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Jobsicherheit oder berufliche Weiterentwicklung? Arbeitnehmer im Dilemma

Die Unsicherheiten wirken sich aus: Der Wechselwille der Berufstätigen geht zurück. Die Menschen ziehen Jobsicherheit vor. Das geht jedoch deutlich zulasten der Motivation. Aktuelle Zahlen untermauern das.

3 Min.
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Große Unsicherheiten: Wechselwille geht zurück – zulasten der Motivation. (Foto: ltitude Visual-Shutterstock)

Mit dem Start eines neuen Jahres geht oft auch die Beantwortung einer Frage einher, nämlich ob und wie eine berufliche Weiterentwicklung ins Auge gefasst wird. Welche Rolle in diesem Jahr jedoch politische und wirtschaftliche Unsicherheiten spielen, zeigt eine aktuelle Linkedin-Umfrage, die t3n vorliegt: Die derzeit instabile Lage hindert 58 Prozent der Befragten daran, neue berufliche Möglichkeiten zu erkunden.

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Große Unsicherheiten: Wechselwille geht zurück

Das hat gravierende Auswirkungen auf die Motivation. Denn obwohl Beschäftigte gerne wechseln möchten, tun es immer weniger. 60 Prozent der Befragten geben an, sich gelangweilt oder unterfordert im Job zu fühlen. Mit 30 Prozent macht fast jeder Dritte nur das Nötigste. Die unsicheren Aussichten scheinen Beschäftigte zu lähmen, was zu einem Gefühl des Stillstands und zu Alltagstrott führt.

Hatten im vergangenen Jahr noch 71 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über einen Jobwechsel nachgedacht, gibt aktuell mit 53 Prozent nur noch gut die Hälfte an, sich zum Start des neuen Jahres nach einem neuen Job umzusehen. Mit 23 Prozent zögert fast jede vierte Person, den Job zu wechseln, weil sie die Stabilität ihrer derzeitigen Position nicht aufs Spiel setzen will.

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„Es kann langfristig problematisch sein, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Jobs bleiben, in denen sie nicht motiviert sind und somit nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen“, so Barbara Wittmann, Country Managerin bei Linkedin DACH. Die allgemeine Unsicherheit gepaart mit der konjunkturellen Flaute in Deutschland hindere daran, sich beruflich weiterzuentwickeln, obwohl es Chancen gäbe.

Jobsicherheit statt berufliche Experimente

Eine aktuelle Umfrage von Indeed, die t3n vorliegt, bestätigt den Trend: Demnach ist zu Beginn des Jahres mit 55 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten wechselwillig, was sechs Prozent weniger als im Vorjahr sind. Auch hier liegt der Hauptgrund in politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten: Jede fünfte Person will trotz erheblicher Unzufriedenheit im Job verweilen, so das Ergebnis der Befragung.

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„In diesem fragilen Umfeld sehnen sich die Menschen nach Sicherheit.“

Entsprechend begründen mit 44 Prozent die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die trotz Unzufriedenheit an ihrem aktuellen Job festhalten, ihren fehlenden Wechselwillen mit der Jobsicherheit. Jede vierte Person schätzt darüber hinaus die finanzielle Stabilität der derzeitigen Jobsituation. Ebenso viele haben zudem Angst, dass sich ihre Situation durch einen Wechsel verschlechtern könnte.

„Der angekündigte Stellenabbau in der Autobranche, bei Zulieferern oder in der Industrie hat die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verunsichert. In diesem fragilen Umfeld sehnen sich die Menschen nach Sicherheit“, erläutert Frank Hensgens, Indeed Geschäftsführer DACH. „Also verweilen sie in ihren Jobs, obwohl sie unzufrieden sind, statt mit einer neuen Stelle ins Risiko zu gehen.“

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Bei den Beweggründen für einen Jobwechsel sind Indeed nach in diesem Jahr zwei ohnehin schon sehr relevante Aspekte noch stärker in den Fokus gerückt: Geld und Flexibilität. Wie im Vorjahr ist die Aussicht auf ein besseres Gehalt für 51 Prozent der Befragten die größte Motivation für einen Wechsel. 50 Prozent jener besonders Wechselwilligen will hingegen flexible Arbeitsmodelle.

Abstriche bei der Jobsuche hinnehmen?

„Angestellte schätzen zwar die finanzielle Sicherheit ihrer Stelle, würden sie für ein besseres Gehalt und mehr Flexibilität trotzdem verlassen. Es ist jedoch fraglich, ob der Arbeitsmarkt ihnen in der aktuellen wirtschaftlichen Verfassung ein derartiges Angebot machen kann“, so Frank Hensgens. „Es ist gut möglich, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer künftig Abstriche machen müssen.“

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