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Jobverluste durch Umstieg auf Elektroautos wohl viel geringer als befürchtet

Elektroautos gefährden in der Autoindustrie weit weniger Jobs als ursprünglich prognostiziert. Das zeigt eine interne Studie bei VW. Enorm ist der Transformationsdruck aber bei den Zulieferern.

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VW: Umstieg auf Elektromobilität bleibt herausfordernd. (Foto: Helmut Seisenberger / Shutterstock)

In den vergangenen Monaten hatten vor allem Horrorszenarien die Debatten um mögliche Auswirkungen des kommenden Umstiegs auf die Elektromobilität bestimmt. So hatte zu Jahresbeginn ein Bericht der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität für Aufregung gesorgt, laut dem bis 2030 in der Automobilindustrie 410.000 Arbeitsplätze verlorengehen könnten. Jetzt zeigt eine VW-interne Studie, dass die Elektroautos weniger Jobs gefährden als gedacht.

Technologischer Wandel kostet weniger Jobs

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Rund ein Jahr lang haben die Experten des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation – in enger Zusammenarbeit mit dem VW-Konzern – untersucht, wie sich der technologische Wandel auswirken könnte. Dabei konnten die Forscher auf reale Produktions- und Planungszahlen zurückgreifen, wie Spiegel Online berichtet. Ihr Fazit: Die Jobverluste durch Elektrifizierung sollen „weitaus geringer sein als in bisherigen globalen Studien prognostiziert“. Die Studie, die Spiegel Online vorliegt, soll in der kommenden Woche offiziell vorgestellt werden.

Zumindest in der Herstellung seien die Unterschiede bei Zeit- und Personalaufwand zwischen Elektroauto und Verbrenner minimal. Untersucht wurde dies beim Vergleich der Fertigung von ID 3 und Golf 8. Dass in den Fabriken dennoch Jobs abgebaut werden müssten, läge an der ohnehin stetig steigenden Produktivität. Bis 2029 soll der Personalbedarf bei konventionellen Fahrzeugen um ungefähr 11.400 sinken. Bei den Elektroautos gehen die Forscher dagegen von einer Steigerung um rund 8.500 Stellen aus.

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E-Antrieb: Personalbedarf sinkt um 40 Prozent

Damit rechnen die Fraunhofer-Forscher mit einem um zwölf Prozent sinkenden Mitarbeiterbedarf in den untersuchten VW-Produktionsstätten in Wolfsburg, Hannover, Emden, Zwickau, Dresden und Osnabrück. Während in den Bereichen Karosseriebau und Montage der Personalaufwand damit nicht so stark sinken dürfte, ist der Transformationsdruck bei den Zulieferern sehr hoch. Wie viele Jobs im Bereich der Komponentenfertigung verschwinden könnten, sagt die Studie nicht. Aber: Der Personalbedarf soll bei einem E-Antrieb um 40 Prozent geringer als bei Verbrennern sein.

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Der weiter oben erwähnte Bericht der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität ging von 88.000 Arbeitsplätzen aus, die im Bereich der Antriebsfertigung bis 2030 verlorengehen könnten. Dieser Einschätzung hatte auch der Verband der Automobilindustrie zugestimmt. Das Problem: Ein Verbrennungsmotor besteht aus rund 1.200 Teilen, ein Elektromotor nur aus rund 200. Die Fraunhofer-Studie empfiehlt daher Zulieferern wie Bosch, Continental, ZF Friedrichshafen oder Mahle, in die Bereiche Batteriezellen oder Ladeinfrastruktur zu expandieren. Dadurch ließe sich der bevorstehende Arbeitsplatzabbau noch abfedern.

Ebenfalls interessant: VW verschärft Elektrooffensive – Model-S-Rivale „Landjet“ soll 2024 kommen

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