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Ratgeber

Dank Job-Enrichment zufriedener arbeiten: So kannst du dich von KI beflügeln lassen

Was ist noch besser, als neue Fachkräfte zu finden? Bestehende im Unternehmen zu halten. Wer es schafft, begehrte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mithilfe von attraktiven Benefits und Weiterbildungsangeboten zu halten, darf sich auf die Schulter klopfen. Bei Letzterem hilft Job-Enrichment.

Von Johannes Striegel
4 Min.
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Job Enrichment mit KI kann im Job beflügeln (Bild: Midjourney)

Wer jahre- oder gar jahrzehntelang im gleichen Job und beim gleichen Arbeitgeber verharrt, dem wird irgendwann langweilig. An diesem Umstand ändern weder eine gute Bezahlung noch tolle Benefits oder lobende Worte etwas. Ein Reiz kann es aber sein, Neues zu lernen, neue Verantwortung übertragen und neue Aufgaben zugewiesen zu bekommen.

Diesen Umstand beschreibt Job-Enrichment. Mit der zunehmenden Bedeutung und Integration von künstlicher Intelligenz in den Arbeitsalltag kann diese auch beim Job-Enrichment behilflich sein – wir werfen einen genauen Blick auf die Thematik.

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Definition: Was ist Job-Enrichment?

Job-Enrichment stammt aus der Personalentwicklung. Es beschreibt den Prozess, bei dem Mitarbeitenden mehr Verantwortung und neue Aufgaben übertragen werden. Der Begriff hat seinen Ursprung in den 1960er-Jahren und wurde vom US-amerikanischen Psychologen Fredrick Herzberg in Umlauf gebracht. Auf Deutsch bedeutet der Begriff sinngemäß so viel wie „Arbeitsbereicherung“.

Das Ziel hinter Job-Enrichment: Es sollen – oft langjährige – Angestellte ihr volles und teilweise auch brachliegendes Potenzial entfalten. Diese sind oft lange im Unternehmen tätig, arbeiten tagein, tagaus an den gleichen Prozessen und mit den gleichen Menschen. Um ihre Begeisterung für den Job wieder anzukurbeln und Unzufriedenheit vorzubeugen, wird ihnen die Chance gegeben, Verantwortlichkeiten und Fähigkeiten auszubauen.

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Was ist der Unterschied zwischen Job-Enrichment und Job-Enlargement?

Ein zweites naheliegendes Konzept ist Job-Enlargement. Allerdings liegt der Teufel im Detail. Mit Job-Enrichment steigerst du die Jobvielfalt und die Verantwortung eines Angestellten. Mit Job-Enlargement hingegen erweiterst du nur das Tätigkeitsfeld.

Das bedeutet: Im Rahmen des Job-Enlargements kümmert sich ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin schlicht um mehr Aufgaben und Bereiche als zuvor. Diese sind oft den vorherigen ähnlich, eine große Umstellung oder Einarbeitung ist nicht erforderlich.

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Job-Enrichment hingegen reichert die Arbeit selbst an, schafft Abwechslung durch gänzlich neue Aufgabenfelder und auch Verantwortlichkeiten. In einer idealen Welt entwickeln sich dadurch Menschen persönlich über ihre Arbeit weiter und sind motivierter. Job-Enlargement hingegen sorgt möglicherweise eher für eine höhere Arbeitsbelastung – ohne einen Gewinn an Zufriedenheit.

Welche Vorteile und Nachteile bietet Job-Enrichment?

Ein Blick auf die Vorteile von Job-Enrichment wirft die Frage auf, warum nicht jeder Betrieb entsprechende Maßnahmen einführt:

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  • Motiviertere Mitarbeitende und stärkere Mitarbeiterbindung: Wird die Maßnahme erfolgreich umgesetzt, sorgt das bei den entsprechenden Mitarbeitenden und Führungskräften für mehr Motivation und Zufriedenheit. Durch die Umstrukturierung und die neuen Tätigkeiten sind sie nicht nur zufriedener, sondern binden sich auch stärker an ihren Arbeitgeber.
  • Stärkung der Arbeitgebermarke durch Multiplikatoren: Sie werden so zu Multiplikatoren nach außen und stärken indirekt die Arbeitgebermarke. Auch andere Kollegen und Kolleginnen sehen, dass Personalentwicklung keine leere Worthülse ist.
  • Kompetenzerweiterung: Mitarbeitende lernen durch die Erweiterung ihrer Verantwortlichkeiten und Tätigkeiten Neues, werden kompetenter.
  • Verhindern von Bore-outs: Im x‑ten Jahr der gleichen Verantwortung bei der Arbeit ist die Gefahr von Bore-out groß. Mit Job-Enrichment wird das bestenfalls verhindert.

Wie immer gilt: Wo Licht ist, ist auch Schatten – und der ist womöglich auch der Grund, warum diese Personalentwicklungsmaßnahme längst nicht in allen HR-Abteilungen angekommen ist.

Zum einen sorgt Job-Enrichment im ersten Moment für eine höhere Arbeitsbelastung. Wenn diese ihren Effekt der persönlichen Erfüllung und Weiterentwicklung nicht erfüllt, schlägt das Pendel schnell in die andere Richtung aus – Überforderung und Unzufriedenheit machen sich breit. Das gilt es, durch gute Vorbereitung zu verhindern.

Beispiele: Wie funktioniert Job-Enrichment?

In der Praxis kann Job-Enrichment die verschiedensten Formen annehmen. Vom HR angestoßen, ist es in jedem Bereich einsetzbar. Einige konkrete Beispiele:

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  • In einem Technologieunternehmen: Eine Software-Entwicklerin wird nicht nur wie bisher mit dem Schreiben von Code beauftragt – sie erhält die Chance, direkt mit einigen wichtigen B2B-Kunden zu interagieren, um deren Bedürfnisse besser zu verstehen. Das motiviert sie zusätzlich, erweitert die Verantwortung und trägt dazu bei, das Endprodukt besser zu verstehen.
  • In der Fertigung: Ein Maschinenbediener bekommt die Chance, Teil der Qualitätssicherung zu werden. Er erhält Einblicke in verschiedene Aspekte des Produktionsprozesses – so kann er aktiv zur Verbesserung der Produktqualität beitragen.
  • Im Einzelhandel: Eine Verkäuferin wird dazu ermutigt, an der Gestaltung von Marketing-Kampagnen mitzuwirken, sie kann auch kleine Projekte leiten. Diese zusätzlichen Verantwortlichkeiten fördern ihre kreativen Fähigkeiten, schaffen Abwechslung und lassen sie zufrieden(er) nach Hause gehen.

Im Idealfall sind alle drei Angestellten motivierter, entwickeln sich persönlich weiter – und werden noch wertvoller für das Unternehmen.

Wie kann KI beim Job-Enrichment helfen?

Und was genau hat KI damit zu tun? Im ersten Moment nichts direkt, auf den zweiten Gedanken bietet künstliche Intelligenz jedoch spannende Möglichkeiten rund um Personalentwicklung und Job-Enrichment.

Vielerorts wird KI als „Jobkiller“ verurteilt. Automatisierung, Digitalisierung, keine Routinetätigkeiten mehr: KI hat einen schweren Stand bei vielen Angestellten, oft herrscht eine regelrechte Angst vor dem, was kommt.

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Dabei gibt es sowohl aus Arbeitgeber- als auch aus Arbeitnehmersicht Chancen. Als Arbeitgeber könntest du beispielsweise KI-gesteuerte Lernplattformen einsetzen, über die du maßgeschneiderte Schulungsprogramme für Mitarbeitende entwickelst, die diese zur Weiterbildung nutzen. So kannst du diese in erweiterten Aufgabenfeldern einsetzen und ihnen neue Verantwortlichkeiten übertragen.

Drehen wir den Spieß um: Aus Arbeitnehmersicht öffnet KI zurzeit ständig gänzlich neue Welten und Jobprofile, die es so zuvor nicht gab. Möglicherweise kannst du genau in ein solches Feld stoßen, das durch KI bereitet wird und neue Aufgaben und Herausforderungen abseits deiner originären Stelle bereithält.

Das kann vor allem dann der Fall sein, wenn durch künstliche Intelligenz einige deiner Routinetätigkeiten ersetzt werden. In Kombination mit Job-Enrichment ist KI also kein Jobkiller, sondern kann beflügeln – wovon alle Seiten nachhaltig profitieren.

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