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Trotz Krypto-Winter: Kryptowährungen performen besser als Aktien oder Gold

Gold gilt als sicherer Hafen für Anleger:innen in Krisenzeiten. Kryptowährungen dagegen haben diesen Nimbus verloren. In den vergangenen drei Monaten mussten Gold und Aktien aber Federn lassen. Bitcoin, Ethereum und Co dagegen sind im Plus.

2 Min. Lesezeit
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Bitcoin hat zuletzt besser performt als Gold. (Bild: Shutterstock.com)

Noch vor einiger Zeit wurde spekuliert, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen – ähnlich wie Gold – einen sicheren Hafen in Krisenzeiten darstellen könnten. Das gilt jetzt nicht mehr.

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Kryptowährungen: Entwicklung wie Gold oder wie Aktien?

In den vergangenen Monaten entwickelten sich die Kurse der wichtigsten Kryptowährungen eher im Gleichschritt mit den Aktienmärkten. Der Ukraine-Krieg, steigende Preise und vor allem die Zinserhöhungen durch Fed und EZB drückten auf die Laune der Investor:innen.

Die Entwicklung im dritten Quartal 2022 konterkariert jetzt beide Annahmen zur Entwicklung der Kryptokurse. Denn während Goldpreis, Aktienkurse und Anleihen den Anleger:innen Verluste bescherten, konnten sich Kryptofans über Zuwächse freuen.

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Konkret legte der sogenannte MVIS Cryptocompare Digital Assets 100 Index, in dem die Performance der 100 größten Kryptowährungen gewertet wird, zwischen Ende Juni und Ende September 2022 um 7,6 Prozent zu, wie Bloomberg berichtet. Eine ähnlich starke Performance legte der US-Dollar hin.

Verluste zwischen fünf und zehn Prozent mussten dagegen die Indizes verbuchen, die etwa die Entwicklung weltweit wichtiger Aktien, Anleihen oder den Goldpreis verfolgen.

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Gold verliert deutlich an Wert

Allein der Goldpreis brach seit Ende Juni um zehn Prozent auf aktuell rund 1.640 Dollar ein. Zum Vergleich: Anfang März 2022 war eine Feinunze des Edelmetalls noch rund 2.050 Dollar wert. Der Rekordwert ist als direkte Folge der Unsicherheit nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine zu werten.

Freilich leiden auch die Kryptowährungen unter der hohen Inflation und den steigenden Zinsen. Auf Sicherheit bedachte Anleger:innen stecken ihr Geld jetzt eher wieder in Assets, die zwar weniger Rendite, aber dafür auch keine Verluste bringen.

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Bei Inflationsraten von aktuell rund acht Prozent (Stand: August 2022) ist es derzeit ohnehin kaum möglich, sein Geld ohne Verluste anzulegen.

Ethereum-Merge treibt Kryptokurse

Dass die Kryptowährungen in den vergangenen drei Monaten mehrere Prozent Plus gemacht haben, ist derweil an zwei singulären Ereignissen erklärbar. Ob die Entwicklung in den kommenden drei Monaten so weitergeht, ist fraglich.

Zum einen machen Marktbeobachter:innen den vom Crash des Terraform-Lab-Ökosystem (TerraUSD und Luna) verursachten Absturz der Kryptokurse im Mai 2022 verantwortlich für den sanften Aufwärtskurs ab Ende Juni. Nachdem die Kryptoschmelze rund 60 Milliarden Dollar aus dem Markt gewaschen hat, setze eine leichte Erholung ein.

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„Winter is coming“: Die besten Memes zum Kryptowinter Quelle: coinmotion

Darüber hinaus sorgte natürlich der sogenannte Merge, also die Umstellung der Ethereum-Blockchain vom rechenintensiven Konsensmechanismus Proof-of-Work hin zum sehr viel ressourcenschonenderen Proof-of-Stake für eine Aufwärtsbewegung der Kurse.

Allein der Kurs von Ether (ETH) ist seit Ende Juni 2022 bei 30 Prozent im Plus. Zwischenzeitlich hatte sich der ETH-Kurs sogar auf knapp 2.000 Dollar verdoppelt.

Gibt es einen goldenen Bitcoin-Herbst?

Dieser Effekt ist jetzt allerdings verpufft. Und für die kommenden Monate sehen einige Analyst:innen eher schwarz, was die Kursentwicklung im Kryptobereich angeht. Zwar gilt der Oktober als Wachstumsmonat – seit 2012 ging es in sieben von zwölf Oktobermonaten bergauf –, allerdings ist die Talsohle wohl noch nicht erreicht.

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Aktuell ist der Bitcoin-Kurs nicht mehr weit von seinem Junitief (17.600 Dollar) entfernt, könnte es erneut testen. Angesichts der eher negativen Stimmung auf den anderen Märkten mit Risiko-Assets wie Tech-Aktien sei sogar ein Rutsch unter die Marke von 17.500 Dollar möglich, meint etwa Cici Lu, CEO von Venn Link Partners, gegenüber Bloomberg.

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