News

„Feature Drop”: Google verpasst seinen Pixel-Smartphones neue Funktionen

Google Pixel 4. (Foto: t3n)

Google hat neue Funktionen für seine Pixel-Smartphones angekündigt. Neben dem Pixel 4 sollen sie auch auf älteren Modellen Einzug halten. Was jedoch seit Oktober fehlt: Sicherheitspatches für das Pixel 4.

Mit den sogenannten Feature Drops – grob übersetzt mit Funktions-Erweiterungen – will Google seinen Pixel-Geräten von Pixel 2 bis 4 künftig in regelmäßigen Abständen neue Features verpassen. Der erste Drop beinhaltet unter anderem neue Foto-Funktionen und mehr.

Google Pixel: Fotos nachträglich mit Bokeh-Effekt versehen

Wie Google in einem Blogeintrag ankündigt, lassen sich nach dem Update, das in den kommenden Wochen verteilt werden soll, Fotos nachträglich in der Google-Fotos-App mit einem Hintergrund-Unschärfeeffekt versehen, als seien sie ein Porträt. Dabei spielt es Google zufolge keine Rolle, wie alt das Foto ist.

Darüber hinaus erweitert Google Funktionen seiner Video-Telefonie-App Duo beim Pixel 4 (Test): Während des Videochats soll euer Konterfei stets zentriert bleiben, selbst wenn ihr euch ein wenig bewegt, was durch das Weitwinkel-Objektiv der Selfie-Cam realisiert wird. Wenn eine weitere Person in Sichtweite der Kamera tritt, wird sie mit ins Bild geholt.

Weiter soll die Wiedergabe bei Duo-Anrufen flüssiger sein. Hierfür macht Google sich maschinelles Lernen zunutze: Im Falle einer schlechten Verbindung könnte es zu Audioausfällen kommen – ein Lernmodell auf dem Pixel 4 soll die wahrscheinlichen nächsten Töne antizipieren, wodurch das Gespräch mit minimalen Unterbrechungen weitergeführt werden könne. Das 90-Hertz-Display des Pixel 4 soll zudem eventuelle Video-Schwankungen ausgleichen können.

Für Pixel-Geräte der Generationen 2 bis 4 lassen sich laut Google nun auch Porträtfilter anwenden: Der Hintergrund wird dabei unscharf maskiert, sodass das trubelige Büro oder die unordentliche Küche nicht ablenkt.

Weitere neue Features für Pixel-Geräte

Google hat außerdem einige Funktionen angekündigt, die vom Pixel 4 auf älteren Modellen landen sollen: So kommt die Rekorder-App, die Gespräche in Echtzeit transkribiert und durchsuchbar macht, auf Pixel 2 bis 3a. Zudem bekommen Pixel 3 und 3a die Live-Caption-Funktion.

Des Weiteren erweitert Google sein Digital Wellbeing: Der sogenannte Focus Mode soll uns durch das Deaktivieren ausgewählter Apps dabei helfen, für einen bestimmten Zeitraum konzentrierter zu arbeiten. Die Funktion „Flip to Shhh“ erreicht Google zufolge auch das Pixel 2 und 2 XL. Wenn ihr das Smartphone umdreht, wird es in den Nicht-Stören-Modus gesetzt.

Mit dem neuen Update schaltet Google auf dem Pixel 4 eine schnellere Standortpositionierung für Google Maps frei, die per On-Device-Computing realisiert wird. Zusätzlich zu den neuen Features will Google allen Pixel-Modellen ein Update für eine bessere Speicherverwaltung verabreichen. Pixel-Smartphones komprimieren proaktiv zwischengespeicherte Anwendungen, sodass mehrere Anwendungen gleichzeitig ausgeführt werden können – wie Spiele, Streaming von Inhalten und mehr.

Pixel 4: Manche Modelle seit Oktober ohne Sicherheitspatch

Auch das Pixel-4-Redaktions-Testgerät hat seit Oktober 2019 keine Sicherheitspatches mehr erhalten. (Screenshot: t3n)

Auch das Pixel-4-Redaktions-Testgerät hat seit Oktober 2019 keine Sicherheitspatches mehr erhalten. (Screenshot: t3n)

Apropos Update für das Pixel 4: Bei seiner neuesten Pixel-Generation bekleckert Google sich nicht sonderlich mit Ruhm, denn das Unternehmen beliefert seine neuesten Geräte offenbar nur häppchenweise mit aktuellen Patches: Trotz Update-Versprechen haben allem Anschein nach manche Pixel-4-Geräte seit ihrer Auslieferung im Oktober keine Sicherheitspatches erhalten. Für ein Gerät, das direkt vom Android-Entwickler kommt, ist das enttäuschend.

Kurios daran ist, dass ältere Pixel-Modelle im November und Dezember ihre Sicherheits-Updates erhalten haben. Zudem hat Google noch keine weiteren Informationen zur Verbesserung der Gesichtserkennung des Pixel 4 geliefert. Wir erinnern uns: Die Face-Unlock-Funktion des neuen Pixel-Modells lässt sich auch bei geschlossenen Augen verwenden. Damit ließe sich das Gerät von Dritten entriegeln, wenn der Besitzer schläft, um Inhalte auszuspionieren.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung