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Forscher machen klar: Homeoffice „bei Weitem nicht ausgeschöpft“

Knapp 30 Prozent der Arbeitnehmenden haben im Februar von zu Hause aus gearbeitet – doch es könnten deutlich mehr sein. Diese Homeoffice-Quote ist machbar.

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Homeoffice-Pflicht zum Teil verpufft, so das Ifo-Institut. (Foto: Shutterstock-goodluz)

Die Bundesregierung hat Lockerungen in der Pandemie angekündigt. Ein Stufenplan von Bund und Ländern schlägt einen neuen Weg im Umgang mit Corona und den wirtschaftlichen Folgen ein. Für den Einzelhandel und die Außengastronomie gibt es demnach endlich Perspektiven, jedoch sind die weiterhin abhängig vom Infektionsgeschehen. Steigt die Inzidienz, war es das mit den Zugeständnissen. Eine wichtige Säule, um die Ansteckungsraten gering zu halten, bleibt nach wie vor das Homeoffice. Denn: Weniger Kontakte bedeuten weniger Infektionen unter den Bundesbürgern.

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Homeoffice-Pflicht zum Teil verpufft

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Dass da jedoch noch immer mächtig Luft nach oben ist, erklärt das Ifo-Institut in München gegenüber der dpa. Zwar habe jeder dritte deutsche Arbeitnehmer im Februar von zu Hause aus gearbeitet, doch es könnten deutlich mehr sein. Als Basis für diese Aussage dient eine monatliche Konjunkturumfrage der Forschungseinrichtung. Die kommt zu dem Ergebnis, dass 30 Prozent der Beschäftigten ganz oder zumindest teilweise im Homeoffice gearbeitet haben. Damit sei das Potenzial dafür aber „bei Weitem nicht ausgeschöpft“, kritisierte Ifo-Forscher Jean-Victor Alipour.

Homeoffice bei Weitem nicht ausgeschöpft.

Bei 56 Prozent der Arbeitnehmenden sei das Arbeiten von zu Hause zumindest teilweise möglich, so das Ifo-Institut. „Die im Januar beschlossene Pflicht der Firmen zum Homeoffice, um die Corona-Ansteckungen zu verringern, ist deshalb bislang zum Teil verpufft“, so Alipour. Kritiker bezeichneten die Regelung von Anfang an als zu lasch. Seit dem 19. Januar müssen Arbeitgebende ihren Beschäftigten das Arbeiten aus dem Homeoffice überall dort ermöglichen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Die Entscheidung liegt bei den Unternehmen, Absagen müssen jedoch begründet sein.

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Die bisherige Homeoffice-Quote unterscheidet sich sowohl nach Wirtschaftssektor als auch nach der Größe des Unternehmens. In Großunternehmen ist der Anteil mit in etwa 39 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich höher als bei kleinen und mittelständischen Betrieben mit in etwa 26 Prozent. Bei den Branchen reicht die Bandbreite von fast 41 Prozent im Dienstleistungssektor bis rund zehn Prozent im Einzelhandel und am Bau. Immerhin: Rund 81 Prozent der Unternehmen nutzen Homeoffice; allerdings – so zeigt sich – offenbar nur bei einem Teil der Mitarbeitenden.

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