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Macbook: Apple gesteht fehlerhafte Butterfly-Tastatur ein – entschuldigt sich sogar

Das neue Macbook Air mit neuem Keyboard. (Screenshot: t3n.de; Apple)

Apple hat eingestanden, dass die Macbook-Tastaturen trotz erfolgter kleiner Änderungen weiterhin fehleranfällig sind. Das Unternehmen entschuldigt sich dafür bei den Nutzern, ändert aber wohl nichts.

Seit dem 2015 vorgestellten Macbook verbaut Apple eine „Butterfly“-Tastatur, die mittlerweile in einer zweiten Generation in dem 2016 enthüllten überarbeiteten Macbook Pro ihre Dienste verrichtet. Wenige Monate nach dem Upgrade mehrten sich Nutzerberichte über nicht oder doppelt angezeigte Buchstaben oder Zeichen, die durch kleinste Staubkörner in der Tastatur auftreten können. Auch in der mittlerweile dritten Keyboard-Generation hat Apple diese Fehler nicht in den Griff bekommen. Das gesteht Apple nun ein.

Apples Macbook-Keyboard: Probleme auch in der dritten Generation

Apple Macbook Pro Tastatur. (Foto: blackzheep; Shutterstock)

Apple Macbook Pro Tastatur. (Foto: blackzheep; Shutterstock)

Gegenüber Joanna Stern vom Wall Street Journal bestätigte Apple, dass auch die dritte Generation der Butterfly-Tastatur von den Problemen betroffen sei. Dem Unternehmenssprecher zufolge gebe es jedoch nur eine kleine Anzahl von Beschwerden durch Anwender, für die sich Apple entschuldige. Die große Mehrheit der Macbook-Nutzer berichte über positive Erfahrungen mit der Tastatur, so das Unternehmen. Falls es zu Problemen kommen sollte, solle man Apples Kundenservice kontaktieren.

Idealerweise sollten bei Produkten dieser Preisklasse solche Probleme überhaupt nicht auftreten. Doch Apple bekommt seine ultraflachen Keyboards offenbar nicht in den Griff, wie am letzten Update des Keyboards, das seit 2018 im Macbook Pro und im neuen Macbook Air verbaut ist, zu erkennen ist. Es wurde zwar eine schützende Membran unter jede Taste gebaut, diese machen das Keyboard jedoch nur leiser, gegen eindringende Staubpartikel schützen sie nicht, wie Apple gegenüber Cnet bestätigte.

Von Macbook Air bis Pro: Das sind die Unterschiede zwischen den Apple-Notebooks

Während Apple für die älteren betroffenen Macbook-Modelle ein Serviceprogramm für die Tastatur gestartet hat, gibt es dies für aktuelle Geräte noch nicht. Schließlich greift bei ihnen noch die einjährige Gewährleistung. Nach Ablauf der Frist dürften die neueren Geräte wohl auch in das Serviceprogramm aufgenommen werden. Denn die im Support-Dokument beschriebenen Probleme wie „Zeichen werden unerwartet wiederholt“, „Zeichen werden nicht angezeigt“ und „Eine oder mehrere Tasten weisen einen zu hohen Druckwiderstand auf, hängen nach dem Anschlagen oder reagieren uneinheitlich“ treffen auch bei den neueren Modellen auf.

Fehlerhafte Macbook-Tastatur: Das könnte helfen

Apple zeigt, wie sich das Keyboard reinigen lässt. (Foto: Apple)

Apple zeigt, wie sich das Keyboard reinigen lässt. (Foto: Apple)

Joanna Stern hat in ihrem Artikel eine Reihe von Lösungsvorschlägen aufgelistet, die bei den Keyboard-Problemen helfen könnten. Außer dem Weg zum Apple-Store, um dem Support in Anspruch zu nehmen, könnte die macOS-App Unshaky helfen. Sie schützt vor versehentlichen Doppeleingaben von Buchstaben.

Ebenso nennt sie die von Apple empfohlene Vorgehensweise: Nicht reagierende Keyboards könnten mit Druckluft gereinigt werden. Wenn alles nicht hilft, sei ein externes Keyboard ein letzter Ausweg. Ist das auch keine Lösung, steht wohl oder übel ein Plattformwechsel an. Immerhin gibt es in der Windows-Welt das eine oder andere attraktive Notebook – sie laufen aber nicht mit macOS.

t3n meint:

Apple hätte schon viel früher auf die Keyboard-Probleme reagieren und die Butterfly-Tastatur umfassend überarbeiten müssen. Durch die bisherigen kleinen Änderungen wurden die eigentlichen Schwachstellen nicht angefasst. Bei Premium-Notebooks, die bis über 3.000 Euro kosten, dürfen solche Schnitzer einfach nicht auftreten. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine kleine oder große Nutzerschicht sich offen über die Probleme äußert. Es ist schließlich nicht selten der Fall, dass viele Nutzer sich nicht über ihre Unzufriedenheit äußern, sondern die Probleme einfach ertragen. Also Apple, zurück ans Reißbrett.

Andreas Floemer

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2 Kommentare
Dirk Oberländer
Dirk Oberländer

Bei mir wurden innerhalb von gut 2 Jahren 4 Tastaturen getauscht. Die neue ca. 8 Wochen „alt“ hängt auch weder. Scheinbar ist es nicht möglich, die Tastatur spannungsfrei im Gehäuse zu verbauen. Spricht so, dass alle Tasten exakt den gleichen Hub und das gleiche Anschlagverhalten haben. Auch sammelt sich trotz normaler Büroumgebung immer wieder Staub dort, der sich nicht mit Hausmitteln entfernen lässt. Früher reichte da leichtes Klopfen + vorsichtiger Staubsaugereinsatz völlig. Wer viel schreibt, kommt um eine externe Tastatur nicht herum. Schade, denn früher waren die Apple Keyboards immer super Schreibmaschinen. Definitiv mein letztes Apple Notebook.

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Marco
Marco

Ich habe noch ein Late 2013 und wollte eigentlich ein 2018 kaufen, aber da ich an der Notebook-Tastatur arbeite ich das für mich ein No-Go.
Heißt warten bis neue kommen, denn mein jetziges läuft bis auf ein Tausch des Netzteils wunderbar.

Aber für Videos und Fotos dauert es mir zu lang.
Mal sehen, ansonsten wird es ein Businessnotebook eines anderen Herstellers.

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