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Hyundai Ioniq 5: So sieht er aus, das steckt drin

Der Hyundai Ioniq 5 ist eine Mischung zwischen Coupé und Crossover. (Foto: Hyundai)

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Der koreanische Autokonzern stellt sein erstes Elektroauto auf der neuen Plattform vor. Neben vielen bekannten Details überraschte das Fahrzeug mit einigen Neuheiten.


Nachdem Hyundai mit Einblicken in Design und Interieur den Ioniq 5 schmackhaft gemacht hat, fand nun die erwartete Premiere statt. Das vollelektrische Auto ist der erste Vertreter der neuen Submarke und auf der E-GMP-Plattform. Dabei hat der Konzern neben bereits Bekanntem einige Neuerungen gezeigt. Er bestätigte den Einsatz eines 800-Volt-Ladesystems wie im Porsche Taycan (Testbericht), das auch zum Laden anderer Fahrzeuge gedacht ist. Neu ist allerdings, dass auch haushaltsübliche Elektrogeräte betrieben werden können. Der Ioniq 5 darf außerdem als eines der wenigen Elektroautos auf dem Markt bis zu 1.600 Kilogramm ziehen.

Zwei Motoren und zwei Batteriegrößen

Vier verschiedene Antriebskonstellationen dürfen Kunden beim Ioniq 5 mit zwei Batteriegrößen kombinieren. Die Topausstattung besitzt eine Systemleistung von maximal 225 Kilowatt (306 PS) mit Vierradantrieb und 72,6-Kilowattstunden-Batterie. 605 Newtonmeter Drehmoment katapultieren diese Variante aus dem Stand in 5,3 Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde. Wer die beiden Motoren mit der 58-Kilowatt-Batterie kombiniert, erhält 173 Kilowatt (235 PS) Gesamtleistung und die genannte Beschleunigung in 6,1 Sekunden. Die Einstiegsvariante fährt, wer diese Batterie mit dem Heckmotor zusammen bestellt. Dieser Besitzer kann dann auf 160 Kilowatt zurückgreifen (218 PS).

Wer den Heckmotor mit der größten Batterie koppelt, erreicht die höchste Reichweite: 480 Kilometer sollen so möglich sein. Die Reichweiten-Angaben veröffentlicht Hyundai bis dato nur als vorläufige Werte, da die Verbrauchsermittlung für die deutsche Ausführung noch nicht behördlich bestätigt wurde. Der Hersteller gibt an, die Hochvoltbatterie lasse sich an einer Schnellladesäule in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent Kapazität laden. In etwa fünf Minuten erhalte die Batterie genug Energie, um das Auto 100 Kilometer weit zu bringen. Zum Laden weiterer Geräte und Fahrzeuge besitzt der Ioniq 5 zwei V2L-Anschlüsse mit bis zu 3,5 Kilowatt Leistung. Mithilfe eines Adapters lassen sich auch außen  handelsübliche 230-Volt-Geräte betreiben, im Inneren gibt es sowieso eine herkömmliche Steckdose.

Der Hyundai Ioniq 5 ist das erste Modell der neuen Submarke. (Bild:Hyundai)

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Hyundai Ioniq 5 nach Abzug der Föderung ab 32.220 Euro

Die Einstiegsvariante startet bei 41.900 Euro – das entspricht 32.220 Euro nach Abzug der Förderprämien. Dafür erhält man serienmäßig das 800-Volt-Ladesystem, Voll-LED-Ausstattung, zwei 12,25-Zoll-Displays, Rückfahrkamera, beheizbare Vordersitze und diverse Assistenzsysteme. Dazu gehören etwa die adaptive Geschwindigkeitsregelung und Verkehrsschilderkennung.

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Wer von allem mehr will, versucht einen der 3.000 Ioniq 5 in der Project-45-Edition zu ergattern. Der kostet zwar 59.550 Euro vor Förderung, enthält dafür allerlei Extras: Vierradantrieb nebst großer Batterie, Sitze mit Relaxfunktion, elektrisch verschiebbare Rücksitzbank und Solardach. Frühbesteller schenkt Hyundai zudem zwei Jahre lang die Grundgebühr beim Schnelllade-Netzwerk Ionity. Sie will das Unternehmen zudem mit allerlei exklusiven Medien und Events versorgen.

Außen schlicht und aerodynamisch

In einem Präsentationsvideo erklärt Chefdesigner Luc Donckerwolke, das Design sei inspiriert von Hyundais ikonischem Kleinwagen Pony. Als einzigartige Details erwähnt er die Pixel-Scheinwerfer, an denen man den Ioniq 5 schon von weitem erkennt. Sie sollen Modernität ausdrücken. Ein elektronisch verschließbarer Lufteinlass in der Front verbessert automatisch die Aerodynamik. Bereits bekannt war die Clamshell-Motorhaube, die sich über die ganze Breite zieht und sich durch optimalen Luftwiderstand und niedrige Spaltmaße auszeichnet.

Ebenfalls für gute Windeigenschaften sorgen die versenkten Türgriffe, die sich automatisch ausfahren lassen. Auch die Räder in 20-Zoll-Größe haben die Ingenieure entsprechend angepasst. Kunden dürfen zwischen neun Außenfarben wählen. Dabei kommen „Gravity Gold“ und „Shooting Star Grey“ mit mattem Finish, während „Galactic Grey“ und „Cyber Grey“ Metallic-Lackierungen darstellen. Als Mineraleffekt-Lacke stehen das blau-grüne „Digital Teal“, „Mystic Olive“, „Lucid Blue“ und „Phantom Black“ zur Verfügung.

Innen wohnlich und geräumig

Dank den Abmessungen (Länge: 4,63 Meter, Breite: 1,89 Meter, Höhe: 1,60 Meter) und einem Radstand von drei Metern gibt es viel Platz in dem Crossover. Dem ebenen Boden fehlen Stolperschwellen, die Mittelkonsole lässt sich um 14 Zentimeter verschieben. Hyundai spricht von einer Multifunktionsinsel. Neu sei auch das Verwenden von elektrisch steuerbaren Zero-Gravity-Vordersitzen mit ausklappbaren Beinauflagen und Relaxfunktion. Die Liegesitze sind dazu gedacht, bei einer langen Reise „aufzuladen“, während die Batterie dasselbe tut. Die Rücksitzbank lässt sich umklappen und um 13,5 Zentimeter elektrisch nach hinten und vorne fahren.

Acht Lautsprecher samt Subwoofer von Bose sorgen für guten Klang des Infotainment-Systems. Das ist serienmäßig kompatibel mit Android Auto und Apple Carplay. Auf Wunsch gibt es ein AR-fähiges Head-up-Display für den Fahrer. Es verwandelt die Windschutzscheibe in einen 44-Zoll-Screen. Der Kofferraum fasst bis zu 531 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen steigt der Wert auf 1591. Zusätzlich lässt sich der Raum unter der Motorhaube beladen. Während beim Heckantriebler 57 Liter zur Verfügung stehen, bleiben beim Allradantrieb noch 24 Liter übrig. Auf Wunsch lässt sich das Auto mit Glas- oder Solardach ausstatten. Die Solarzellen sollen bei optimalen Bedingungen für bis zu 2.000 Kilometer mehr Reichweite im Jahr sorgen.

Materialien, Dienste und Assistenten

Wie schon in der Vorschau des Interieurs betont Hyundai, wie umweltfreundlich die Materialien im Innenraum sind. Neben nachhaltigen Fasern, Naturmaterialien und dem Bearbeiten mit pflanzlichen Mitteln verwendeten die Konstrukteure Recyclingfasern aus PET-Flaschen. Selbst einige Lacke haben sie aus natürlichen Ölen gewonnen. Im Innenraum dürfen Kunden zwischen den Farben Schwarz, Hellgrau sowie Hellgrau mit blaugrünen Akzenten wählen.

Zusätzlich zum Auto bietet Hyundai auch dazugehörige Dienste an. Unter Bluelink fasst der Hersteller alle Telematiklösungen zusammen: Aufladen aus der Ferne, Sprachsteuerung, Connected Routing und das Speichern von bis zu drei Benutzerprofilen. Die Assistenzsysteme laufen unter dem Namen Smartsense. Den Autobahnassistenten hat die Softwareabteilung auf Version 2 aufgerüstet. Damit hält der Wagen immer den richtigen Abstand und die Fahrspur, auch den Spurwechsel beherrscht er. Ein autonomer Notbrems-, ein Totwinkel- und ein Fernlichtassistent gehören genauso zum Programm wie ein Aufmerksamkeitswarner. Weitere Informationen hält Hyundai auf der Website zum Ioniq 5 parat.

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3 Kommentare
Kantenhuber
Kantenhuber

Eine talentierte Energieverschleudermaschine: Gratulation!

Man beachte: auch diese Energie muss erzeugt werden und das produziert derzeit und auch in Zukunft jede Menge Schadstoffe.

Antworten
Martin R
Martin R

Ich werfe mal in den Raum, dass andere Kommentatoren (oder Auto-Hersteller) bei diesem Argument oft übersehen, dass das Benzin ja auch erstmal erzeugt werden muss.

Antworten
Raimund Schesswendter

Das kommt ganz darauf an, wie die Energie erzeugt wird.

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