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Tool-Tipp

Alternative für Google Photos: Mit Photoprism behaltet ihr die Datenhoheit

Egal, ob Google Photos oder Apples iCloud: Die eigenen Fotos in der Cloud zu speichern, ist praktisch. Allerdings machen wir uns damit auch abhängig. Wer nach einer Alternative sucht, der sollte einen Blick auf das quelloffene Tool Photoprism werfen.

3 Min.
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Überall Zugriff auf die eigenen Fotos: Das geht auch ohne Google oder Apple. (Foto: Pol Sole / Shutterstock.com)

Von jedem Gerät auf die eignen Fotos zugreifen, automatische Sortierung nach Ort, Datum oder den abgelichteten Personen: Cloud-Dienste wie Google Photos erleichtern uns den Umgang mit unseren digitalen Schnappschüssen ungemein. Aber die Bequemlichkeit hat ihren Preis. Wenn unsere Bilder bei Google oder Apple liegen, verzichten wir notgedrungen auf die Hoheit über unsere Fotos – und damit über die intimsten Einblicke in unser Leben.

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Die quelloffene Lösung Photoprism aus Berlin soll euch die Datenhoheit zurückgeben, ohne dass ihr auf liebgewonnene Features der großen Anbieter verzichten müsst. „Ursprünglich war es unser eigenes Bedürfnis nach einer Lösung, die bequem zu bedienen ist und unsere Freiheit und Privatsphäre respektiert“, erklärt uns Mitgründerin Theresa Gresch in einer E-Mail.

Inzwischen hat Gresch nach eigenen Angaben vor lauter Arbeit an Photoprism zwar kaum noch Zeit, die eigene Software zu nutzen. „Aber wir sehen die Notwendigkeit und machen weiter, weil wir glauben, dass es das Richtige ist“, schreibt Gresch.

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Google-Photo-Alternative: Das kann Photoprism

Photoprism bietet euch über ein Web-Interface Zugriff auf all eure Fotos. Ein Highlight sind die unterschiedlichen Sortieroptionen. So könnt ihr auf einer Karte beispielsweise die jeweiligen Entstehungsorte eurer Fotos anschauen. Dank Gesichtserkennung können beispielsweise auch Fotos derselben Person gezielt ausgewählt werden.

Dazu gibt es natürlich auch die Möglichkeit, Fotos nach Datum, darauf abgebildeten Objekten oder eigenen Schlagworten zu sortieren. Videos werden ebenfalls unterstützt. Praktischerweise können die auch automatisch in das MPEG-4-Format übertragen werden, damit ihr die Clips auch mit wirklich jedem Browser abrufen könnt.

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Der größte Unterschied zu den Lösungen von Google oder Apple liegt aber darin, dass ihr die Software auf einem eigenen Server hosten könnt. Dazu steht Photoprism als Docker-Container bereit. Wer möchte, der kann die Software auch auf einem Raspberry Pi oder einem Synology NAS betreiben.

Alternativ könnt ihr Photoprism auch bei dem US-Cloud-Anbieter Digital Ocean oder der Open-Source-Hosting-Plattform Pikapods ausführen.

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Photoprism ist eine Google-Photos-Alternative zum Selberhosten. (Screenshot: Photoprism / t3n)

Open Source und kostenpflichtige Zusatzfunktionen

Als Open-Source-Tool könnt ihr die Community-Edition von Photoprism völlig umsonst nutzen. Die begrenzt die maximale Auflösung eurer Bilder allerdings auf 150 Megapixel. Dieses Limit könnt ihr mit der kostenpflichtigen Essentials-Variante aufheben. Die schlägt allerdings mit 24,90 Euro jährlich zu Buche.

Die oben erwähnte Video-Transcodierung erhaltet ihr wiederum erst mit der Plus-Variante. Die kostet 6,50 Euro monatlich und erlaubt außerdem die Nutzung eines Content Delivery Networks.

Bezahlt wird mit dem Geld übrigens die Weiterentwicklung der Software. Zwar werde das Projekt auch von der Community unterstützt, aber eben nur in deren Freizeit, erklärt uns Gresch. Die Community sei daher kein Ersatz für eine nachhaltige Projektfinanzierung.

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Für Globetrotter gibt es auch eine Kartenansicht in Photoprism. (Screenshot: Photoprism / t3n)

So soll es mit Photoprism weitergehen

„Auch wenn Geldverdienen nie unsere Motivation war, wird es in diesem Jahr darum gehen, genügend Einnahmen zu erzielen, um ein Team aufzubauen, das die Feature- und Supportanfragen bewältigen kann“, erzählt Gresch.

Weiterhin soll es natürlich auch neue Features geben. Da spielt auch KI eine Rolle. Neben der bereits integrierten Gesichtserkennung sollen langfristig weitere APIs und Tensor-Flow-Modelle integriert werden.

Wer sich den aktuellen Stand von Photoprism anschauen möchte, der kann die Software über die offizielle Projekt-Website herunterladen. Außerdem könnt ihr euch in einer öffentlichen Demo-Version anschauen, ob Photoprism für euch als Ersatz zu Google Photos infrage kommt.

Software-Nostalgie: Kennt ihr diese Programme noch?

Software-Nostalgie: Kennt ihr diese Programme noch? Quelle: t3n
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Kommentare (1)

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Christel Lohner

Ich finde diesen Beitrag sehr interessant und informativ. Photoprism klingt wie eine tolle Alternative für Google Photos, die mehr Privatsphäre und Kontrolle bietet. Ich bin immer auf der Suche nach Open-Source-Lösungen, die mir die Datenhoheit zurückgeben. Danke für den Tipp! Ich kann dir auch wolkesicher.de als Cloudhoster empfehlen. Dort kannst du deine eigenen Server mieten und deine Daten sicher und verschlüsselt speichern.

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