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Klimawandel: Nasa will mikroskopische Lebensformen im Ozean per Satellit studieren

Am Donnerstag ist ein neuer Satellit gestartet. Dessen Aufgabe ist die Untersuchung der Gesundheit der Ozeane, der Luftqualität und der Auswirkungen des sich verändernden Klimas.

2 Min. Lesezeit
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Ein neuer Nasa-Satellit beobachtet mikroskopisch kleine Partikel in den Ozeanen der Erde. (Foto: G_O_S / Shutterstock.com)

Der jüngste Satellit der Nasa trägt die Abkürzung Pace für den ansonsten sperrigen Namen Plankton-, Aerosol-, Klima- und Ozean-Ökosystem-Satellit. Er brach am 8.2.2024 an Bord einer Falcon-9-Rakete von SpaceX vom Space-Launch-Complex 40 am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida auf und konnte erfolgreich in einer Umlaufbahn platziert werden.

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Mikroskopische Partikel sollen aus dem All untersucht werden

Die Aufgabe der Pace-Mission besteht laut Nasa-Chef Bill Nelson darin, die Auswirkungen winziger, oft unsichtbarer Dinge zu untersuchen: mikroskopisch kleines Leben im Wasser und mikroskopisch kleine Partikel in der Luft.

Das hyperspektrale Ozeanfarbinstrument des Satelliten soll es den Forscher:innen ermöglichen, Ozeane und andere Gewässer über ein Spektrum von ultraviolettem, sichtbarem und nahinfrarotem Licht zu messen. So kann etwa die Verteilung des Phytoplanktons verfolgt.

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Zudem sei es laut Nasa zum ersten Mal aus dem Weltraum möglich, festzustellen, welche Gemeinschaften dieser Organismen tatsächlich in welchem Maßstab vorhanden sind. Die erhobenen Daten solle etwa der Fischerei helfen, schädliche Algenblüten zu verfolgen und Veränderungen in der Meeresumwelt zu erkennen.

Auch Wechselwirkungen zwischen Ozean und Atmosphäre im Fokus

An Bord der Sonde befinden sich auch zwei Polarimeter-Instrumente, das Hyper-Angular Rainbow Polarimeter #2 und das Spectro-Polarimeter for Planetary Exploration. Diese Instrumente sollen Wechselwirkungen zwischen dem Sonnenlicht und den Partikeln in der Atmosphäre erkennen. Das soll den Forscher:innen Informationen über atmosphärische Aerosole und Wolkeneigenschaften sowie über die Luftqualität auf lokaler, regionaler und globaler Ebene liefern.

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Ebenso soll die Kombination der Instrumente Einblicke in die Wechselwirkungen zwischen Ozean und Atmosphäre geben und aufzeigen, wie ein sich änderndes Klima diese Wechselwirkungen beeinflusst.

Neue Ära der Ozeanforschung

„Die Beobachtungen und wissenschaftlichen Forschungen von Pace werden unser Wissen über die Rolle des Ozeans im Klimazyklus grundlegend erweitern“, ist sich Karen St. Germain, Direktorin der Earth Science Division im Nasa-Hauptquartier in Washington sicher. Sie sieht den Start in eine „neue Ära der Ozeanforschung“ durch die Kombination der neuen Daten mit jenen bestehender Oberflächenwasser- und Ozeantopographie-Missionen.

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Tatsächlich reagieren die Ozeane der Erde in vielerlei Hinsicht auf den Klimawandel – vom Anstieg des Meeresspiegels über Hitzewellen im Meer bis zum Verlust der Artenvielfalt. Pace soll helfen, die Auswirkungen des Klimawandels auf das Phytoplankton untersuchen zu können, das eine Schlüsselrolle im globalen Kohlenstoffkreislauf spielt, weil es Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnimmt und in seine Zellen umwandelt.

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