Anzeige
Anzeige
News

Seltene Bilder: Europäisch-japanische Mission schickt Fotos vom Merkur

Die europäisch-japanische Merkur-Mission hat Fotos von der Oberfläche des am wenigsten erforschten Planeten unseres Sonnensystems zur Erde gesendet. Die zeigen eine deutliche Ähnlichkeit mit unserem Erdmond.

2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Dieses Foto schoss Bepicolomo am Freitag. (Bild: ESA/BepiColombo/MTM)

Die gemeinsame Bepicolombo-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) und der Japan Aerospace Exploration Agency (Jaxa), die 2018 vom europäischen Weltraumbahnhof aus gestartet war, befindet sich immer noch im Anflug auf den Merkur. Sie soll Ende 2025 eine stabile Umlaufbahn um den sonnennächsten Planeten erreichen.

Europäisch-japanische Mission auf dem Weg zur Merkur-Umlaufbahn

Anzeige
Anzeige

Die Mission, die aus zwei miteinander verbundenen Raumsonden, dem Mercury Planetary Orbiter und dem Mercury Magnetospheric Orbiter, besteht, war am 1. Oktober 2021 recht nah – mit einem Abstand von 2.420 Kilometern – am Merkur vorbeigeflogen und hatte dabei Fotos aufgenommen. Diese Fotos zeigen, dass die Oberfläche des Merkur mit Kratern übersät ist und dem Erdmond ähnelt.

Die Vorbeiflüge ermöglichen es der Sonde, die Schwerkraft des Merkurs zu nutzen, um in die Umlaufbahn des Planeten einzutreten. Je näher die Sonde an Merkur herankommt, desto höher aufgelöste Bilder wird sie aufnehmen können. Weitere Bilder des Vorbeiflugs vom Freitag werden in den kommenden Tagen verfügbar sein, so die Esa. Der Vorbeiflug am Merkur am Freitag war das erste von sechs solcher Manöver, bevor die Sonde in die Umlaufbahn des Planeten eintritt, um ihn näher zu untersuchen.

Anzeige
Anzeige

Ziel von Bepicolombo ist es, die Wissenslücken rund um den der Sonne am nächsten stehenden Planeten zu schließen. Besonders die Zusammensetzung interessiert die Forschenden. Zudem möchten sie herausfinden, wie die Nähe zur Sonne seine Entwicklung beeinflusst. Immerhin können die Temperaturen auf dem Merkur 350 Grad Celsius übersteigen.

Anzeige
Anzeige

Diese Theorie zum Merkur favorisieren die Forschenden

Eine Theorie der Esa besagt, dass der Merkur als größerer Planet begann, der dann durch einen gigantischen Einschlag von einem Großteil seines Gesteins befreit wurde. Zurück blieb nach dieser Hypothese ein großer Eisenkern, in dem sein Magnetfeld erzeugt wird, und eine dünne felsige Außenhülle.

Die Merkur-Oberfläche ist fast überall dunkel. Deshalb gehen die Forschenden davon, dass sie vor Milliarden von Jahren durch riesige Lavaströme gebildet wurden. Diese Lavaströme tragen heutzutage die Narben von Kratern, die im Laufe der Jahrmilliarden von einschlagenden Asteroiden gebildet wurden. Die Böden einiger älterer und größerer Krater sollen von jüngeren Lavaströmen überflutet worden sein. Mehr als 100 Stellen sind dokumentiert, an denen vulkanische Explosionen die Oberfläche von unten aufgerissen haben.

Anzeige
Anzeige

Mission nach Wissenschaftler benannt

Die Bepicolombo-Mission ist nach dem italienischen Wissenschaftler Giuseppe „Bepi“ Colombo benannt, der an der Entwicklung des Schwerkraftunterstützungsverfahrens beteiligt war. Das hatte die Mariner 10, die erste Raumsonde, die 1974 zum Merkur geschickt wurde, verwendet. Bepicolombo soll zudem auf Daten aufbauen, die von der Messenger-Mission der Nasa gesammelt wurden, die den Merkur zwischen 2011 und 2015 umkreiste.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige