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Die Google-Suche wird bildlastiger

Zum dritten Mal in Folge stellte Google im Search-On-Event Neuerungen seiner Produkte vor. SEO-Expert:innen müssen sich darauf einstellen, dass Bilder noch wichtiger werden.

6 Min. Lesezeit
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Die neuen visuellen Suchergebnisse und die Neighborhood Vibes mit den hervorgehobenen Spots sind nur zwei der neuen Google-Features. (Grafik: t3n/Google)


Beim jährlichen Search-On-Event stellt Google Neuerungen bei seinen Produkten vor – vor allem im Bereich der Suche, bei Google Maps und beim Shopping. Dieses Jahr ging es vor allem um eine stärkere Visualisierung der Suche – und viele 3D-Bilder.

Google-Suche: Künftig deutlich bildlastiger und mehr wie Discover

Die Google-Suche wird einen neuen Anstrich bekommen: Sie nähert sich Discover und ein bisschen auch an Pinterest an. Dazu kommt Multisearch nach Deutschland und überall sind mehr Vorschläge, damit Nutzer:innen ihre Suchen möglichst einfach konkretisieren können. Zuletzt ist die Verbesserung in der Google Lens optimiert wurden: Wird Text im Bild übersetzt, gibt es in Zukunft keine unschönen Textkästen mehr. Stattdessen wird berechnet, wie das Bild wohl hinter dem Text aussieht, und entsprechend eingefügt.

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Multisearch – bald auch auf Deutsch

Die Multisearch wurde zum ersten Mal im Search-On-Event 2021 angekündigt. Dabei werden verschiedene Informationsarten zu einer Suchanfrage kombiniert, beispielsweise ein Bild und Text. Wie im GIF zu sehen, können Nutzer:innen mit Google Lens ein Muster eines Hemdes auswählen und dazu „Krawatte“ eintippen – dann sollten ihnen in den Suchergebnissen Krawatten mit diesem Muster ausgespielt werden. Die Multisearch oder Kombisuche ist bereits weltweit auf Englisch verfügbar. In den kommenden Monaten soll sie in über 70 weiteren Sprachen ausgerollt werden, darunter auch Deutsch.

Multisearch „in meiner Nähe“

Die Multisearch soll bald auch mit dem „In meiner Nähe“-Feature funktionieren. So können Nutzer:innen ein Foto von beispielsweise einem Erdbeertörtchen machen und „in meiner Nähe“ eintippen. Die Suche gibt dann lauter Bäckereien und Konditoreien in der Nähe aus, die Erdbeertörtchen anbieten. Das soll auch mit Haushaltswaren oder Kleidung funktionieren. Das Feature wird im Herbst 2022 in den USA eingeführt.

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Visuelle Suchergebnisse

Die SERP wird bald komplett umgestaltet und erinnern an Discover und Pinterest. Sie besteht dabei zu großen Teilen aus Inhaltskarten verschiedenster Gestaltung: Im Beispiel sehen wir eine kleine Bildergalerie, einen Textkasten, eine Karte, eine Reisekarte mit einer Angabe, wie lang die Reise zum gesuchten Ort dauern würde, und mehr. Artikel aus dem Web sehen im von Google präsentierten Beispiel aus wie bei Discover: ein großes Bild, darunter eine knappe Überschrift. Auch Videos werden eingebunden sein.

Dazu kommen Vorschläge in Form von Themen oder Optionen, im Beispiel zu sehen als „Culture“ oder „Pronounciation“. Das solle helfen, ein Thema zu vertiefen oder neue Aspekte zu entdecken.

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Die visuellen Suchergebnisse werden in den kommenden Monaten auf Englisch in den USA eingeführt.

Gif eines Beispiels für die visuelle Suche: Man sieht auf einem Smartphone-Mockup

Sieht aus wie eine Mischung aus Pinterest und Discover. (GIF: Google)

Shortcuts zu Google-Tools auf iOS

Einzelne Suchtools wie die Bildersuche sollen in der Google-App als Shortcuts unter der Suchleiste zu finden sein. Im Beispiel werden aber nicht nur Möglichkeiten genannt wie „Shop for Products“, „Translate Text with Camera“ oder „Search inside Photo“, sondern auch „Solve Homework“ und „Identify Song“. Diese Shortcuts sollen zunächst in den USA auf iOS ausgerollt werden.

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Zusätzliche Vorschläge für die Suche

Tippen Nutzer:innen ihre Suchbegriffe ein, wird Google künftig Schlüsselwörter, Wortgruppen und Themen vorschlagen, um die Suche zu spezifizieren. Wer beispielsweise nach „Reise durch Mexiko“ sucht, könnte „mit Kindern“, „für Familie“ oder „Rundreise“ vorgeschlagen bekommen.

Die Funktion soll in den kommenden Monaten auf Englisch in den USA eingeführt werden.

Shopping: Produkte in 3D und Buying Guides

Google sieht sich weder als Marketplace noch als Händler oder als Retailer – sondern aus E‑Commerce-Ökosystem. Das Ziel ist es, mit den aktuellen Neuerungen die Orientierung zu vereinfachen.

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Sneaker in 3D

Laut Google beschäftigen sich Menschen mit 3D-Bildern 50 Prozent mehr als mit statischen Bildern. Daher wurde eine neue Technologie entwickelt, bei der 360-Grad-Drehungen von Produkten nur noch mit einer Handvoll Fotos erstellt werden, anstatt auf Basis von mehreren Hundert Bildern. Die Technologie soll in den kommenden Monaten in den USA ausgerollt werden.

Sneaker in der 3D-Ansicht

Nachdem Anfang des Jahres 3D-Möbel gut ankamen, gibt es bald Schuhe in der 3D-Ansicht. Dieses Feature wird in den kommenden Monaten in den USA ausgerollt. Da die Produkte in 3D so gut ankämen, arbeite Google daran, weitere Produktkategorien auszurollen.

Buying Guides

Bei komplexen Kaufvorgängen, die viele Informationen benötigen, stellt Google einen Kaufratgeber zusammen. Dieser sieht aus wie die „Ähnliche Fragen“-Box auf der SERP: Es gibt eine Box mit einer Überschrift, beispielsweise einer Kategorie, und einer Frage. Ein Pfeil zeigt, dass bei einem Tippen darauf nach unten eine Antwort aufgeklappt wird. Diese Antworten werden von Quellen bezogen, die Google als vertrauenswürdig einstuft, und aus Artikeln, die als qualitativ hochwertig eingeschätzt werden.

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Der Buying Guide: Ein Beispiel für Fragen, die auftauchen, wenn eine Person ein Mountainbike kaufen will

Spannend wird die Frage, ob Google werbliche von nicht werbliche Texten unterscheiden kann. (GIF: Google)

Diese Funktion wurde vor Kurzem in den USA eingeführt, dort soll sie um weitere Kategorien erweitert werden.

Dynamische Shoppingfilter

Dynamische Shoppingfilter entsprechen den aktuellen Suchtrends. Ist bei Jeans beispielsweise der Bootcut-Schnitt beliebt, wird „Bootcut“ als Filter eingeblendet. Kommt dagegen die Skinny Jeans zurück, verschwindet der Bootcut-Filter und wird durch „Skinny Jeans“ ersetzt.

Die Filter sind bereits in den USA, in Japan und in Indien verfügbar, sie sollen aber noch in weiteren Regionen eingeführt werden.

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Maps: Mehr AR, mehr 3D

Google Maps will weg von der reinen Routenplanung und hin zum Entdeckungstool und zur Planung von Unternehmungen. Dafür wurden neue AR- und 3D-Features implementiert.

Highlights

Nutzer:innen wählen ein Neighborhood genanntes Gebiet aus – und bekommen dann die Highlights angezeigt. Das können Sehenswürdigkeiten und kulturelle Orte sein, aber auch lokale Geschäfte, Restaurants und Cafés und einfach Orte, an denen sich Menschen viel und gern aufhalten, etwa Parks. Die Highlights werden dabei ausgewählt auf Basis der Einschätzung einer KI von Google und den Bewertungen, die Nutzer:innen hinterlassen.

Screenshots vom Neighborhood Vibe in Google Maps

So soll der Neighborhood Vibe aussehen. (Grafik: Google)

Die Highlights werden in den kommenden Monaten weltweit auf Android und iOS eingeführt, so auch in Deutschland.

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Fotorealistische Luftaufnahmen

Google will die Karte immersiver machen. Dafür werden Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor oder der Kölner Dom als 3D-Objekt dargestellt, das Nutzer:innen in der Vogelperspektive anschauen können. Dafür werden Street-View-, Satelliten- und Luftbilder kombiniert.

Seit dem 28. September sind 250 weitere Wahrzeichen in der fotorealistischen Luftaufnahme verfügbar, darunter 29 aus Deutschland.

Immersive Ansicht

Die immersive Ansicht ist ähnlich wie die fotorealistische Luftansicht: Hier werden Kartenbereiche als eine Art 3D-Modell aus der Luft gezeigt. So soll eine Stadt besser erkundet werden können. Vor allem aber soll es eine bessere Planung ermöglichen: So sollen bei einem Stadion beispielsweise die verschiedenen Ausgänge markiert sein und die nächstgelegenen Parkplätze mit einem Symbol gekennzeichnet werden. Aufgrund historischer Daten und eines Predictive Modelings soll außerdem einsehbar sein, wie das Wetter und wie belebt die Umgebung ist – zu jeder Uhrzeit eines jeden Tages.

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Die immersive Ansicht startet in den kommenden Monaten nur für Los Angeles, London, New York, San Francisco und Tokio.

Immersive Live-Ansicht

Mit der Immersive Live View können Nutzer:innen einfach auf die Kamera in der Maps-App tippen, ihr Telefon hochhalten – und die Informationen zur Umgebung werden auf das Bild gelegt. Gibt es eine Navigation, ist diese dort zu finden, außerdem Vorschläge, was eventuell gesucht werden könnte, zum Beispiel Geldautomaten. Ist das ausgewählt, werden die Nutzer:innen in die Richtung geleitet. Im Beispiel ist darüber hinaus zu sehen, dass bestimmte Sehenswürdigkeiten mit ihrer Entfernung hervorgehoben sind.

GIF von Google: Zeigt, wie die Live Ansicht Funktioniert

Routen, Sehenswürdigkeiten und Geschäfte sind direkt in der eigenen Kameraansicht zu sehen. (GIF: Google)

Auch diese Funktion kommt dieses Jahr nur nach Los Angeles, London, New York, San Francisco und Tokio.

Kraftstoff sparende Routen für Entwickler:innen

Das Feature für Eco-Routen ist bei Google Maps in Deutschland bereits verfügbar. Noch in diesem Jahr soll es auch für Entwickler:innen von Unternehmen zur Verfügung stehen, um Routen bezüglich des Kraftstoffverbrauchs zu optimieren und Einsparungen zu messen.

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