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Kotlin: Google macht Java-Alternative zur Nummer eins bei der Android-App-Entwicklung

(Grafik: Jetbrains)

Google hat auf der Entwicklerkonferenz I/O 2019 verkündet, dass Kotlin jetzt die bevorzugte Programmiersprache für Android-Apps ist. Wer ein neues Projekt starte, sollte es in Kotlin schreiben.

Erst vor zwei Jahren, bei der I/O 2017, hat Google Kotlin gleichberechtigt mit Java als offizielle Android-Programmiersprache eingeführt. Seither mussten App-Entwickler für Android Studio kein zusätzliches Plugin mehr verwenden, um die Sprache einzusetzen. Künftig setzt Google voll auf Kotlin. „Die Android-Entwicklung geht zunehmend in Richtung Kotlin-first“, wie Google in einem Blogeintrag erklärt. Entwickler sollten beim Neustart eines Projekts gleich Kotlin verwenden, empfiehlt der Suchmaschinenriese. Jetpack-APIs und Funktionen würden künftig zuerst für Kotlin angeboten.

Kotlin benötigt weniger Code

Für Kotlin spricht laut Google unter anderem, dass die Programmiersprache weniger Code erfordere, was bedeute, dass sich die Aufwendungen für das Schreiben, Testen und Einführen von Apps verringern würden. In den vergangenen zwei Jahren hat sich Kotlin zur beliebtesten Programmiersprache unter Android-Entwicklern gemausert. Über die Hälfte der professionellen Programmierer nutzen die Java-Alternative für die App-Entwicklung, wie Google erklärt.

In der jüngsten Stack-Overflow-Erhebung zu den beliebtesten Programmiersprachen findet sich Kotlin hinter Rust, Python und Typescript auf dem vierten Platz. Java hält hingegen den zehnten Platz im Ranking der ungeliebten Programmiersprachen, die Programmierer am liebsten nicht mehr verwenden wollen. Android gehört in der aktuellen Umfrage unter Programmierern zwar zu den Plattformen, für die die meisten kürzlich etwas entwickelt haben. Auf der Beliebtheitsskala liegt Android aber hinter Konkurrenten wie Linux, Raspberry Pi, MacOS oder iOS zurück.

Angesichts der Popularität von Kotlin ergibt der Support durch Google Sinn, wie Techcrunch schreibt. Zwar sei sich Google dessen bewusst, dass noch nicht jeder Android-Entwickler Kotlin nutze, das sollte sich aber ändern, meint der für Android zuständige Google-Manager Chet Haase. Freilich gäbe es aber nachvollziehbare Gründe für die Weiterverwendung von C++ und Java – und das sei auch vollkommen in Ordnung.

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