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Ex-Mitarbeiter enthüllen: Tesla-Video von 2016 war Fake

Tesla vermarktet sich als Pionier des autonomen Fahrens. Doch die Ehrlichkeit blieb dabei wohl auf der Strecke: Ein Video eines selbstfahrenden Teslas von 2016 stellte sich jetzt als Fake heraus.

Von Hannah Klaiber
2 Min. Lesezeit
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Ex-Mitarbeiter sagen: Dieses Video war Fake. (Bild: Screenshot Vimeo / Tesla)

Elon Musk zelebriert seine Teslas als Wunderwerke der Technik, als perfekte Symbiose aus Mensch und Maschine. 2016 wurde das Fahrassistenzsystem erstmals als „Autopilot 2.0“ beworben – und sorge damit natürlich für absolute Begeisterung. Tesla drehte dazu ein Werbevideo, das bis heute auf deren Webseite läuft. Darauf zu sehen: das Cockpit eines Teslas und ein Fahrer, der seine Hände in den Schoß legt – während das Auto weiterfährt. Der Durchbruch zum voll autonomen Fahren? Nicht ganz.

Falsche Versprechen und gewollte Trugschlüsse

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Denn dieses Werbevideo war wohl zum großen Teil gestellt. Das enthüllten jetzt diverse Ex-Mitarbeiter in einem umfassenden Interview gegenüber der „New York Times“. 19 ehemalige Angestellte sprachen unter dem Deckmantel der Anonymität mit der US-Zeitung, darunter waren allein acht zuständig als Ingenieure für den „Autopilot 2.0“. Laut den Befragten hatte das Auto nicht nur eine digitale 3D-Karte zur Verfügung – etwas, das es normalerweise nicht gibt – sondern wäre auch stellenweise an die Fahrbahnbegrenzung gestoßen und baute sogar einen Unfall auf dem Werksgelände.

Der Eindruck, dass der Tesla im Video also spontan und ohne Fahrer unterwegs ist und die Technik dabei reibungslos funktioniert, ist ein bewusster Trugschluss. Schon der Name „Autopilot“ stieß damals intern auf Widerstände, da er eine Leistung suggeriert, die von der Technik her gar nicht möglich ist. Die Ingenieure wollten das System eher „Co-Pilot“ taufen, was Elon Musk aber nicht wollte, wie die Interviewpartner der „New York Times“ berichteten.

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Elon Musk hat Zweifel wohl unter den Teppich gekehrt

Die Technik ist bis heute umstritten. Denn Tesla ist in Sachen Hardware bei seinen Fahrassistenzsystemen eher sparsam unterwegs und setzt lediglich auf Kameras und die KI des verbauten Computers. Sicherheitsbedenken wurden laut den Ex-Mitarbeitern vom Firmenchef Elon Musk locker vom Tisch gewischt und zugunsten von Marketing und Optik ignoriert. Übrigens: Wer heute einen Tesla fährt, soll seine Hände trotz „Autopilot 2.0“ stets aus Sicherheitsgründen am Lenkrad lassen.

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3 Kommentare
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Joris

Richtig, der Begriff Autopilot suggerierte etwas was es nie war. Kein guter Stil.
Das im Artikel genannte System wird schon lange nicht mehr weiterentwickelt, sondern durch das aktuell als öffentliche Beta zu sehnende FSD ersetzt werden. Kann man auf YouTube bestaunen, hier ist Tesla unaufhaltsam im Lead, eben auch weil sie auf einen Vision-Only Ansatz setzen.

Antworten
Mic

Vision Only wird maximal so gut funktionieren, wie ein menschlicher Fahrer. Das ist aber nicht der Anspruch an ein autonomes Fahrzeug. Es wird nur eine Zulassung bekommen, wenn es nachweislich besser ist (weniger Unfälle verursacht) als ein menschlicher Fahrer. Daher ist Tesla hier weit entfernt dies zu erreichen.
Technisch wird dies nur gelingen, wenn man Sensoren mehrfach absichert und über die Sensorfusion alle Daten zusammenführt. Das ist leider ein sehr komplexer Vorgang und die Entwicklung wird noch ein paar Jahre dauern bis ein Autopilot ein Fahrzeug im täglichen Mischverkehr (zusammen mit echten Fahrern) sicher steuern kann.

Antworten
dago

wenn ein mensch richtig „funktioniert“ passiert auch nichts
nicht mehr und nicht weniger ist der anspruch an den fsd, mit der ausnahme, dass diese nie müde wird mehr sieht und schneller reagiert

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