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Ratgeber

Irgendwas mit Digitalisierung: Diese 9 Studiengänge haben Zukunft

(Foto: Shutterstock)

Digitalisierung studieren, geht das? Ja klar. An deutschen Hochschulen gibt es einige Studiengänge, die auf einen Beruf im Zeitalter der Automatisierung vorbereiten. Ein Überblick.

Den radikalen Wandel der Arbeitswelt brachte der Philosoph Richard David Precht mal so auf den Punkt: „Die Menschen spüren, dass etwas nicht stimmt. Es ist wie mit wilden Tieren, die vor einem nahenden Vulkanausbruch flüchten.“ Tatsächlich wird überall von der stetigen Digitalisierung gesprochen – und das verunsichert angehende Fachkräfte. Welche Ausbildung garantiert einen zukunftssicheren Job? Welches Studium führt heute noch zu einem verlässlichen Berufsbild von morgen?

Zwar werden IHK-Abschlüsse und die Bologna-Reform laut Experten weiterhin den Bildungsalltag prägen. Allerdings sind Prüfer und Professoren angesichts der neuen Qualifikationen, die Berufseinsteiger für einen Job in der digitalisierten Arbeitswelt benötigen, nicht untätig. An vielen Orten werden bestehende Studiengänge generalüberholt oder gleich neu aufgelegt. Wir stellen einige von ihnen vor.

Betriebswirtschaftslehre – Digitale Wirtschaft (B.Sc.)

BWL studieren ist das eine, aber geht das auch mit digitalem Schwerpunkt? Schließlich muss heutzutage schon jeder Familienbetrieb über eine Digitalstrategie nachdenken. Die Antwort lautet: Ja! Seit dem Wintersemester 2015/16 bietet die staatliche Beuth Hochschule für Technik in Berlin den Studiengang „Betriebswirtschaftslehre – Digitale Wirtschaft“ an. Er ist NC-beschränkt und hat den Bachelor of Science (B.Sc.) als Abschlussziel.

Über einen Zeitraum von sieben Semestern lernen Studierende, wie Produkte oder Dienstleistungen über digitale Netze vertrieben werden und damit „im Ganzen oder in Teil­bereichen mit ihren Kunden und Lieferan­ten digital vernetzt“ sind. Neben den normalen Modulen eines BWL-Studiums stehen etwa „Grundlagen der digitalen Medien“, „E-Commerce“ oder „Innovationsmanagement und Entrepreneurship“ auf dem Lehrplan. Als mögliche Tätig­keits­­felder kommen unter anderem Projektmana­ge­ment, Produktentwicklung, Marke­ting und Ver­trieb in Betracht.

Automation und Industrie 4.0 (B.Eng.)

Digitalisierung in der Fabrik: Studiengänge bereiten darauf vor. (Foto: Bosch)

Die zunehmende Vernetzung von Fabriken ist der große Jahrhunderttrend. Seit Jahren sprechen Experten unter dem Stichwort Industrie 4.0 bereits von der vierten industriellen Revolution. Passend dazu bietet die Fachhochschule Mittweida seit dem Wintersemester 2016/17 den zulassungsfreien Bachelor-Studiengang „Automation – Industrie 4.0“ an. Abschlussgrad: Bachelor of Engineering (B.Eng.)

In sechs Semestern erwerben Studierende umfangreiche Kenntnisse über Fertigungsabläufe, Robotik und digitale Vernetzung. Sie lernen, wie die Visualisierung von Produktionsabläufen funktioniert, die Entwicklung von Bedienoberflächen oder der Aufbau von lokalen Netzwerken. Mögliche Berufsfelder sind unter anderem der Fahrzeugbau, die Arbeit bei Zulieferern oder Maschinenbauern.

Gründung, Innovation, Führung (B.A.)

Studieren oder doch lieber ein Startup gründen? An der Hochschule Bremerhaven geht bald beides. Ab diesem Herbst startet dort der deutschlandweit erste Startup-Studiengang. „Gründung, Innovation, Führung“, kurz GIF, heißt das Angebot und soll Studierende in sechs Semestern zum Vollzeit-Unternehmer ausbilden. Abgeschlossen wird das ungewöhnliche Studium mit dem Bachelor-of-Arts-Titel.

Zum Auftakt des Studiums wird in Teams direkt eine eigene Firma gegründet. Das dafür notwendige Startkapital müssen sich die Studierenden in einer ersten Härteprüfung selbst ranschaffen. Auch klassische Vorlesungen oder Klausuren soll es nicht geben. Stattdessen sollen Studierende ihr Wissen immer dann erwerben, wenn sie es zur Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee benötigen. Dazu bietet die Hochschule Module von Produktentwicklung bis Marketing sowie von Teamleitung bis Finanzplanung an. Als Prüfungsnachweis werden Reflexionspapiere vorgelegt.

E-Commerce und Digital Retail Management (B.A.)

Während der klassische Einzelhandel ums Überleben kämpft, erfinden Online-Giganten wie Amazon oder Zalando das Einkaufserlebnis neu. Auch in Zukunft wird das Shopping zunehmend im Netz und über völlig neue Interfaces wie Sprachassistenten stattfinden. Die Grundlage für einen Berufseinstieg in die Branche liefert unter anderem der Bachelor-of-Arts-Studiengang „E-Commerce und Digital Retail Management“ an der Fachhochschule im sächsischen Mittweida.

Studierende erhalten in sechs Semestern Einblicke in Onlinehandel, Mobile-Commerce und Logistik: Wie werden Internetauftritte geplant und konzipiert? Wie können bestehende Prozesse an das Kundenverhalten angepasst werden? Welche Logistik-Prozesse stehen hinter einem Shop? Wie kann der stationäre Handel vom E-Commerce profitieren? Wie wirken sich Design und Funktionalität eines Shops auf den Käufer aus? Mögliche Arbeitgeber sind Onlinehändler und Brands.

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14 Reaktionen
Sarah

An der Universität Witten/Herdecke gibt es auch noch den Master-Studiengang „Digital Transformation & Social Responsibility“, in dem es darum geht, Digitalisierung in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit und Gesellschaft zu verstehen und sozialverantwortlich weiterzuentwickeln. Soweit ich weiß kann man den Studiengang an jeden Bachelor-Studiengang dranhängen.

https://www.uni-wh.de/studium/studiengaenge/digital-transformation-social-responsibility-ma/

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SP

Richtig "digital" wäre jetzt noch eine Übersicht der Online-Studiengänge fürs Fern- bzw. Online-Selbst-Studium. Ich hatte mir mehr erhofft vom Titel.

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Georg Sesterhenn

An der Hochschule Mittweida kann man ab dem Wintersemester 2018 auch "Blockchain & Distributed Ledger Technologie" studieren. Müsste der erste Studiengang dieser Art auf dem europäischen Festland sein.

https://www.cb.hs-mittweida.de/studienangebote-der-fakultaet/blockchain-distributed-ledger-technologies-dlt.html

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Wimbler

Oder man studiert einfach klassisch (Wirtschafts)ingenieurwesen an einer TU und spezialisiert sich während des Studiums dann auf digitale Themen.
Da fällt der Einstieg ggü. einem FHler dann gleich nochmal einfacher ;)

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Martin

Und wo ist der ganz normale Wirtschaftsinformatiker? Den gibt es doch bereits seit längerem und an fast jeder Uni/FH?

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Johannes

An der IUBH wäre da noch der Bachelor-Studiengang "Digital Business" entweder mit Spezialisierung auf digitales Marketing oder Data Science.
https://www.iubh-fernstudium.de/bachelor/bachelorstudiengaenge/it-und-technik/digital-business/

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Wilfried12

Ganz neu hat auch die AKAD University, der Pionier im digitalen Fernstudium neben dem Beruf, zwei spannende Studiengänge zu Digitalisierung im Angebot:

1) Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive: Digital Transformation - BWL (B.A.)
https://www.akad.de/kampagne/DIT/

2) Aus technischer Perspektive: Digital Engineering und Angewandte Informatik (B.Eng.)
https://www.akad.de/fernstudium-bachelor/studiengang/digital-engineering/

Für diejenigen, die neben dem Beruf flexibel, indivuell und effizient studieren möchten, die Hochschule der Wahl

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Markus W

E-Commerce kann man nicht nur an der teuren privaten Hochschule studieren, sondern beispielsweise auch an der EAH in Jena.

https://ecommerce-bachelor.de

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Franziska

Spannende Übersicht! Ich find's toll, dass sich immer mehr Studiengänge mit der Digitalisierung befassen. Ich mache derzeit meinen Master in Online-Kommunikation an der Hochschule Anhalt. Wir werden in Online-Management, Online-Marketing und strategischer Online-Kommunikation ausgebildet - und das sehr praxisorientiert durch Kooperationen mit Unternehmen wie Siemens, Audi oder der Deutschen Bahn:
mok.wi.hs-anhalt.de

Falls ihr eure Liste irgendwann erweitert, wäre der #m_ok eine tolle Ergänzung. Ich würde diesen Master jederzeit wieder studieren.

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Romet Zetis

Richtiger Bullshit!

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Tobias

Data Science gibt es auch als berufsbegleitendes Fernstudium (Master) an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen
http://www.hs-albsig.de/studium/datascience/Seiten/Startseite-Data-Science.aspx

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Oliver Höß

Auch die meisten Studiengänge der Wirtschaftsinformatik beschäftigen sich seit jeher mit der Digitalisierung, z.B. in Stuttgart

https://innovative-trends.de/2017/06/21/irgendwas-mit-informatik-bis-zum-15-juli-2017-fur-it-studiengange-an-der-hft-stuttgart-bewerben/

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ClausL

Habt ihr den neuen Masterstudiengang Digitale Kommunikation an der HAW in Hamburg übersehen, oder Angst vor der Konkurrenz? ;-)
http://www.haw-cc.com/aktuelles/pizzaboten-scoop_von_fink_hamburg_bei_g20/21/

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