News

Tensorflow soll die Spam-Erkennung in Gmail verbessern

Gmail für Android. (Foto: hilalabdullah / Shutterstock.com)

Google stattet den Spamfilter bei seinem E-Mail-Dienst Gmail jetzt mit Machine-Learning-Fähigkeiten aus. Das soll unter anderem auch die Zahl der fälschlich als Spam erkannten E-Mails reduzieren.

Mit der Kombination unterschiedlicher Produkte hat Google ein Alleinstellungsmerkmal am Markt, das nur große Digitalkonzerne haben können. Jetzt zeigt das Unternehmen erneut, wie sich unterschiedliche Technologien verschmelzen lassen, indem der E-Mail-Dienst Gmail, der ohnehin bereits über einen vergleichsweise guten Spamfilter verfügt, mithilfe künstlicher Intelligenz von Tensorflow weiter verbessert wird. Laut Google sollen auf diese Weise täglich rund 100 Millionen zusätzliche Spam-Nachrichten korrekt erkannt werden.

Bereits in der Vergangenheit fiel der Spam-Filter von Gmail positiv auf – übrigens für sämtliche Nutzergruppen gleichermaßen und nicht nur in bestimmten Bezahlvarianten des Dienstes, wie dies beispielsweise bei einigen deutschen Diensten üblich ist. Dabei hielt sich, was gerade bei E-Mails wichtig ist, auch der Anteil der False Positives, also der fälschlicherweise in den Spam-Ordner verschobenen Nachrichten in sehr engen Grenzen.

Machine Learning soll Gmail verbessern

Tensorflow geht hier einen etwas anderen Weg, der mit Hilfe von KI und Machine Learning ermöglicht, das Verhalten des Nutzers noch besser zu erforschen. So soll die Technologie beispielsweise in der Lage sein, zu erkennen, dass sich ein Nutzer zwar für Themen wie Bitcoin interessiert, den damit verbundenen Bitcoin-Betrugs-Spam aber sicher auszusortieren. Bereits heute will Google in der Lage sein, 99.9 Prozent aller Mails korrekt zu erkennen – die Erhöhung der Erkennungsrate dürfte daher vielen Nutzern gar nicht näher auffallen, im Detail aber doch dazu beitragen, dass weniger Nachrichten unabsichtlich aussortiert werden.

Bereits in den letzten Wochen hatte Gmail einiges sichtbar verändert. Insbesondere die neue Bedienerführung in der Gmail-App dürfte vielen Nutzern aufgefallen sein. Auch bei der Automatisierung ist Google in den letzten Monaten einige Schritte weiter gekommen, indem der Nutzer jetzt im Rahmen der Smart-Compose-Routine umfangreichere regelbasierte Beantwortungsfunktionen für E-Mails vorfindet. Laut Google nutzen 1,5 Milliarden Kunden sowie 5 Millionen Geschäftskunden den Mail-Dienst pro Monat.

Das könnte dich auch interessieren:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.