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Facebook treibt Plan für Chats mit Unternehmen voran

Facebook setzt den Plan um, seine Apps zur Plattform für den Austausch zwischen Unternehmen und ihren Kunden zu machen. Neben Instagram steht Whatsapp dabei im Fokus.

3 Min. Lesezeit
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Facebook will die Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden stärken. (Foto: Lloyd Carr / Shutterstock.com)

Zu seiner Entwicklerkonferenz F8 Refresh am Mittwoch öffnete das Online-Netzwerk unter anderem die Schnittstelle für Chats bei der Foto-Plattform Instagram für alle Entwickler. Damit können nun Firmen direkt in der App mit ihren Kunden kommunizieren. Facebook demonstrierte als Beispiel, wie man in einer Unterhaltung den Versandstatus prüfen oder die Lieferadresse korrigieren kann.

Auch bei Whatsapp werden die Möglichkeiten zur Kommunikation mit Unternehmen ausgebaut. Unter anderem können die Firmen in ihren Whatsapp-Chats nun neue Listenansichten mit bis zu zehn Optionen anbieten, damit Antworten seltener per Hand eingetippt werden müssen. Sie können ihren Kunden nun zum Beispiel auch per Whatsapp mitteilen, wann ein Artikel wieder lieferbar ist. Unternehmen sollen ihre Whatsapp-Präsenz künftig binnen fünf Minuten einrichten können – vorher habe es zum Teil Wochen gedauert.

Kernpunkt der neuen Nutzungsbedingungen

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Die neuen Möglichkeiten zur Kommunikation mit Unternehmen waren laut Facebook der Kernpunkt der neuen Nutzungsbedingungen von Whatsapp, die Mitte Mai in Kraft traten. Sie sorgten für Debatten und eine Abwanderung von Nutzern, weil Kritiker und Datenschützer warnten, der Mutterkonzern Facebook könne damit Zugriff auf mehr Daten von Whatsapp bekommen. Whatsapp wies das stets zurück.

Für Nutzer, die den neuen Regeln nicht zustimmen, sollen grundlegende Whatsapp-Funktionen entgegen ersten Ankündigungen nicht eingeschränkt werden. Für die Nutzung der neuen Möglichkeiten zum Austausch mit Unternehmen wird die Zustimmung aber erforderlich sein.

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Die Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden ist das Vorhaben, mit dem Facebook schließlich Geld mit Whatsapp verdienen will. Das weltgrößte Online-Netzwerk übernahm Whatsapp 2014 für am Ende rund 22 Milliarden Dollar. Mit dem Kauf nahm Facebook zwar einen potenziellen Rivalen vom Markt, der Dienst trug bisher aber wenig zum Konzerngewinn bei. Zeitweise wurde über Werbung im Status-Bereich von Whatsapp nachgedacht, wo Nutzer Fotos und Videos für einen Tag mit ihren Kontakten teilen können. Die Idee wurde dann aber auf Eis gelegt. dpa

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2 Kommentare
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Didi

ich werde nie verstehen, warum Menschen sowas im
Messenger nutzen. Einem
Ort, der nur einzig und allein für Privatsphäre geschaffen wurde, für Freunde und Familie. Weder mit dem Arbeitgeber. Noch mit irgendwelchen unternehmen in Kontakt kommen. Das wird die App nachhaltig negativ verändern, woe Facebooks Einfluss viele andere gute Orte nachhaltig negativ geprägt hat. Es gibt keinerlei Vorteile. Auch Instagram verkommt immer mehr zu einem 2. Facebook…. wahrscheinlich, weil auch dort alles In die Businesslinie geht. Die Kommentarspalte von Instagram war Jahrelang eher sekundär, heute wird die Kommentarspalte zugemüllt

Antworten
Gunar Gürgens

Und weiter geht’s , es reicht ja nicht, dass sich Facebook schon zum übelsten Werbe-Ort verändert hat.
Facebook Timeline 2008: „Rüdiger hat 20 Fotos in Malediven 2008 hochgeladen“, „Lorena war am Set vom Tatort arbeiten“, „Timo fragt, ob ihm jemand am Wochenende beim Umzug helfen kann“, „Lukas freut sich auf den Stadionbesuch am Wochenende“
Facebook Timeline 2021: „Irgend eine Gruppennachricht“, „uninteressanter Sponsored Post“, „Werbeanzeige von einer Firma, der man folgt“, „uninteressanter Sponsored Post“, „Post einer anderen Seite“, „Post einer anderen Seite“, „uninteressanter Sponsored Post“, „Post einer anderen Seite“, „Post einer anderen Seite“.
Was man 2021 nicht mehr sieht: „Rüdiger hat 20 Fotos in Schwarzwaldwandern hochgeladen“, „Lorena war am Set vom Tatort arbeiten“, „Timo fragt, ob ihm jemand am Wochenende beim Umzug helfen kann“, „Lukas freut sich auf den Stadionbesuch in der nächsten Saison“
All das wofür ich eigentlich damals zu Facebook bin, wird inzwischen weg algorithmiert. Ich erfahre nur noch über Umwege was meine Kumpels und Kumpelinen machen. Das ist echt super nervig und der Grund, warum ich mich sehr selten auf dieser Plattform aufhalte.
Eigentlich würde ich das ja wirklich gerne löschen, aber leider bin ich selbst so ein Seitenbetreiber. Immerhin findet man über diese Plattform auch mal die ein oder andere interessante Veranstaltung, die sonst an einem vorbei gegangen wäre.
Aber man muss es einfach sehen wie es ist. Facebook ist ein Werbe- und Informationskanal und kein soziales Netzwerk mehr, will man wirklich Privatsachen damit machen, muss man umziehen.
Instagramm entwickelt sich leider auch langsam dahin.
WhatsApp kann sich gerne dahin entwickeln, das ist seit Anfang Mai gelöscht, sehr zum Verdruss einiger meiner Kontakte, aber es wurden einfach zu viele berufliche Sachen, die eigentlich nicht auf einen amerikanischen Server gespeichert gehören. Ich werde mich jedenfalls davor hüten meine Adressen, Bankdaten usw. über WhatsApp, Facebook oder Instagram zu verschicken.

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