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Günstiges E-Auto: VW plant angeblich Tesla-Rivalen für unter 20.000 Euro

Volkswagen ID. (Bild: VW)

Volkswagen will laut einem Medienbericht ein Elektroauto zum Verkaufspreis von unter 20.000 Euro bauen und damit Tesla Konkurrenz machen. Zudem soll VW an einer Allianz mit Ford arbeiten.

Tesla hat den Elektroauto-Markt mittlerweile fest im Griff und setzt vor allem Hersteller der gehobenen Mittelklasse wie Audi und BMW gehörig unter Druck. Der deutsche Autobauer Volkswagen will Teslas Dominanz mit einem sehr günstigen Elektroauto durchbrechen. VW wolle bald ein weniger als 20.000 Euro teures Einstiegsmodell anbieten, berichtet Reuters unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Insider.

Elektroauto für unter 20.000 Euro: VW arbeitet angeblich an MEB Entry

Dieses Elektroauto soll unter dem Namen MEB Entry laufen und in einer Auflage von 200.000 Stück produziert werden. Entsprechende Pläne sollen in der kommenden Woche bei einem VW-Aufsichtsratstreffen diskutiert werden, hieß es. Im Mittelpunkt soll dort die Transformation des Autobauers zu einem Massenhersteller von Elektroautos stehen. Volkswagen wollte sich derweil allerdings nicht zu dem Bericht äußern.

Der Volkswagen ID von allen Seiten
Volkswagen I.D. (Bild: VW)

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Im Rahmen dieser weitreichenden Entscheidung soll VW auch eine enge Zusammenarbeit mit dem südkoreanischen Akku-Hersteller SK Innovation anstreben, wie Reuters weiter berichtet. Darüber hinaus befinde sich VW in Gesprächen mit dem US-Konkurrenten Ford über eine Allianz bei der Entwicklung von selbstfahrenden Autos und Elektrofahrzeugen. Diese Gespräche seien aber noch in einem sehr frühen Stadium.

Um möglichst viele zukunftsträchtige Arbeitsplätze in Deutschland zu halten, soll VW zudem Verlagerungen in seinen Fabriken planen. Um etwa Platz für die Produktion von reinen Stromern wie dem ID Buzz zu machen, soll die Herstellung der herkömmlichen VW-Transporter in ein Ford-Werk in der Türkei verlagert werden. Bei dem Aufsichtsratstreffen soll besprochen werden, wie die Fabriken in Emden, Zwickau and Hannover komplett auf die Herstellung von Elektroautos umgerüstet werden können.

VW: Der Elektro-Bulli I.D. Buzz
VW I.D. Buzz. (Bild:Volkswagen)

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Inwieweit der Aufsichtsrat, zu dem auch Vertreter von Gewerkschaften und des Betriebsrats gehören, den Plänen – so sie denn wie von Reuters berichtet stimmen – zustimmen wird, bleibt abzuwarten. Bis jetzt steht fest, dass das erste ID-Elektroauto auf Basis des E-Baukastensystems MEB ab Ende 2019 in Zwickau produziert werden soll. Bis 2022 sollen die vier Konzerntöchter 27 Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen.

Vor einigen Wochen war übrigens schon über ein rund 25.000 Euro teures VW-Elektroauto spekuliert worden. Auch interessant: Mit dem E-Up gibt es derzeit schon ein vergleichsweise günstiges Elektroauto von VW. Nach einer Preissenkung um fast 4.000 Euro ist dieser jetzt – inklusive Umweltbonus – schon für rund 19.000 Euro zu haben. Allerdings bietet der Kleinwagen nur eine Reichweite von bis zu 160 Kilometern. Die ID-Elektroautos sollen mit einer Akkuladung zwischen 400 und 600 Kilometer weit kommen.

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6 Reaktionen
Thorsten

Ja, klar, Tesla-Konkurrent, Tesla-Killer, Tesla-Rivale: Im ankündigen sind unsere Verbrenner-Dinosaurier gaaanz groß dabei! Aber was ist mit der Umsetzung? Die lässt auf sich warten...

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Stefan Becker

Da kann man nur lachen!! Planen!! Wie lange wir den da noch geplant? Total verpennt habe die hochbezahlten Manager den Trend. Betrügen können sie mit manipulierten Abgaswerten, die Politik um den Finger wickeln ebenso aber keine bezahlbaren sauberen Autos entwickeln.
Junge Leute wie das Team von Sono Motors in München zeigen den Konzernen mit dem Sion wie es geht!!!

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Titus von Unhold

Da ist nichts verpennt worden, sondern es wurde schlicht marktwirtschaftlich gehandelt.

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Thorsten

Klar stimmt "verpennt": "Markwirtschaftliches handeln" heißt bei VW und Konsorten doch nur, mit veralteter und umweltschädlicher Verbrennertechnik noch möglichst lange Geld scheffeln. Und schon allein dafür liebe ich Tesla, Sono-Motors & Co.

Titus von Unhold

Da wir im marktwirtschaftlichen Kapitalismus leben und nicht im Ökofaschismus, ist das vollkommen richtiges und korrektes Handeln. Es ist Sache der Politik zu gestalten und Sache der Unternehmen diese Gestaltungsfreiheit zu nutzen.

Andreas

Ich begrüße diese Entwicklung sehr. Nach meinem diesjährigen Besuchen in Asien, insbesondere Japan, ist schon sehr sichtbar, wie weit diese Länder in Sachen E-Mobilität sind. Wenn wir in Europa nicht abgehängt werden wollen, müssen gerade die großen Autokonzerne jetzt auch ohne politischen Druck reagieren und Elektroautos für den Massenmarkt produzieren.

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