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Fantasie hat er ja: Elon Musks falsche Zukunftsprognosen

Tesla-Chef Elon Musk hat sehr viel Fantasie. Diese Fantasie äußert sich auch in seinen Prognosen. Daher sollten wir uns nicht wundern, wenn die nicht eintreffen.

2 Min.
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Tesla-Chef Elon Musk. (Foto: Kathy Hutchins / Shutterstock.com)

Ein Beispiel für die falschen Prognosen des Elon Musk stellt eine Aussage aus dem Jahr 2016 dar. Im damaligen Januar 2016 hatte Musk in seiner Eigenschaft als Tesla-Chef – sagen wir – versprochen, dass Tesla-Nutzende etwa zwei Jahre später in der Lage sein würden, ihre Fahrzeuge auf Knopfdruck herbeizurufen.

Wo sind die Teslas, die allein von LA nach New York fahren, Herr Musk?

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Die Funktion nannte er Summon (beschwören). Das sollte wohl den magisch wirkenden Moment in den Köpfen evozieren, wenn die Kobra im Korb des Schlangenbeschwörers zu schwingen beginnt, weil der auf seiner Flöte spielt. Teslas sollten allerdings nicht nur aus dem Korb vor den Nutzenden – um im Bild zu bleiben – hervorsteigen, sondern „aus dem ganzen Land“ hergerufen werden können.

Man stelle sich vor, fahrerlose Teslas durchstreifen das Ruhrgebiet, um sich von Dortmund nach Düsseldorf zu jenen zu bewegen, die die Summon-Funktion ausgelöst haben. Schon 2016 war diese Prognose geradezu lächerlich absurd – und schon gleich, wenn man sie auch noch mit dem Zeithorizont 2018 verband.

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„In ~2 Jahren sollte Summon überall dort funktionieren, wo es eine Landverbindung gibt und nicht durch Grenzen blockiert ist, z. B. wenn man in LA ist und das Auto in New York steht“, twitterte Musk abseits jeglicher Vernunft und erntete dafür einen ganzen Haufen Beifall.

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Sechs – nicht zwei – Jahre später, ist von dieser Funktion noch immer nichts zu sehen. Im Gegenteil hat inzwischen auch Musk erkannt, dass das zugrundeliegende Kern-Feature, nämlich das selbstfahrende Element, nicht so trivial in der Umsetzung ist. Schon die noch eher rudimentären Ansätze, die Tesla seinen Kunden als FSD (Full Self-Driving, also vollautomatisches Fahren) verkauft, sind bestenfalls als halbautomatisches, betreutes Selbstfahren zu bezeichnen. Unfälle damit haben die US-Kraftfahrzeugbehörden auf den Plan gerufen.

Wo ist die Million Robotaxis, Herr Musk?

Das hat Musk nicht davon abgehalten, immer neue, ähnlich krude Prognosen abzugeben. Das Automagazin „Road and Track“ hat eine ganze Liste davon zusammengestellt. Eine davon bezieht sich erneut auf FSD, obwohl Musk zu dem Zeitpunkt bereits gewusst haben muss, dass er ziemlichen Unsinn verzapfen würde, wenn er tatsächlich ausspricht.

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Er tat es dennoch. 2019 sagte er, er sei „sehr zuversichtlich“, dass bis 2020 mehr als eine Million autonome Tesla-Robotaxis auf den Straßen der Großstädte unterwegs sein würden. Wo sind die? Es wird Zeit, die Aussagen Musks als das wahrzunehmen, was sie wirklich sind – Fantasien eines Idealisten, die manchmal, aber nicht immer einen Bezug zur Realität haben.

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