle Modestrecke mit Topmodel Gigi Hadid produziert hat. Offenbar erkennen immer mehr Modemarken sinnvolle Überschneidungen zwischen Virtualität und Realität, die sich nutzen lassen, um ein junges, technikaffines Publikum zu erreichen. Dabei wird es zunächst vornehmlich um Marketing gehen, aber Designer wie Hirito Kai zeigen, dass im Virtuellen auch echtes Geld zu verdienen wäre.

Die Gesamtgröße des Marktes für NFT-Wearables ist schwer zu bestimmen. Laut NonFungible.com belief sich der Umsatz mit Wearables allein in Decentraland in der ersten Hälfte des Jahres 2021 auf 750.000 Dollar, gegenüber 267.000 Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Sind virtuelle Assets und Ladenzeilen aus Pixeln die Zukunft des Einzelhandels?

Manch einer sieht schon in Wearables und dem Einkaufen in virtuellen Läden die Zukunft des Einzelhandels. „Anstatt durch einen Feed zu scrollen und online einzukaufen, kann man ein intensiveres Markenerlebnis haben, indem man einen virtuellen Raum erkundet – ob man nun für seinen Online-Avatar einkauft oder physische Produkte kauft, die nach Hause geliefert werden können“, erläutert Julia Schwartz, Direktorin von Republic Realm, einem zehn Millionen Dollar schweren virtuellen Immobilien-Investmentvehikel, das ein Einkaufszentrum in Decentraland gebaut hat.

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Diese virtuellen Sneaker erzielen gewaltige Preise. (Screenshot: t3n)

Nur positive Erfahrungen hat auch RTFKT gemacht. Das Unternehmen verkauft Sneaker als NFT in limitierter Auflage. Diese Sneaker können dann in einigen virtuellen Welten oder in den sozialen Medien über einen Snapchat-Filter „getragen“ werden. Innerhalb eines Jahres hat RTFKT einen Umsatz von sieben Millionen Dollar erzielt. Dabei sollen die Sneaker in limitierter Auflage in Auktionen für 10.000 bis 60.000 Dollar verkauft werden.

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