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Steuern und Kredite: Was wohl wirklich hinter Musks Abstimmung zum Aktienverkauf steckt

Per Twitter hatte Elon Musk, reichster Mensch der Welt, darüber abstimmen lassen, ob er zehn Prozent seiner Anteile an Tesla verkaufen solle. Die Umfrage war aber möglicherweise nur ein Vorwand. Musk stehen milliardenschwere Zahlungen bevor.

2 Min. Lesezeit
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Tesla-Chef Elon Musk. (Foto: dpa)

Am Wochenende stellte Tesla-Chef Elon Musk seine 62,5 Millionen starke Twitter-Gefolgschaft vor die Frage, ob er zehn Prozent seiner Tesla-Aktien verkaufen solle oder nicht. Er, so der reichste Mensch der Welt, werde sich in jedem Fall daran halten. Das Votum war klar: 57,9 Prozent der Twitter-Nutzer:innen, die sich an der Wahl beteiligt hatten, stimmten für den Aktienverkauf. Die – abzusehende – Folge: Der Kurs der Tesla-Aktie brach am Montag um zwischenzeitlich neun Prozent ein. Jetzt gibt es aber Zweifel an der Motivation Elon Musks – war die Umfrage nur ein Vorwand?

Aktien verkaufen, um Steuern zu zahlen?

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Zunächst waren Beobachter:innen davon ausgegangen, dass Musks Aktienverkauf-Ankündigung als Reaktion auf die Diskussionen um Steuererhöhungen für Superreiche und seinen Beitrag bei der Lösung der Probleme der Welt anzusehen sei. Dafür hatte Musk mit seinen Kommentaren bei Twitter auch selbst gesorgt. So erklärte er beim Start der Umfrage, dass zuletzt viel über „nicht realisierte Gewinne als Mittel zur Steuervermeidung“ geredet worden sei. Daher, so Musk, schlage er vor, zehn Prozent seiner Tesla-Aktien zu verkaufen. Da er keine Gehälter oder Boni erhalte, müsse er Aktien verkaufen, um Steuern zu bezahlen.

Mittlerweile scheint es aber so, dass Musk ohnehin ein größeres Aktienpaket hätte verkaufen müssen. Wie CNBC schreibt, steht der Tesla-Chef vor einer riesigen Steuernachzahlung in der Höhe von 15 Milliarden Dollar, die nichts mit dem angekündigten Aktienverkauf zu tun hat. Die Steuern sollen anfallen, weil Tesla und Musk im Jahr 2012 eine Vereinbarung getroffen haben, nach der der E-Autochef in Aktien und Optionen bezahlt werde. Die Laufzeit vieler Optionen endet laut CNBC 2022. Um sie einzulösen und die Aktien zu dem vereinbarten Preis zu bekommen, so der US-TV-Sender, müsse Musk Steuern auf die angefallenen Gewinne zahlen.

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Verfallende Optionen, beliehene Tesla-Aktien

Berechnungen zufolge soll Musk rund 28 Milliarden Dollar an Rendite erzielen können – die rund 54 Prozent an Steuern würden die Zahlung von rund 15 Milliarden Dollar ergeben. Schon auf der Code-Konferenz im September hatte Musk einen Aktienverkauf zum Jahresende hin angedeutet. Würde er die auslaufenden Optionen nicht einlösen, würden sie verfallen, so Musk. Darüber hinaus soll Musk laut CNBC einen Teil seiner Aktienanteile beliehen haben. Das betreffe schon 92 Millionen Aktien. Auch dieses Geld müsse er zurückzahlen. Musks gesamte Anteile an Tesla sollen aktuell rund 200 Milliarden Dollar wert sein.

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