Test

Oneplus 7T im Test: Speedking auf 90 Hertz

Oneplus 7T im Test. (Foto: t3n)

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Oneplus hat sein Oneplus 7T und das 7T-Pro-Modell offiziell vorgestellt. Wir haben das neue Smartphone-Modell mit 90-Hertz-Display, High-End-Ausstattung und Android 10 ab Werk getestet. 

Mit dem Oneplus 7T verpasst der Hersteller seinem im Mai erschienenen Oneplus 7 ein solides Update. Neben dem neuen Design des Kamera-Elements auf der Rückseite, das an eine Spiegelreflexkamera erinnern soll und gerade im Trend ist  – siehe Nokia 7.2 oder Huawei Mate 30 Pro –, kommt das 7T mit neuem Prozessor, Triple-Kamera, 90-Hertz-Display und aktuellem Android 10. Da das 7T Pro in Sachen Ausstattung nahezu gleich ist und sich optisch kaum vom 7 Pro unterscheidet, haben wir den Fokus auf das 7T gelegt. Was kann das neue Topmodell?

Einen Vergleich der beiden neuen Modelle findet ihr im folgenden Artikel: Oneplus 7T vs. 7T Pro: Das ist gleich, das sind die Unterschiede

Oneplus 7T im Test: Design und Verarbeitung

Oneplus 7T Hands-on. (Foto: t3n)

Das Oneplus 7T kommt mit 90-Hertz-Display und Android 10. (Foto: t3n)

In der Regel unterscheiden sich die T-Modelle von Oneplus von den Geräten des ersten Halbjahres nur in wenigen Details. Das gilt auch für das 7T: Das Display ist etwas gewachsen und misst nun 6,55 Zoll anstelle der 6,41 Zoll des Oneplus 7 – beide besitzen eine Full-HD-Plus-Auflösung. Das Seitenverhältnis hat Oneplus von 19,5:9 auf 20:9 geändert, wodurch das 7T etwas länger und minimal schmaler geworden ist. Durch die schmalere Bauform liegt es noch einmal besser in der Hand, durch das Gehäuse aus Glas ist es jedoch relativ rutschig, weshalb wir zu einer Schutzhülle raten. Damit verbaut man sich leider die Sicht auf die hübschen neuen Farboptionen Blau und Silber. Dank der mattierten Oberfläche ist das Gehäuse kaum anfällig für Fingerabdrücke.

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Oneplus 7T Hands-on. (Foto: t3n)

Oneplus 7T im Test. (Foto: t3n)

Rückseitig ist anstelle einer Dual- nun eine Triple-Kamera verbaut, die in weiten Teilen der des Oneplus 7 Pro (Test) und 7T Pro ähnelt. Lediglich die Anordnung und das Design wurden verändert. Die drei Kamera-Sensoren sind nun horizontal statt vertikal positioniert und in ein Bullauge gesteckt, das ein wenig an Nokias Lumia 1020 erinnert – das erste Smartphone mit 40-Megapixel-Sensor. Der Sensor lugte beim Lumia jedoch ein gutes Stück weit aus dem Gehäuse heraus, beim 7T sind es nur wenige Millimeter. Dank der mittigen Kamera-Positionierung wackelt es nicht herum, wenn es auf dem Tisch liegt.

Oneplus 7T von allen Seiten
Oneplus 7T Hands-on. (Foto: t3n)

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Der Rest des Oneplus-7T-Designs ist vertraut: Die Lautstärkewippe ist links am Gerät untergebracht, Alert-Slider und Powerbutton sind auf der rechten Seite. SIM-Tray, USB-C-Anschluss und ein Teil der gut klingenden Stereospeaker mit Dolby Atmos sind auf der Unterseite zu finden. Zu laut aufdrehen darf man die Speaker nicht, denn sie neigen dazu, leicht zu übersteuern. Als Freisprecheinrichtung sind sie wiederum gut zu gebrauchen. Eine Kopfhörerbuchse ist wie schon beim „7“ nicht mehr an Bord.

Oneplus bringt das 90-Hertz-Display des Pro ins 7T

Oneplus 7T Pro vs Oneplus 7T. (Foto: t3n)

Beide mit 90-Hertz-Display: Oneplus 7T Pro vs Oneplus 7T. (Foto: t3n)

Beim Display liefert Oneplus wieder ab: Das Hauptelement des Smartphones glänzt mit der im Oneplus 7 Pro eingeführten 90-Hertz-Technologie, die schon im über 700 Euro teuren Modell überzeugen konnte. Die Interaktion mit dem Bildschirm fühlt sich direkter als bei herkömmlichen 60-Hertz-Bildschirmen an. Das Scrollen im System oder auf Websites wirkt durch die höhere Bildwiederholrate flüssiger.

Hinsichtlich der Bildschirmqualität kommt es an das Display des 7(T) Pro heran, wobei das Display des 7T plan und nicht um die Gehäuseseiten gebogen ist. Es ist nicht ganz so hell wie das des 7T Pro, aber es ist blickwinkelstabil und stellt Farben lebendig dar. Bei Sonneneinstrahlung kann der Bildschirm eine Maximalhelligkeit von 1.000 Nits erzielen, so Oneplus. Das glauben wir gern, denn auch bei direktem Sonnenlicht lassen sich die Inhalte noch gut ablesen. Die Auflösung des 7T-Displays ist zwar mit 2.400 x 1.080 Pixeln geringer als der Bildschirm des 7(T) Pro mit 3.120 x 1.440 Pixeln, im direkten Vergleich fällt das aber nicht ins Gewicht.

Oneplus 7T Hands-on. (Foto: t3n)

Oneplus 7T im Test. (Foto: t3n)

Falls das „lebendige“ Standardfarbprofil nicht gefällt, lässt sich in den Systemeinstellungen ein anderes auswählen. Es kann durch einen „natürlichen“ Ton oder andere wie sRGB oder P3 ersetzt werden. Eine HDR10-Plus-Unterstützung ist auch wieder an Bord, um entsprechend unterstützte Inhalte möglichst kontrastreich und mit realitätsnahen Farben darzustellen.

Für Leseratten erweitert Oneplus seinen Lesemodus, der Inhalte bisher zur Augenschonung nur in Grautönen anzeigte. Im neuen 7T wird der Modus durch einen chromatischen Effekt ergänzt, in dem leicht verblasste Farben angezeigt werden. Neue Displaymaterialien sollen zudem 40 Prozent des blauen Lichts herausfiltern, sodass man das Gerät auch Abends ohne Einschlafprobleme nutzen kann.

Seit dem Oneplus 6T verbaut das Unternehmen den Fingerabdrucksensor unter dem Displayglas. Während der In-Display-Fingerabdruckleser bei der ersten Generation noch etwas träge funktionierte, ist das bei der mittlerweile dritten Auflage nicht mehr der Fall. Der Fingerabdruck wird rasend schnell erkannt und entsperrt das Gerät, wie es früher nur mit einem kapazitiven Sensor der Fall war.

Oneplus 7T vs. 7T Pro: Das ist gleich, das sind die Unterschiede

Die integrierte Gesichtserkennung per Frontkamera funktioniert zwar flugs, aus Sicherheitsgründen ist sie aber nicht unbedingt zu empfehlen. Im Unterschied zu den 3D-Gesichtserkennungs-Mechanismen, die im iPhone 11 oder dem Mate 20 Pro und Mate 30 Pro verbaut sind, ist die im 7T und vielen anderen Smartphones genutzte Lösung leichter auszutricksen.

Ausstattung des Oneplus 7T: Leistung satt

Oneplus lässt sich bei der Ausstattung nicht lumpen: Seit jeher verbaut der Hersteller stets frische High-End-Komponenten. Das ist beim 7T nicht anders, weshalb auch Qualcomms aktueller Snapdragon 855 Plus, gepaart mit acht Gigabyte RAM und 128 Gigabyte UFS-3.0-Speicher, hier zu finden ist.

Inhalt:

WLAN nach ac-Standard, Bluetooth 5, LTE und ein 3.800-Milliamperestunden-Akku sind ebenso an Bord. Der Akku liefert bei normaler Nutzung mit Surfen, Mail, Social Media und Youtube-Clips eine Laufzeit von einem Tag. Je nach Nutzerverhalten kann das 7T auch bis zu anderthalb Tage laufen, ohne an die Steckdose zu müssen. Ist der Akku dann mal leer, dauert die Ladezeit dank Warp Charge 30T nicht lange. Laut Hersteller sollen binnen 30 Minuten 70 Prozent Akkuladung erreicht werden – im Test kommt das auch durchaus hin. Das ist auch der Grund, weshalb Oneplus noch keine kabellose Ladeoption bietet. Im Lichte der aktuellen Entwicklungen mit bis zu 30 Watt kabellosem Laden könnten wir das Features vielleicht schon im Oneplus 8 finden.

Modell OnePlus 7T Pro Oneplus 7T OnePlus 7 Pro Oneplus 7
Betriebssystem OxygenOS basierend auf Android 10 OxygenOS basierend auf Android 10 OxygenOS basierend auf Android 10 OxygenOS basierend auf Android 10
Display 6,67 Zoll AMOLED (3.120 x 1.440 Pixel; 516 ppi, 19.5:9 Seitenverhältnis) 6,55 Zoll AMOLED mit 90 Hz (2.400 x 1.080 Pixel, 402 ppi, 20:9 Seitenverhältnis, Gorilla Glass 6) 6,67 Zoll AMOLED (3.120 x 1.440 Pixel; 516 ppi, 19.5:9 Seitenverhältnis) 6,41 Zoll AMOLED (2.340 x 1.080 Pixel, 19.5:9 Seitenverhältnis)
Prozessor Qualcomm Snapdragon 855+, @ max. 2,96 GHz Qualcomm Snapdragon 855+, @ max. 2,96 GHz Qualcomm Snapdragon 855, @ max. 2,84 GHz) Qualcomm Snapdragon 855, @ max. 2,84 GHz
Arbeitsspeicher 8 GB LP DDR4X 8 GB LPDDR4X 6 GB/8 GB/12 GB LPDDR4X 6 bzw. 8 GB LPDDR4X
Interner Speicher 256 GB UFS 3.0, nicht erweiterbar 128 GB und 256 GB (in einigen Regionen) UFS 3.0, nicht erweiterbar 128 GB/256 GB UFS 3.0, nicht erweiterbar 128 GB/256 GB UFS 3.0
Hauptkamera Triple-Kamera mit 48 MP (Sony IMX586), f/1,6, OIS und EIS; Telefoto mit 8 MP & 3x-Zoom, f/2,4; 16 MP Ultraweitwinkel f/2,2, 117 Grad; Dual-LED-Blitz; 4K-Videos mit 30/60 fps Triple-Kamera mit 48 MP (Sony IMX586) mit OIS, EIS, f/1,6; 12 MP Telefoto (f/2,2), 16 MP Ultraweitwinkel (f/2,2, 117 Grad), Dual-LED-Blitz; 4K-Videos mit 30/60 fps Triple-Kamera mit 48 MP (Sony IMX586), f/1,6, OIS und EIS; Telefoto mit 8 MP & 3x-Zoom, f/2,4; 16 MP Ultraweitwinkel f/2,2, 117 Grad; Dual-LED-Blitz Triple-Kamera mit 48 MP (Sony IMX586), f/1,7, OIS und EIS; 5 MP Telefoto mit f/2,4
Frontkamera Pop-up-Kamera mit 16 MP mit f/2.0 (Sony IMX471) 16 MP mit f/2.0-Blende, (Sony IMX 471) Pop-up-Kamera mit 16 MP mit f/2.0 (Sony IMX471) 16 MP mit f/2.0-Blende, (Sony IMX471)
Akkukapazität 4.085 mAh (fest verbaut), „Warp Charge 30T“ 30-Watt-Schnellladelösung (5V/6A) 3.800 mAh (fest verbaut), „Warp Charge 30T“ 30-Watt-Schnellladelösung (5V/6A) 4.000 mAh (fest verbaut), „Warp Charge 30“ Schnellladelösung 3.700 mAh (fest verbaut), „Warp Charge“ Schnellladelösung (5V/4A)
Konnektivität 2x2 MIMO, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2.4Ghz/5Ghz, Bluetooth 5.0, GPS, LTE, NFC WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, 2x2 MIMO, Bluetooth 5.0, GPS, LTE, NFC 2x2 MIMO, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2.4Ghz/5Ghz, Bluetooth 5.0, GPS, LTE, NFC 2x2 MIMO, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2.4Ghz/5Ghz, Bluetooth 5.0, GPS, LTE, NFC
Abmessungen 162,6 x 75,9 x 8,8 mm 160,94 x 74,44 x 8,13 mm 162,6 x 75,9 x 8,8 mm 157,7 x 74,8 × 8,2 mm
Gewicht 206 Gramm 190 Gramm 206 Gramm 182 Gramm
Farben Haze Blue Frosted Silver, Glacier Blue Mirror Gray, Nebula Blue, Almond Mirror Gray
Sonstiges Dual-SIM, In-Display-Fingerabdrucksensor, USB-Typ-C (USB 3.1), Dual Stereo-Lautsprecher, Dolby Atmos Dual-SIM, Fingerabdrucksensor im Display, USB-Typ-C ( USB 3.1), Dual Stereo-Lautsprecher, Dolby Atmos Dual-SIM, In-Display-Fingerabdrucksensor, USB-Typ-C (USB 3.1) Dual-SIM, Fingerabdrucksensor im Display, USB-Typ-C (USB 3.1)
Preis 759 Euro (UVP) 599 Euro (UVP) ab 709 bis 829 Euro ab 559 bis 609 Euro

Oneplus 7T: Gute Kamera

Nicht nur beim Display hat Oneplus ein Feature des Pro-Modells in das 7T gebracht, sondern ansatzweise auch die Triple-Kamera. Das Oneplus 7 kam noch mit einer Dual-Kamera.

Triple-Cam mal zwei: Oneplus 7T (links) vs Oneplus 7T Pro. (Foto: t3n)

Triple-Cam mal zwei: Oneplus 7T (links) vs Oneplus 7T Pro. (Foto: t3n)

Wie beim 7( T)Pro setzt Oneplus bei seinem 7T auf einen 48 Megapixel-Sensor mit f/1,6-Blende, optischer (OIS) und elektronischer Bildstabilisierung (EIS). Aus der Aufnahme mit 48 Megapixeln baut die Kamerasoftware per Pixelbinning ein Foto mit zwölf Megapixeln, wodurch die Bildqualität erhöht werden soll. Dieses Verfahren wird mittlerweile von vielen Smartphone-Herstellern eingesetzt.

Abgesehen von der Primärkamera sind zusätzlich eine Telefotolinse mit zwölf Megapixeln und Zweifach-Zoom sowie eine 117-Grad-Ultraweitwinkel-Kamera mit 16 Megapixeln und f/2,2-Blende verbaut. Die Telefoto-Kamera hat eigentlich 13 Megapixel, das Bild wird allerdings auf 12 Megapixel gecropped. Das 7T Pro liefert einen Dreifachzoom und eine f/2,4-Blende. Für Selfies ist eine 16-Megapixel-Frontkamera mit f/2.0 in die kleine Notch integriert.

Oneplus 7T Hands-on. (Foto: t3n)

Oneplus 7T mit guter Triple-Cam – das Design ist Geschmackssache. (Foto: t3n)

In Sachen Bildqualität hat Oneplus eine ordentliche Lernkurve hingelegt. Die Fotos, die mit der Hauptkamera geschossen werden, liefern ein hohes Maß an Details und Schärfe, auch die Farben wirken realitätsnah mit ausgewogenem Weißabgleich. Nicht nur bei Tageslicht liefert die Kamera ab, auch bei ausreichend Lichtquellen lassen sich Abends noch gute und dank Auto-HDR ausgewogene Fotos anfertigen. Der Nachtmodus des Oneplus 7T funktioniert weitgehend, jedoch kommt er nicht an die Resultate eines Pixel 3 oder Huawei P30 Pro heran – die Geräte kosten aber auch beinahe das Doppelte.

Oneplus 7T Testfoto. (Foto: t3n)

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Willkommen und im Trend ist die Ultraweitwinkel-Kamera, die mit ihrem 117-Grad-Objektiv einen größeren Bildausschnitt aufnehmen kann. Vor allem bei ausreichend Licht produziert die Kamera gute Aufnahmen von Szenen und Objekten, die man mit dem Standardzoom nicht hätte festhalten können. Bei wenig Licht werden nicht mehr so viele Details eingefangen. Unter schwierigen Lichtverhältnissen hat auch das Telezoom-Objektiv so seine Problemchen, während es bei Tageslicht näher herangeholte Objekte mit gutem Dynamikumfang ins rechte Licht rückt.

Die Kamera des Oneplus 7T lugt ein Stück weit aus dem Gehäuse. (Foto: t3n)

Die Kamera des Oneplus 7T lugt ein Stück weit aus dem Gehäuse. (Foto: t3n)

Erwähnenswert ist auch der Makromodus, mit dem ihr Dinge aus 2,5 Zentimetern Entfernung ablichten könnt. Die Funktion müsst ihr vor dem Knipsen in der oberen Tool-Leiste aktivieren. Dadurch wird auf der Ultraweitwinkelobjektiv umgestellt und ein kleiner Zoom-Motor aktiviert. Die Resultate können sich sehen lassen! Aber auch ohne die Makro-Funktion sind tolle Aufnahmen aus nächster Nähe knipsbar.

So gut die Kamera auch für Fotos geworden ist – die Videofunktion könnte Oneplus noch ein wenig verbessern. Videos lassen sich dank des Snapdragon 855+-Chip immerhin mühelos mit 4K-Auflösung und 60 fps aufnehmen, die Glättungsfunktion bei Bewegung könnte noch verfeinert werden.

Software des 7T: Schnell, schneller, Oneplus

Oneplus 7T Hands-on. (Foto: t3n)

Oneplus 7T im Test. (Foto: t3n)

Inhalt:

Das Oneplus 7T (begleitet von 7T Pro) ist das erste Smartphone, das mit Android 10 ab Werk in den Handel kommt. Wie auch bei den Vorgängern setzt der Hersteller auf seine eigene Nutzeroberfläche OxygenOS, die weitgehend an Googles purem Android orientiert ist, aber zahlreiche sinnvolle Verbesserungen an Bord hat.

Die bisher eingesetzte eigene Gestensteuerung hat Oneplus zugunsten von Googles aufgegeben. Um eine Ebene zurückzunavigieren, muss nun nicht mehr links oder rechts von unten ins Display gewischt werden, sondern von der linken oder rechten Gehäuseseite. Damit wird das Öffnen von seitlichen Menüs wie im Play-Store oder in Slack weniger komfortabel. Um das Menü zu öffnen, muss man die Wischgeste im oberen Drittel des Bildschirms durchführen. Zum Aktivieren des Google Assistant ist ferner eine Wischgeste von einer der unteren Bildschirmecken diagonal ins Display erforderlich.

Wie schon im Ankündigungsartikel zum Oneplus 7T erwähnt, analysieren die Entwickler die Animationen der Nutzeroberfläche auf allen Ebenen mithilfe von Hochgeschwindigkeitskameras, um das System möglichst flüssig zu gestalten. Das ist dem Hersteller auch so außerordentlich gut gelungen, dass selbst Google sich eine Scheibe davon abschneiden könnte.

Einfach mal des Handy weglegen: Oneplus 7T mit Zen-Modus. (Screenshots: t3n)

Einfach mal des Handy weglegen: Oneplus 7T mit Zen-Modus. (Screenshots: t3n)

Erweitert hat Oneplus seinen Zen-Modus, der euch nach zwei- bis fünfstündiger(!) Dauernutzung anbietet, eine Smartphone-Pause einzulegen. Aktiviert ihr den Modus, werdet ihr aus dem Gerät ausgesperrt und könnt nur Notrufe tätigen, Anrufe entgegennehmen und Fotos schießen. Selbst durch einen Smartphone-Neustart wird der Modus nicht deaktiviert. Bislang war der Zen-Modus auf 20 Minuten festgelegt. Mit der neuen OxygenOS-Version habt ihr die Wahl, die Sperrzeit von 20 bis 60 Minuten anzupassen. Um euch für eine ausgewogene Smartphone-Nutzung zu sensibilisieren, will Oneplus in Kürze eine 21-Tage-Zen-Mode-Challenge starten.

Fazit: Oneplus macht sein Pro-Modell fast überflüssig

Oneplus 7T Hands-on. (Foto: t3n)

Oneplus 7T vs Oneplus 7 Pro (Foto: t3n)

Mit dem Oneplus 7T liefert der Hersteller wieder ab: Das Smartphone liegt trotz seines geringeren Preises von 599 Euro in Aspekten wie Verarbeitung, Display, Akku und Konnektivität sowie teilweise der Kamera auf dem Niveau eines 1.000-Euro-Modells der Mitbewerber wie Samsung oder Huawei. Darüber hinaus glänzt das 7T mit seinem hellen 90-Hertz-Display, das mit Samsung entwickelt wurde, während der südkoreanische Branchenprimus noch kein Modell mit dieser Bildwiederholrate anbietet.

Eine weitere Stärke von Oneplus ist das butterweich laufende Betriebssystem, das mit durchdachten Funktionen und einer Update-Garantie von drei Jahren punkten kann. Zudem basiert die OxygenOS-Version schon auf Android 10 – andere Hersteller dürften noch Monate benötigen, bis der finale Release erfolgt. Und dann ist immer noch fraglich, ob das System auf den Modellen der Mitbewerber so rund läuft wie OxygenOS.

Die Unterschiede zum teureren Oneplus 7T Pro werden zudem immer kleiner: So besitzt das neue Modell noch das Design des Pro 7 mit leicht gebogenen, etwas größerem sowie etwas besserem Display und QHD+-Auflösung. Die Unterschiede hinsichtlich der Bildschirmqualität sind jedoch nur im direkten Vergleich erkennbar. Eine Notch für die Selfie-Kamera ist nicht vorhanden, da das 7T Pro eine Pop-up-Kamera besitzt. Eines der Hauptargument für das Pro-Modelle in Form des 90-Hertz-Bildschirms ist nun obsolet geworden, da es nun auch im etwas günstigeren Modell verbaut ist.

Das Oneplus 7T wird in Deutschland in einer Version mit acht Gigabyte RAM Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte UFS-3.0-Speicher ab dem 17. Oktober angeboten. Für den Preis bekommt man ohne Zweifel ein tolles Smartphone zum immer noch guten Preis-/Leistumgsberhältnis.

Pro:

  • Schnelles und aktuelles System
  • Top-Ausstattung
  • Tolle Verarbeitung
  • 90-Hertz-Display
  • Gute Kamera
  • Update-Garantie
  • Schnelle Ladelösung

Kontra:

  • Kein kabelloses Laden
  • Speicher nicht erweiterbar
  • keine Audiobuchse
  • Nicht wasser- und staubdicht

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Ein Kommentar
Uli HH
Uli HH

Moin. Sobald ein Smartphone richtig viel zu bieten hat, wird es immer in der größtmöglichen Displayvariante angeboten. Ob ich der einzige bin, der ein handliches, robustes und leichtes Smartphone sucht, welches aber technisch top ausgestattet ist? Sehr unpraktisch finde ich auch den Trend zum Glasrücken. Das ist doch schon nicht mehr lustig: Design folgt hier nun ganz bestimmt nicht mehr Funktion, oder? Einfacher Kunststoff erscheint mir flexibler und langlebiger. Muss ja nicht gleich Alu sein.

Hab ich mein Traumhandy übersehen? Klein, robust und top-Technik?

Antworten

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