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Hohe Energiepreise kurbeln Nachfrage nach Smarthome-Lösungen an

Vernetzte Geräte in einem Smarthome wurden bislang oft nur als Spielzeuge für Technik-Nerds abgetan. Doch mit den steigenden Kosten für Wärme und Strom wecken vor allem die digitalen Energiespar-Tools Interesse. Zwei neue Smarthome-Standards sollen dabei helfen.

Quelle: dpa
2 Min.
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Auch auf der IFA 2022 spielt das Smart Home eine wichtige Rolle. (Foto: dpa)

Die steigenden Kosten für Wärme und Strom treiben die Verwendung von Smarthome-Anwendungen an, mit denen sich die Energieeffizienz zu Hause steigern lässt. Ein Viertel der Menschen in Deutschland nutzt einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zufolge bereits smarte Heizkörperthermostate. Im vergangenen Jahr waren es erst 17 Prozent und 15 Prozent 2020.

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Smarte Heizungs- und Warmwasser-Lösungen können beispielsweise erkennen, ob überhaupt jemand zu Hause ist, und die Temperaturen entsprechend regulieren. Sie regeln die Temperatur auch danach, ob gerade gelüftet wird oder nicht. Damit verbrauche die Heizung in der Regel deutlich weniger Energie als bei Steuerung von Hand, erklärte der Bitkom.

Auch im Hochsommer könne das smarte Home beim Energiesparen helfen, etwa durch intelligente Rollläden oder Markisen, die sich bei starker Sonneneinstrahlung automatisch herunterfahren und somit den Verbrauch einer Klimaanlage reduzieren.

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Smarte Rollläden haben bereits viele Fans

Ein Fünftel (21 Prozent) der Befragten setzten bereits smarte Rollläden oder Markisen ein, 2021 waren es noch 13 Prozent. Ebenfalls ein Fünftel (21 Prozent) nutzt smarte oder WLAN-Steckdosen, um einen ständigen Stand-by-Betrieb etwa eines Fernsehers zu vermeiden.

„Smarthome-Technologien können einen ganz konkreten Beitrag dazu leisten, weniger Heizenergie und Strom zu verbrauchen“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Sie sind sehr viel mehr als eine technische Spielerei. „Sie steigern die Energieeffizienz, sorgen für mehr Sicherheit und erhöhen schließlich auch den Komfort und die Lebensqualität im eigenen Zuhause.“

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Intelligente Heiz- und Kühltechnik lohnt sich dabei nicht nur für Hausbesitzerinnen und -besitzer. Auch in Mietwohnungen könnten smarte Thermostate mit wenigen Handgriffen installiert und bei einem Umzug einfach mitgenommen werden.

Insgesamt haben 43 Prozent aller Menschen in Deutschland mindestens eine Smarthome-Anwendung in ihren vier Wänden im Einsatz. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort: 2020 waren es noch 37 Prozent und im Jahr 2018 nur 26 Prozent.

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Smarthome-Produkte als Schwerpunkt auf der Ifa

Smarthome-Anwendungen sind ein inhaltlicher Schwerpunkt der Technikmesse Ifa, die an diesem Freitag startet. In der Ifa Smarthome Special Area zeigen Aussteller vor allem Geräte und Anwendungen, die mit dem neuen Smarthome-Befehlsstandard „Matter“ und der neuen Funktechnik „Thread“ arbeiten.

Die von großen Technikkonzernen wie Amazon, Google, Apple und Samsung gemeinsam mit Smarthome-Spezialisten wie Eve, Bosch und Signify erarbeiteten Standards sollen dafür sorgen, dass bislang existierende Insellösungen durch eine alles umfassende Sprache ersetzt werden.

„Matter kommt diesen Herbst, und Eve ist startklar“, sagte Jerome Gackel, CEO von Eve Systems. Das Münchner Unternehmen hatte als einer der ersten Smarthome-Hersteller weltweit auf die neuen Standards gesetzt. Damit können auch Sprachassistenten und Smartphones verschiedener Smarthome-Ökosysteme wie Apple Home, Google Home, Amazon Alexa und Samsung Smartthings die verschiedensten Smarthome-Geräte steuern.

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Amazon-Manager Chris DeCenzo versprach zur Ifa eine „frustfreie Einrichtung“ aller Matter-fähigen Thread-Geräte. „Der Start von Matter ist ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft des vernetzten Alltags“, sagte Samsung-Manager Mark Benson, Head of Smartthings in den USA.

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