Ratgeber

Homeoffice: Verhaltenstipps einer Astronautin helfen dir, produktiv zu sein

Nasa-Logo in Cape Canaveral. (Foto: Edwin Verin/Shutterstock)

Die Nasa gibt Tipps, welche Verhaltensweisen du trotz Homeoffice, Ausgangssperre oder Kontaktverbot an den Tag legen solltest, um bestmöglich arbeiten zu können.

Was haben die aktuelle Situation rund um die Coronakrise und eine Weltraummission der Nasa gemeinsam? Richtig, Menschen haben über einen längeren Zeitraum mit sozialer Isolation zu kämpfen und befinden sich in abgeschlossenen Räumen. Wer kennt sich also besser damit aus als die Astronauten? Vermutlich niemand. Die US-Militärpilotin und Astronautin Anne McClain, die auch noch ehemalige Rugby-Nationalspielerin ihres Heimatlandes ist, gibt in einem Blogbeitrag der Nasa wichtige Tipps für das passende Verhalten im Homeoffice.

1. Kommunikation

Ist man auf sich allein gestellt, ist Kommunikation wichtiger denn je. Damit sie funktioniert, ist es wichtig, dass du Informationen und Gefühle immer mit anderen teilst, wenn du denkst, dass es notwendig ist. Bevor du Maßnahmen ergreifst, solltest du über mit anderen darüber sprechen, welche Absichten du damit verfolgst. Verwende immer die richtigen Begriffe, die alle Gesprächsteilnehmer verstehen und wirf nicht wild mit Buzzwords um dich. Sei immer offen und ehrlich, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie du es dir vorgestellt hast und sprich es an. Nimm dir Zeit für eine Nachbesprechung – egal, ob nach einer Erfolgs- oder Konfliktsituation. Hör gut zu und wiederhole Nachrichten im Zweifel, um sicherzustellen, dass du alles richtig verstanden hast.

2. Leadership und Followership

Hier geht es darum, wie gut sich ein Team an eine veränderte Situation anpassen kann. Übernimm Verantwortung und pass deinen Arbeitsstil deiner neuen Umgebung an. Verteile deine Aufgaben sinnvoll und setze dir Ziele. Geh mit gutem Beispiel voran.

Befindest du dich in einer Führungsposition, stelle sicher, dass all deine Teamkollegen und Teamkolleginnen über die bestmöglichen Ressourcen verfügen. Stelle Fragen, wenn dir etwas komisch vorkommt oder du merkst, dass etwas nicht stimmt. Und das Wichtigste: Biete Lösungen an, nicht nur Probleme.

3. Self-Care

Self-Care bedeutet nichts anderes als darauf zu achten, wie gut du dich auf psychischer und physischer Ebene fühlst. Dazu gehören Hygiene, Schlafen, das Aufrechterhalten einer guten Stimmung, aber auch Dinge wie Zeitmanagement oder Ordnung am Arbeitsplatz.

Um Self-Care zu üben, ist es wichtig, die eigenen Stärken und Schwächen und deren Einfluss auf Arbeitskollegen realistisch zu bewerten. Aus Fehlern solltest du immer einen Lerneffekt ziehen. Du musst persönliche Tendenzen und ihren Einfluss auf Erfolg und Misserfolg identifizieren. Sei offen für deine Schwächen und Gefühle. Ergreife Maßnahmen, um deinen eigenen Stress oder deine Negativität abzubauen. Hole dir regelmäßig Feedback ein und achte darauf, dass du eine gesunde Balance zwischen Arbeit, Pausen und Freizeit hast.

4. Team-Care

Natürlich sollte auch darauf geachtet werden, dass alle Teammitglieder sowohl geistig als auch körperlich fit genug sind, um eine gute Arbeitsleistung zu erbringen. Zeigt jemand Anzeichen von Stress oder Müdigkeit, weis die betroffene Person ruhig darauf hin. Gibt es unangenehme Aufgaben zu verteilen, gucke erst, ob sich eventuell Freiwillige melden, bevor du jemanden auswählst. Biete immer deine Hilfe an und nimm Hilfe an, wenn sie dir angeboten wird. Solltest du Lob erhalten, verteil es an dein Team weiter, das gibt allen ein gutes Gefühl.

5. Group-Living

Group-Living-Fähigkeiten bezeichnen nach Nasa-Definition die Art und Weise, wie Menschen zusammenarbeiten und ein Team bilden, um ein Ziel zu erreichen. Hier gilt es, unterschiedliche Meinungen, Kulturen, Wahrnehmungen, Fähigkeiten und Persönlichkeiten zu identifizieren und zu verwalten. Auch die Belastbarkeit der Gruppe in einer schwierigen Situation spielt eine wichtige Rolle.

Kooperation steht über Konkurrenz. Die Rollen, Verantwortlichkeiten und Arbeitsbelastung jedes Einzelnen sollten respektiert werden, um eine positive Teameinstellung sicherzustellen. Sollte es dennoch zu Konflikten kommen, ist es wichtig, ruhig zu bleiben. Wer will, soll Verantwortung übernehmen und auch mit Lob sollte nicht gegeizt werden.

Verhaltensregeln aus dem All auch auf der Erde umsetzbar

Viele der von Oberleutnantin Anne McClain genannten Punkte für richtiges Verhalten in einer ungewohnten Sondersituation lassen sich auf den aktuellen Alltag übertragen. Gerade für Firmen, die mittlerweile komplett remote arbeiten und vorher wenig bis gar keine Erfahrungen mit dem Arbeiten aus dem Homeoffice hatten, können klare Regeln und Richtlinien helfen, die Arbeitsleistung und Motivation der Mitarbeiter so hoch wie möglich zu halten. Auch wenn es nicht unbedingt so streng sein muss, wie es die Raumfahrtorganisation vormacht.

Zum Weiterlesen:

Hinweis in eigener Sache: In diesem Guide erklären wir, wie die Heimarbeit am besten funktioniert und worauf es für alle Beteiligten zu achten gilt. Wir geben dir Tools an die Hand, die Videokonferenzen möglich machen, und erklären, wie Arbeitsschritte für alle nachvollziehend dokumentiert werden können. Wir geben Workflows-Tipps und verraten die wichtigsten Verhaltensregeln. Hier entlang: Kostenloser Homeoffice-Guide: Produktiv daheim arbeiten!
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