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Ratgeber

Krypto versteuern: Diese Tools tracken deine Transaktionen

Mit Statistiken und Kennzahlen können Trackingtools das Traden erleichtern. Besonders wichtig werden sie aber für die Steuererklärung. Wir stellen drei Kryptosteuer-Apps vor.

3 Min.
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Statt selbst über alle Transaktionen Buch zu führen, nutzen die meisten Kryptoanleger:innen Tracking-Tools. (Foto: 88studio/Shutterstock)

Kryptowährungen müssen in Deutschland und vielen anderen Ländern versteuert werden. Auch wer keine Gewinne zu verzeichnen hat, sollte seine Kryptotransaktionen dem Finanzamt mitteilen, raten Steuerexpert:innen.

Wer mit Bitcoin, Ether und Co handelt, braucht sich aber nicht gleich an einen Steuerberater oder eine Beraterin zu wenden. „Kaufe und verkaufe ich die Token nur, genügt es meist, einen Steuerreport zu erstellen und bei der Steuererklärung einzureichen“, sagt die Steuerberaterin Afra Stöhr, die sich auf Kryptowährungen und NFT spezialisiert hat.

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In einem solchen Report legen Anleger:innen gegenüber dem Finanzamt offen, welche Token sie wann zu welchem Preis ge- und verkauft haben. Das händisch in einer Exceltabelle aufzuführen wäre zu aufwendig. Außerdem zu kompliziert, denn viele Anleger:innen handeln nicht nur über eine Börse, machen Teilverkäufe und handeln mit verschiedenen Assets.

Wir stellen verschiedene Tools vor, die Steuerreports erstellen.

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Was können Steuer-Tools für Krypto-Anleger?

Die meisten Kryptosteuer-Tools funktionieren ähnlich: Anleger:innen füttern sie mit Daten aus verschiedenen Quellen. Das läuft meist automatisiert über die API-Schnittstellen oder CSV-Dateien von Börsen oder anderen Anbietern oder über die On-Chain-Daten, die die Tools ziehen können, wenn Anleger:innen ihre öffentliche Adresse (Public Key) der Wallet angeben.

Die Tool erstellen aus diesen Daten meist in Echtzeit Statistiken und rechnen häufig verschiedene Kennzahlen aus, die einen Überblick über die eigenen Verluste und Gewinne aus dem Handel geben.

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Im nächsten Schritt geht es um den Export der gesammelten Tradingdaten für die Erklärung beim Finanzamt. Dafür ist es wichtig, die Transaktionsdaten zu überprüfen. Stimmen auch die aufgelisteten Preise? Ist alles vollständig? Dann kannst du den Report herunterladen und direkt beim Finanzamt einreichen, in eine Steuersoftware packen oder an den oder die Steuerberater:in weitergeben.

Einen guten Überblick über die eigenen Transaktionen zu haben, ist nicht nur für weitere Trading-Entscheidungen hilfreich, sondern auch um Steuern zu sparen. Denn nur wer Verluste rechtzeitig realisiert, kann sie anschließend verrechnen.

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Blockpit: Automatisches Tracking verschiedener Assets

Blockpit (Screenshot: t3n)

Blockpit (Screenshot: t3n)

Blockpit ist ein automatisches Trackingtool aus Österreich. Es kann neben Tausenden Kryptowährungen auch NFT, Defi, Staking, Derivate (inklusive tokenisierter Aktien), Rohstoffe, Fiat-Währungen und anderes tracken. Daten von über 50 Börsen werden dabei automatisch eingelesen, bei anderen funktioniert lediglich der Import von CSV-Dateien. Neben Steuerreporting bietet Blockpit für Finanzunternehmen auch Lösungen für die Anti-Geldwäsche-Compliance.

Mit der Free-Version kannst du dir zwar einen Überblick über deine Transaktionen verschaffen, bekommst aber keinen Steuerreport. Den gibt es erst ab der Lite-Version für 49 Euro pro Jahr. Wer mehr als 50 Transaktionen im Jahr in seinen Steuerreport aufnehmen will, zahlt 79 Euro (bis 1.000 Transaktionen) oder 199 Euro (über 1.000 Transaktionen). Als Transaktion zählt Blockpit den Kauf, Verkauf, Tausch, Transfer, Einzahlung und Abhebung von Kryptowährungen.

Cointracking: Kostenloser Steuerreport mit Aufwand

CoinTracking (Screenshot: t3n)

Cointracking (Screenshot: t3n)

Das Kryptosteuertool Cointracking gibt es seit 2012. Es hat laut eigenen Angaben über 1.390.000 Nutzende und 25.000 Firmenkunden. Es soll über 110 Börsen und Wallets unterstützen.

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Cointracking ist eines der wenigen Tools, mit dem sich auch in der kostenlosen Version ein Steuerreport erstellen lässt. Allerdings ist diese Version auch sehr beschränkt: So funktioniert der Datenimport von Börsen nur manuell über CSV-Dateien anstatt über API, und es gilt ein Limit auf 200 Transaktionen pro Jahr.

Mehr Funktionen und Transaktionen beinhalten die Bezahlversionen für circa 10 Euro pro Monat (3.500 Transaktionen) oder etwa 17 Euro (20.000 Transaktionen). Wer 60 Euro pro Monat zahlt, kann unendlich viele Transaktionen importieren. Wer Cointracking langfristig nutzen will, kann mit Zwei-Jahres- oder sogar „lebenslangen“ Abos sparen.

Koinly: Steuertool auf Englisch

Koinly (Screenshot: t3n)

Koinly (Screenshot: t3n)

Die Londoner Firma Koinly gibt es seit 2018. Das Tool erstellt ebenfalls Steuerberichte für Kryptotransaktionen von über 300 Börsen und Wallets. Koinly trackt außerdem Defi, Margin-Trades und Futures.

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Laut eigenen Angaben nutzt das Unternehmen künstliche Intelligenz, um Transfers zwischen mehreren Wallets eines Besitzers zu erkennen und die Kosten zurückzuverfolgen. Auch wenn die Website auf Deutsch ist, ist die Nutzeroberfläche des Tools bislang nur auf Englisch verfügbar.

Bei Koinly kostet das Starterpaket 39 Euro pro Steuerjahr für bis zu 100 Transaktionen. Wer bis zu 1.000 Transaktionen aufnehmen möchte, zahlt 89 Euro. 3.000 Transaktionen kosten 169 Euro im Jahr, 249 Euro zahlt man für unbegrenzte Transaktionen. Auch für Koinly gibt es eine kostenlose Testversion, mit der allerdings keine Steuerberichte erstellt werden können.

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