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Pixel 4 (XL) im Test: Das smarteste, nicht das beste Smartphone

Google Pixel 4 und XL im Test. (Foto: t3n)

Googles Pixel 4 und 4 XL sind da und wir haben die neueste Generation getestet. Die Geräte können in vielen Belangen überzeugen, leider geht vor allem dem kleinen Pixel 4 viel zu schnell die Puste aus.

Mit den neuen Pixel-Geräten zeigt Google abermals, dass Hardware nicht alles ist und smarte Software und eine runde Nutzererfahrung mehr aus Smartphones herausholen kann. Dennoch sind das Pixel 4 und 4 XL nicht die perfekten Smartphones, was zum Großteil auf Fehlentscheidungen bei der Hardwareausstattung zurückgeführt werden kann.

Pixel 4 (XL) im Test: Design und Verarbeitung

Die beiden neuen Pixel-Modelle sind abgesehen von verschiedenen Displaydiagonalen und damit einhergehenden unterschiedlichen Abmessungen optisch identisch. Die Geräte sind mit einem mattierten Metallrahmen eingefasst, in dem an den pixeltypischen Stellen rechts oben Powerbutton und Lautstärkewippe eingelassen sind. Rückseitig ist weiterhin das schlichte Google-Logo zu finden. Ein Fingerabdrucksensor, der noch im Pixel 3 (XL) verbaut war, ist verschwunden, den hat der Hersteller in Apple-Manier durch eine 3D-Gesichtserkennung auf der Front ersetzt.

Google Pixel 4 und 4 XL. (Foto: t3n)

Google Pixel 4 und 4 XL. (Foto: t3n)

Beim rückseitigen Kamera-Element mit seiner quadratischen Form dürften Apple-Fans an das des iPhone 11 denken, Android-Kenner haben wohl eher das 2018 erschienene Mate 20 Pro (Test) im Hinterkopf. Frontseitig mutet das Pixel-4-Gespann ein wenig wie ein Smartphone aus dem Jahre 2016 an. Denn während viele Hersteller auf Volldisplay mit Pop-up-Kamera, Punch-Hole-Display oder Notch setzen, besitzen die neuen Modelle auf der Oberseite verhältnismäßig breite Displayränder. Das Mehr an Rand hat einen Grund: Denn dahinter steckt viel Technik wie Sensoren für die Gesichtserkennung und ein Miniradar (dazu später mehr), die derzeit nicht anders untergebracht werden können. An den Anblick gewöhnt man sich schnell wieder, zumal die schnelle Gesichtserkennung über den Kritikpunkt hinwegtröstet.

Google Pixel 4. (Foto: t3n)

Google Pixel 4 mit Sensor-Stirn. (Foto: t3n)

Google bietet insgesamt drei verschiedene Farboptionen an, wobei nur für das kleine Pixel 4 mit 64 Gigabyte alle Farben bereitstehen – bei dem Modell stehen Schwarz (Just Black), Weiß (Clearly White) und Orange (Oh so Orange) zur Wahl. Für das Pixel 4 XL lässt sich nur zwischen Schwarz und Weiß in den Speicheroptionen 64 und 128 Gigabyte wählen. Es sollte erwähnt werden, dass Weiß und Orange eine mattierte Oberfläche besitzen und nach Tagen der Nutzung kaum Fingerabdrücke zu erkennen sind. Die schwarze Version ist hingegen ein regelrechter Fettfingermagnet, da sie in Klavierlack-Optik gehalten ist. Ein mattschwarzes Pixel 4 wäre sicherlich wünschenswert und ein regelrechter Hingucker gewesen.

Hinsichtlich der Verarbeitung macht Google ansonsten nichts falsch. Die Pixel-Modelle sind tipptopp verarbeitet, wie es sich für High-End-Geräte gehört. Staub- und wasserresistent nach Industriestandard IP68 sind die Smartphones wie ihre Vorgänger auch.

Google Pixel 4 XL. (Foto: t3n)

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Interessant ist übrigens die Preisgestaltung: Alle Modelle sind günstiger als die Pixel-3-Pendants des letzten Jahres. Beim Pixel 4 hat Google die Preise um jeweils 100 Euro gesenkt, sodass es bei 749 Euro statt 849 Euro losgeht. Die XL-Geräte sind jeweils 50 Euro günstiger als die 2018er Pixel-3-XL-Smartphones. Dass Hersteller ihre neuen Smartphones günstiger machen als ihre Vorgänger, ist eine Seltenheit. Vielleicht will Google die Pixel-Phones für die breite Masse attraktiver gestalten, um die Verkaufszahlen anzukurbeln, die unter anderem in Europa nicht sonderlich hoch sind.

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