Ratgeber

Marketing-Trends 2019: Das können wir nächstes Jahr erwarten

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„Transparenz grundlegend definieren“ – Christoph Berg, Geschäftsführer Mint Square

Christoph Berg MINT

Christoph Berg, Geschäftsführer MINT Square. (Foto: MINT Square)

Auch 2019 werden wir uns als Branche weiter selber fragen müssen: „Wie definieren wir Transparenz?“. Während heutzutage fast jede Mediaagentur diesem Trend folgt und ihren Kunden gegenüber Transparenzversprechen abgibt, ist es oftmals leider weiterhin unklar, wo genau diese Transparenz anfängt und wo sie wieder aufhört. Während Kosten- und technologische Transparenz bei vielen Advertisern immer wichtigere Themen werden, ist der Anteil derer, die eine gebotene Transparenz nicht hinterfragen, weiterhin sehr hoch. In diesem Zusammenhang gilt es, dem Advertiser gegenüber Zusammenhänge klar zu definieren und seinerseits Kennzahlen proaktiv zu hinterfragen. Nur so können Kampagnen zielgerichtet in allen Facetten betrachtet werden.

„Voice neben Touch“ – Claudia Leischner, Managing Director Gyro

Claudia Leischner

Claudia Leischner, Managing Director Gyro. (Foto: gyro)

„Siri, wie wird das Wetter heute?“ – Der Großteil der Deutschen, die digitale Sprachassistenten verwenden, nutzen diese auf ihren mobilen Geräten (38 Prozent), so eine Studie der GfK vom August 2018. Aber auch Smart Speaker wie Amazons Echos und Dots sowie der Google Home erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Experten prognostizieren, dass sich die Zahl der Voice-Nutzer in den nächsten drei Jahren verdoppeln soll. Wenn Sprachsteuerung immer exakter funktioniert, hat sie ein großes Zukunftspotenzial: Voice tritt neben Touch. Egal ob zu Hause auf der Couch, im Auto, in der Küche oder auf dem Laufband im Fitnessstudio. Auch deshalb muss sich das Marketing dafür rüsten, wie Voice Search unser Konsumverhalten verändert wird.

„Kein Ende des Video-Booms in Sicht“ – Milko Malev, Director Communications & Media Dmexco

Milko Malev, DMEXCO

Director Communications & Media Dmexo. (Foto: Dmexco)

Nutzer sind anspruchsvoller geworden: Inhalte müssen unterhaltsam, leicht konsumierbar und aufmerksamkeitsstark sein. Entsprechend wird Video auch 2019 als Teil von Social Media, Mobile Advertising oder auch der Content-Strategie an Bedeutung zunehmen. Gleichzeitig bietet Marketing-Automation spannende Möglichkeiten, um Content- und E-Mail-Marketing sowie Customer-Relationship-Management smart – und vor allem ressourcensparend – zu verzahnen. Die Customer Journey kann so individuell und unaufdringlich begleitet und geführt werden. Das funktioniert nur mit gut gepflegten Datenstrukturen – Datenpflege sollte daher stärker in den Fokus rücken.

„Wer seine Produkte verkaufen will, muss sich unabhängig von Amazon machen“ – Daniela da Silva, Head of Corporate Marketing bei Productsup

Daniela da Silva

Daniela da Silva, Head of Corporate Marketing bei Productsup (Foto: Productsup)

Alexa wird 2019 der gesamten Wirtschaft und ihren E-Commerce-Aktivitäten neue Grenzen aufzeigen: Alexa wird der mit Abstand wichtigste Influencer der Konsumenten. Dank KI wird sie sich der Stimmung ihrer Besitzer anpassen, ihre Stimme entsprechend akzentuieren und weitgehend unabhängig Produkte vorschlagen und für den Kunden auch kaufen. Der Nachteil: Alexa schlägt jeweils nur einen Artikel vor und keiner weiß, nach welchen Kriterien Alexa ihre Entscheidungen wirklich trifft. Wollen Unternehmen ihre Produkte weiterhin erfolgreich verkaufen, müssen sie sich unabhängiger von Amazon machen. Sie müssen die direkte Kundenbeziehung intensiv beleben – etwa durch exklusive Angebote auf der eigenen Website, Direct-to-Consumer-Marketing, Erlebniswelten im Handel, spezielle Abo-Modelle oder auch individuelle Serviceleistungen, die dank smarter Endprodukte viel besser als je zuvor konfiguriert werden können.

Zum Weiterlesen: SEO 2019 – diese Trends dominieren das nächste Jahr

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Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Carsten Schäfer

Liebes t3n-Team,

ich bin zufällig auf Euren Blog Artikel vom letzten Jahr gestoßen und fand es interessant zu lesen, was diverse Branchenexperten als Trends für dieses Jahr vorausgesagt haben und was davon mittlerweile eingetroffen ist.

Der Expertin Astrid Kramer pflichte ich bei, dass Featured Snippets im Rahmen der UX sehr wichtig geworden sind. Ich habe allerdings die Beobachtung gemacht, dass neben den Featured Snippets auch die Bedeutung der Rich Snippets erheblich zugenommen hat. Schon allein die visuelle Abhebung durch Erweiterung der Suchergebnisse wie ein Bild oder eine Darstellung der Sternebewertung, zieht die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich. Dadurch kann die Seite mit wenig Aufwand mehr organische Klicks erhalten und sich von den übrigen Suchergebnissen abheben. Und wie wir alle bereits wissen, ist es im heutigen Suchergebnis-Dschungel nicht immer einfach aus der Masse hervorzustechen und den Nutzer für einen Klick auf der Suche zu begeistern. Ein ansprechender Seitentitel und eine aussagekräftige Meta-Beschreibung reichen dafür nicht immer aus. Wer auffällt, erhält mehr Klicks. Im Gegensatz zu den Featured Snippets geben Sie aber nicht direkt die Antwort auf die offenen Fragen der Nutzer und somit ist die Chance auf einen Klick erheblich höher.

Die Popularität von Rich Snippets nimmt stetig unter den Webseitenbetreibern zu, da sie sich als wertvolle SEO-Maßnahme behauptet haben. Um Rich Snippets für eine Webseite zu erstellen, kann man auf Tools wie crowdy.ai zurückgreifen. Das Tool teilt bestimmte Informationen über ein Unternehmen mit den Suchmaschinen und diese tauchen dann wiederum in den Suchergebnissen auf.

Ebenfalls möchte ich auf den von Christoph Berg angesprochenen Trend in Bezug auf die Transparenz der Unternehmen eingehen. Die Verbraucher haben jeden Grund zunehmend kritisch zu werden, da sie mit einem Schwall an übertriebenen Versprechungen konfrontiert werden und viele Influencer sich aus Loyalität zum Hersteller zu einer eher positiven Meinung über ein Produkt hinreißen lassen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Verbraucher den Botschaften kritisch gegenüberstehen und nach anderen Möglichkeiten suchen, sich ein Meinungsbild zu formen. Überraschenderweise schenken sie daher oft lieber unbekannten Nutzern ihr Vertrauen. Die menschliche Psyche ist so aufgebaut, dass sie den Kaufempfehlung anderer Menschen von Natur aus trauen – auch, wenn diese Menschen vollkommen fremd sind. Marketing-Experten bezeichnen dieses Phänomen als sogenannten Social Proof, der unterschiedlich dargestellt werden kann: in Form von Rezensionen, Sternebewertungen, Social Count-Angaben auf der Webseite oder anhand der Anzeige wie viele neue Kunden oder Besucher derzeit auf der Webseite sind und wie viele Verkäufe des favorisierten Artikels kürzlich stattgefunden haben.

Lassen wir uns also überraschen, was die verbleibenden Monate dieses Jahres uns noch im Online Marketing bringen werden. Ich freue mich auf weitere Interessante Artikel in Euren News!

Gruß,

Carsten
Gründer von crowdy.ai – der Social Proof und Benachrichtigungsplattform

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