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Google beerdigt Android-Tablets

Das Pixel C. (Foto: t3n.de)

Google hat sang- und klanglos die Tablet-Rubrik von seiner Android-Website entfernt. Damit hat das Unternehmen wohl einen Schlussstrich unter die ohnehin wenig erfolgreichen Android-Tablets gezogen.

Android auf Tablets war schon immer ein schwieriges Thema, denn Google hatte sich eigentlich nie (auch Android 3.0 war kein Hit) ernsthaft um die entsprechende Anpassung seines auf Smartphones marktbeherrschenden Betriebssystems gekümmert. Nach dem letzten zaghaften Versuch im Jahr 2015 mit dem Pixel C (Test), auf dem mutmaßlich ursprünglich ohnehin Chrome OS laufen sollte, zieht Google nun den finalen Stecker bei der Entwicklung: Sämtliche Tablet-Lebenszeichen sind von der Android-Website verschwunden.

Update zur Android-Tablet-Situation vom 3. Juni:

Googles Android-Tablets sind Geschichte

Wie Ryan Whitwam von Android Police berichtet, hat Google Anfang Juni 2018 die Tablet-Sektion auf der Android-Website gelöscht – am 31. Mai war sie noch vorhanden. Jegliche Informationen über Tablets basierend auf Googles Android-Plattform sind nicht mehr vorhanden. Die Message ist klar: Google hat kein Interesse mehr daran, sein Mobile-OS weiterhin auf Tablets zu verwenden.

Pixel C: Android-Tablet mit Hardware-Tastatur. (Bild: Google)
2015 vorgestellt: Das Pixel C war das letzte Android-Tablet aus dem Hause Google. (Bild: Google)

Vollkommen überraschend ist der Schritt nicht, denn die Tablet-Rubrik wurde schon seit Jahren nicht mehr aktualisiert. Ende Mai 2018 waren dort noch Produkte von 2015 wie etwa das Nvidia Shield K1 und Galaxy Tab S2 zu finden. Neuere Modelle wie das zum MWC 2018 enthüllte Huawei Mediapad M5 waren nicht gelistet.

Zuletzt waren in der Android-Tablet-Übersicht veraltete Geräte aufgelistet. (Screenshot: <a href="https://web.archive.org/web/20180531184255/http://www.android.com/tablets/">Archive.org</a>
Zuletzt waren in der Android-Tablet-Übersicht veraltete Geräte aufgelistet. (Screenshot: Archive.org)

Chrome-OS- statt Android-Tablets?

Seit Jahren befindet sich der Tablet-Markt in der Abwärtsspirale – die meisten tendenziell erfolgreichen Produkte der Gerätekategorie basieren auf den Plattformen von Microsoft und Apple. Beide Unternehmen optimieren Windows 10 und iOS auch kontinuierlich für den Einsatz auf Tablets respektive iPads, sodass sie auch als 2-in-1 – also in Kombination mit einem Keyboard und anderen Peripheriegeräten – als Produktivgeräte eingesetzt werden können.

Acer Chromebook Tab 10. (Bild: Acer)

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Auch wenn Google sein Android nicht auf Tablets sehen will, so hat das Unternehmen der Gerätekategorie nicht komplett den Rücken gekehrt. Als alternatives OS scheint nun Chrome OS die erste Wahl zu sein, das seit 2015 sukzessive Android-Apps unterstützt. Googles Android-Tablet-Abkehr bedeutet jedoch nicht, dass Android-Tablets komplett weg vom Fenster sind: Sie werden weiterhin etwa von Samsung, Huawei, Amazon und wenigen anderen hergestellt. Huawei ist mit seinen Produkten 2017 sogar überaus erfolgreich gewesen. Mit neuen nativen Funktionen, die speziell für den Einsatz auf Tablets oder 2-in-1-Geräten optimiert sind, können wir bei Android aber wohl nichtmehr rechnen.

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Benutzer

Solange die Apps darauf laufen, ist das zugrunde liegende System doch egal. Eher sollte man Chrome-OS dann auf ein Smartphone bringen, wenn es denn weniger spionieren würde?

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