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Jeff Bezos und Bill Gates investieren in Brain-Computer-Interface-Startup Synchron

Das BCI von Synchron kann den Patienten ohne Gehirnoperation eingesetzt werden. Insgesamt konnte das Unternehmen 75 Millionen Dollar in der Finanzierungsrunde sammeln.

2 Min. Lesezeit

Das Interface wird ohne Operation eingesetzt. (Foto: Shutterstock / Gorodenkoff)

Synchron ist ein Startup für sogenannte Brain-Computer-Interfaces (BCI). Diese Interfaces werden in der Regel in die Gehirne der Patienten implantiert und dienen dazu, zum Beispiel einen Computer nur mit den Gedanken zu steuern.

Der Neurointerventionalist Tom Oxley gilt als Experte auf diesem Gebiet und ist CEO von Synchron. Das Unternehmen konnte am Donnerstag eine Finanzierungsrunde von 75 Millionen US-Dollar abschließen.

Unter den Investoren finden sich bekannte Namen. Zum Beispiel Bezos Expeditions, das Investmentunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Außerdem dabei ist Gates Frontier von Bill Gates. Geleitet wurde die Finanzierungsrunde allerdings von Arch Venture Partners, wie Bloomberg berichtet.

Damit wurde Synchron mit insgesamt 145 Millionen Dollar finanziert und steht auf Platz 3 der am besten finanzierten BCI-Unternehmen – hinter Elon Musks Neuralink und Max Hodaks Science Corp.

Synchron möchte gelähmten Menschen helfen

Das Startup möchte mit dem Hirnimplantat gelähmten Menschen helfen, zu kommunizieren, indem es ihnen erlaubt, den Mauszeiger eines PCs mit ihren Gedanken zu steuern. Die ersten Tests dafür haben bereits begonnen.

Dabei wurden drei Patienten in einer Machbarkeitsstudie aufgenommen. Zwei davon haben das Gerät bereits implantiert bekommen. Weitere drei Patienten sollen in den nächsten Monaten folgen. Die Patienten sollen ein Jahr lang beobachtet werden, bis die Ergebnisse der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) mitgeteilt werden.

Die Implementierung von Synchrons Gerät benötigt dabei keine Operation am Gehirn. Es wird ähnlich wie ein Koronarstent in die Jugularvene implantiert. Von dort aus bewegt es sich durch den Blutkreislauf ins Gehirn.

Anschließend kommuniziert es mit einem Implantat in der Brust des Patienten, welches wiederum mit einem Computer kommunizieren kann.

Zulassungsrelevante Studie steht noch aus

Als Nächstes möchte Synchron eine zulassungsrelevante Studie der FDA starten. Der erfolgreiche Abschluss dieser gibt dem Unternehmen Anspruch auf Medicare und Versicherungsschutz.

Brain-Computer-Interfaces sind allerdings nicht nur gut finanzierten Startups vorbehalten. Eine quelloffene Erweiterung für den Raspberry Pie könnte es bald allen erlauben, Computer mit den Gedanken zu steuern.

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