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Kosmisches Feuerwerk: Nasa-Teleskop Hubble fotografiert schillernden Sternenhaufen

Das neueste Bild des Weltraumteleskops Hubble ist zwar wunderschön, aber nicht völlig authentisch. Es zeigt einen Kugelsternhaufen als eine Art eingefrorenes Feuerwerk.

2 Min. Lesezeit
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Weltraumteleskop Hubble. (Foto: NASA)

NGC 6717 ist ein Kugelsternhaufen aus dem Sternbild Schütze. Ein Kugelsternhaufen ist eine riesige Ansammlung von Sternen, die in einer annähernd kugelförmigen Formation versammelt sind. Manche Kugelsternhaufen bündeln Tausende Sterne zu solchen Mini-Galaxien. Die Sternhaufen werden durch so starke Gravitationskräfte zusammengehalten, dass die zentrale Region eines Haufens besonders dicht „gepackt“ ist.

Spektakulär, aber nicht völlig authentisch

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Schauen wir nun auf das Sternbild Schütze, sehen wir NGC 6717 als einen Lichtpunkt. Nasas Hubble sieht viel mehr. Aus Sicht des Weltraumteleskops sieht NGC 6717 wie ein Foto eines kosmischen Feuerwerks aus. Schade, dass es sich dabei teils um eine optische Täuschung handelt. Denn nicht alle hellen Punkte, die das Bild einfängt, gehören auch tatsächlich zum Kugelsternhaufen. Ausgerechnet die hellsten Punkte in der Mitte des Bildes kommen von Sternen, die sich nicht im Haufen, sondern in direkter Blickrichtung zwischen dem Haufen und Hubble befinden.

Wie ein Feuerwerk im All. (Quelle: ESA/Hubble und NASA, A. Sarajedi)

Die Nasa ist so freundlich, uns zu erklären, wie wir erkennen können, welche Sterne nicht zu NGC 6717 gehören. Danach können wir sie an den charakteristischen „Beugungsspitzen“, den langen Lichtstrahlen, die einige der Sterne durchkreuzen, die im Weg sind, erkennen. Solche Effekte entstehen laut Nasa durch die Brechung des von den Sternen abgegebenen Lichts im Hubble-Sekundärspiegel.

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Und gerade mit Blick auf NGC 6717 gibt es einige Erschwernisfaktoren, die einem perfekten Bild im Wege stehen. So befindet sich etwa das Sternbild Schütze in derselben Himmelsregion wie das Zentrum der Milchstraße. Und dieses Zentrum unserer Galaxie ist mit allerlei „Licht absorbierendem Staub und Gas“ gefüllt. Das sehen wir teils als Verfälschung auf Bildern des Teleskops.

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Blickrichtung zentrale Milchstraße

Wie die meisten spektakulären Bilder stammt auch dieses wieder maßgeblich aus der 2009 nachgerüsteten Wide Field Camera 3. Zur Detailverbesserung wurde es indes mit Aufnahmen der „Hubble Advanced Camera for Surveys“ ergänzt. Dieses Modul ist seit 2002 Teil des Teleskops und für die Untersuchung großer Himmelsbereiche im sichtbaren und roten Wellenlängenbereich vorgesehen.

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