Entwicklung & Design

Kurios: Entwickler nutzt WhatsApp zur Server-Fernwartung

Das Tool, das der Münchener Entwickler Karim Jedda auf seinem Blog Funny Bretzel präsentiert, ist nicht als sicher zu betrachten – soviel vorweg. Es zeigt aber auch, dass Not erfinderisch macht – und wie vielseitig doch der WhatsApp-Messenger verwendet werden kann.

WhatsApp als Fernwartungs-Tool für Server

Jedda erläutert in seinem Blogpost, dass er weder für iOS noch für Android eine vernünftige Apps zur Eingabe von Kommandozeilen gefunden hat, um aus der Ferne seine Server im Griff zu behalten. Daher entschloss er sich, eine eigene Lösung zu konzipieren. Das Resultat ist ein Bot, mit dem er die Server vom Smartphone aus warten kann. Seinen Ausführungen zufolge ähnelt das Tool einem aufgebohrten Slack-Bot. Weshalb er das Kommandozeilen-Werkzeug gerade mit WhatsApp verknüpft hat? Dafür hat eine eine eimfache Antwort: Weil er sein Smartphone stets bei sich trägt, und WhatsApp ohnehin darauf installiert ist.

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Per WhatsAppCli, so der Name seines Tools, kann er einige vordefinierte Python-Funktionen aber auch ganz wie am Desktop Kommandos eingeben. Selbst eine Abfrage des Speicherverbrauchs seines Macs kann er sich zusenden lassen. Jedda hat seinem Bot noch einige weitere Spielereien verpasst: Per Befehl „sendimage X“ kann er sich Bilder zuschicken, oder einen eingetippten Text per Google-Text-to-Speech als Sprachnachricht zusenden lassen. Selbst als Killswitch ist das Tool verwendbar, wie er schreibt – von seinem Smartphone kann er beispielsweise „delete all porn“ eingeben, und schon sind die fraglichen Daten weg.

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WhatsApp: Mit dem selbstgebauten Bot kann der Entwickler allerhand Schabernack treiben. (Screenshot: Karim Jedda)

WhatsApp-Bot: Sicher nicht sicher, aber eine smarte Spielerei

Wie Jedda im WhatsAppCli-Artikel und im Kommentarbereich seines Blogs sowie auf Hacker-News klarstellt, sei das Tool keineswegs sicher. In seinen Ausführungen im Blogpost wollte er aufzeigen, wie flexibel sein Bot sei und was damit alles möglich ist. Zu empfehlen sei es aus Sicherheitsgründen selbstredend nicht, dem Tool einen vollen Shell-Zugriff zu erteilen.

Auf Hacker-News entbrannte eine hitzige Diskussion über das Tool. Ein User beschreibt das Projekt als einen Versuch einen Beinbruch mit einem Pflaster zu behandeln, ein weiterer hält das Ganze für einen Aprilscherz oder die Idee eines Teenagers. Andere wiederum halten Jeddas Idee für ziemlich „cool“ und für den Einsatz in bestimmten Szenarien äußerst interessant.

Neugierige können sich das Tool beziehungsweise den Source-Code auf Github näher ansehen und herunterladen.

via www.giga.de

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